Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Kind zu klein?"

Anonym

Frage vom 16.09.2004

Hallo!
Ich bin letzten Dienstag zum Ultraschall bei meiner Frauenärztin gewesen und es war der letzte Ultraschall. Leider bin ich jetzt sehr beunruhigt, denn die Ärztin sagte, dass das Kind zu leicht sei. Ich bin in der 31.+4 Woche und das Kind wiegt nur 1700Gramm! Ich mache mir wirklich sorgen, dass etwas nicht stimmt! Im Mutterpass wurde auch "Kontrolle" angekreuzt! Ist denn das Gewicht wirklich so viel unter der Norm? Wieviel müsste es denn wiegen, wenn ich wieder in 14 Tagen hin muss? Bin so nervös!
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Doro

Antwort vom 16.09.2004

Hallo,
das Gewicht des Kindes wird nicht direkt gemessen, sondern es errechnet sich aus dem Kopfdurchmesser und anderen Werten. Es ist also nur ein ganz ungefähres Gewicht. So macht es auch gar keinen Sinn ein derart errechnetes Gewicht zu kommentieren. Manche Kinder sind einfach kleiner, manche haben einen kurzen Oberschenkelknochen oder einen schmalen Kopf. Wichtig ist, ob es ein regelmäßiges Wachstum ist. Das kann ebenso mit einem Zentimetermaß kontrolliert werden, mal abgesehen davon, dass Sie selbst merken ob der Bauch dicker wird. Dazu wird im Liegen der Bauchumfang in Nabelhöhe gemessen und der Abstand vom Schambein zur Oberkante der Gebärmutter. Ob es dem Kind gut geht mit den gemessenen Werten ist viel erheblicher. Das merken Sie auch selbst an den Bewegungen des Kindes. Setzen Sie sich am Besten mit einer Hebamme in Verbindung, die Sie entsprechend beraten und den Bauch abtasten und messen kann. 70% der Frauen bekommen im Laufe der Schwangerschaft "verdächtige" Werte mitgeteilt und bei den meisten ist einfach nichts. Bei denen wo dann wirklich mal was ist, ist es ausgerechnet oft nicht das was vorher bekannt war.
Falls Sie Eisentabletten nehmen sollten, können Sie diese eventuell weglassen, falls es sich nicht um einen echten Eisenmangel handelt (der nur durch die Bestimmung des "Eisenwertes" nicht feststellbar ist) Manchmal führt zu viel Eisen dazu, das das Blut zu sehr angedickt ist und daher das Kind nicht so optimal versorgt wie bei dünnem Blut. Ist zwar meist nicht im gefährlichen Bereich, macht aber was aus. Eiweißhaltige insgesamt gesunde Ernährung und ein ruhiges Leben sind auch förderlich für das Wachstum des Babys. Versuchen Sie sich auf das zu konzentrieren, was Sie selbst machen können und fühlen. Die Ungewißheit zwischen den Uktraschall-Untersuchungen ist meist sehr beunruhigend und brigt Sie kein Stück weiter. Wenn es wirklich bedenklich gewesen wäre, was beim US festgestellt wurde, dann hätten Sie nicht erst in 2 Wochen einen erneuten Termin bekommen. Spricht also einiges dafür, dass es noch völlig im Rahmen ist.
Alles Gute, Monika

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