"Gestose in der 13. Woche?"
Hallo, ich bin 30 Jahre alt und in der 13 SSW. Es ist meine erste Schwangerschaft und daher bin ich jetzt doch etwas beunruhigt. Zunächst einmal hat der FA vor 5 Tagen einen Polyp in der Gebärmutter entdeckt, er meinte inwieweit er gefährlich ist können wir bei der nächsten Untersuchung feststellen. Das nächste, was mich tatsächlich beunruhigt ist, das ich heute die Diagnose bekommen habe, einen Verdacht auf Gestose. Ich hatte vor der Schwangerschaft angeblich eine Hypertonie, gegen die ich Medikamente eingenommen habe. Als ich die Schwangerschaft bemerkte, setzte ich diese ab und wollte ein wechsel der Medikamente haben. Mein Hausarzt konnte mir da aber nicht helfen und verwies mich zu einem Kardeologen. Der überprüfte meinen Blutdruck mittels eines 24 Stundengerätes und das Ergebnis war, dass ich gar keinen hohen Blutdruck habe. Aber seit dieser Woche musste ich jeden Tag zum FA, da in meinem Urin Eiweiss gefunden wurde und auch mein Blutdruck, mal von 130/80 bis 160/95 steigt, aber die Messungen zu hause mit einem Blutdruckgerät immer so um die 130/80 liegen. Nun habe ich Angst, dass was mit meinem Baby ist. Ich habe einen neuen Termin für nächste Woche bekommen, wo es erneut nachgeprüft wird. Kann es sein, dass es an der Ernährung liegt mit dem Eiweiss im Urin. Ich esse zur Zeit eher wenig und nehme momentan ab statt zu und auch mit dem trinken klappt es nicht so gut.
liebe grüsse nicole
Die Eiweißausscheidung kann ganz normal sein, kann aber auch ein zusätzlicher Hinweis auf eine Gestose sein. Es kann auch an Ihrer Ernährung liegen, dann aber sicher nicht daran, das Sie zu viel Eiweiß essen, im Gegenteil. Eine eiweißreiche Ernährung in der Schwangerschaft, insbesondere bei Gestosesymptomen, ist besonders wichtig. Unter www.gestose-frauen.de finden sie wichtige Informationen. Eine Gewichtsabnahme in so einer frühen Schwangerschaftswoche ist nicht bedenklich, aber trinken müssen sie unbedingt. Die Symptome des schwankenden Blutdruckes und der Eiweißausscheidung können alleine von ausreichendem Trinken, ca. 3 Liter pro Tag, besser werden, so das vielleicht keine weitere Therapie nötig wird. Die engmaschigen Kontrollen bei Ihrem Arzt müssen Sie aber auf jeden Fall wahrnehmen. Sie können sich natürlich auch schon jetzt eine Hebamme vor Ort für die Schwangerschaftsbegleitung suchen. Alles Gute, Ina
12.11.2004
