Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"nicht zeitgerecht entwickel?"

Anonym

Frage vom 11.11.2005

liebes team,
ich bin total verzweifelt nach frauenarztbesuchen, ich bin jetzt in der 32 woche und werde engmaschig nach drei frühen fehlgeburten überwacht.
als ich vorgestern im krankenhaus zur untersuchung war hiess es das baby ist zeitgerecht entwickelt sogar 4 tage weiter, meine frauenärztin hatte nochmal vermessen und sagte alles zeitgerecht.
als ich die daten zu 9 monate de geschickt habe schrieb mir dieser arzt viel zu klein für die zeit stimmt das ss alter was mich völlig aus der bahn geworfen hat.
dazu kommt das gestern eine gebärmutterhalslänge von 2,7 cm festgestellt wurde und ich angst vor einer frühgeburt habe.
und auch 2 + bei eiweiss im urin festgestellt wurden aber meine ärztin meint sie würden kontrollieren ich solle mir keine sorgen machen.
was halten sie von den befunden am liebsten würde ich mich in ein krankenhaus einweisen lassen habe riesige angst mein baby jetzt noch zu verlieren und kann an nichts anderes mehr denken.
traue mich jetzt gar nicht mehr babysachen zu kaufen weil ich angst habe das alles umsonst war.
ich danke ihnen für die antwort.

Antwort vom 11.11.2005

Hallo, eine Beratung übers Internet kann nie einen persönlichen Kontakt ersetzen. Ich würde daher davon ausgehen, dass eher die Aussage des Arztes bei 9-Monate falsch ist, als die Ihrer behandelnden Ärzte. Ich finde seinen Kommentar recht unmöglich ohne eigene Untersuchung. Versuchen Sie sich wieder von diesen Aussagen zu lösen. Die jetzige Schwangerschaft ist mit den Erfahrungen bei der fehlgeburt nicht zu vergleichen. In der 32. Woche hätte Ihr Baby bereits sehr gute Überlebenschancen, auch wenn es natürlich besser ist, wenn es noch eine Weile in Ihnen ist. Sie können auch selbst feststellen, ob es Ihrem Baby gut geht. Ein Gradmesser dafür ist die Häufigkeit der Bewegungen. Wenn die Bewegungen Ihres Babys unverändert sind, können Sie davon ausgehen, dass es sich wohl fühlt. Gehen Sie in Kontakt mit Ihrem Kind, sprechen Sie mit ihm. Die dauernde Suche nach Bestätigung von außen führt nur kurzfristig zur Beruhigung. Um so mehr unterschiedliche Fachleute Sie fragen, desto eher werden Sie auch verunsichert. Es ist auch möglich, dass Sie sich zusätzlich zu den Arztbesuchen von einer Hebamme betreuen lassen. Ich würde Ihnen das empfehlen, weil bei der Hebammenbetreuung das normale an Ihrer Mutterschaft auch mal in den Mittelpunkt rücken darf. Bei aller Vorgeschichte und Messung, ist es wichtig, dass Sie sich darauf einstellen Mutter zu werden und eigene Verantwortung für Ihr Kind zu übernehmen, dass Sie sich freuen können über das positive, statt ängstlich auf den nächsten Ultraschall zu warten. Ich würde Ihnen also empfehlen jetzt erst recht schöne Babysachen zu kaufen, auch sich selbst etwas Gutes zu tun, Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben sich von den Ängsten zu lösen, können Sie jederzeit eine Klinik, Ihren Arzt oder eine Hebamme aufsuchen. Sprechen Sie dann aber bitte auch Ihre Ängste an und lassen Sie sich das erklären, was Sie an konkreten Fragen bedrückt. Im Vordergrund sollte immer das stehen, was Sie selbst tun können. Es gibt einen "Kickchart", in den Sie selbst die Bewegungen Ihres Babys eintragen können. Er wird in anderen Ländern viel eingesetzt, um verlässliche Angaben zum Befinden des Kindes zu bekommen, die Sie auch selbst beurteilen können. Findet sich z.B. unter http://www.patient.co.uk/showdoc/21692513/

Alles Gute für die weitere Schwangerschaft, Monika

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