Themenbereich: Fehlgeburt

"Besteht noch Hoffnung auf eine intakte Schwangerschaft?"

Anonym

Frage vom 22.06.2007

Hallo liebe Hebammen, ich hoffe Sie können mir ein wenig Mut machen. Vor 2 Tagen bekam ich (7.Woche) leicht braune Blutungen, nur am Papier zu sehen. Bin sofort in die Klinik, man riet mir dort zur sofortigen Ausschabung. Da ich zu verzweifelt war, bat ich meinen FA erst aufsuchen zu dürfen. Dort war ich gestern. Er machte eine US Untersuchung und stellte die Fruchthöle und den Dottersack fest. Er wollte mir keine großen Hoffnungen machen, denn die Blutungen seien ernst zu nehmen, sagte jedoch es sei noch kein Abort, da die Fruchthöhle doppelt so groß sei wie beim letzten Schallen. Nun hat er Blut abgenommen und ich soll bis zur nächsten Untersuchung absolute Bettruhe einhalten. Ich habe mittlerweile mal leichte Schmierblutungen, ab und zu wird es auch mehr - auch mit Gewebestücke wie bei der Periode. Ist nun alles verloren? Der FA meinte, die Wochenangabe sei sicherlich nicht korrekt, Ich habe auch keinen Überblick, wann meine letzte Periode war. Muss aber Anfang Mai gewesen sein. Kann ich außer warten und liegen irgendwas tun? Vielen Dank für Ihre Mühe.

Antwort vom 23.06.2007

Hallo, leider können Sie im Moment gar nichts tun außer Abwarten. Blutungen in der Frühschwangerschaft müssen nicht zwangsläufig zu einer Fehlgeburt führen. Häufig werden sie durch die vermehrte Durchblutung des Muttermundes verursacht. Was Sie für Gewebsstückchen halten ist wahrscheinlich geronnenes Blut. Auch wenn es eine Fehlgeburt werden sollte, besteht kein Grund zu einer Ausschabung. In den meisten Fällen geht eine Fehlgeburt ganz spontan ab. Nur wenn es zu sehr starken Blutungen kommt, ist eine Ausschabung wirklich notwendig. Für die Frauen ist eine spontanen Fehlgeburt schonender und lässt sich leichter verarbeiten als wenn die Schwangerschaft instrumentell im OP beendet wird. Dies gilt vor allem wenn noch gar nicht sicher ist, dass es zu einer Fehlgeburt kommen wird. Versuchen Sie in Ihren Gedanken nicht über die derzeitige Lage hinaus zu gehen. Ihr Kind ist gewachsen und in Ihnen.
Außer Abwarten und sich ruhig halten, gibt es nichts, dass Sie tun könnten oder müssten.
Alles Gute, Monika

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