Themenbereich: Nachsorge

"gestörtes Sexualleben nach der Geburt"

Anonym

Frage vom 20.02.2008

Hallo,
weil ich trotz längerem Durchforsten der Datenbank das Problem immer nur umgekehrt gefunden habe, stelle ich meine Frage jetzt doch, auch wenn sie mir ein bisschen peinlich ist. Die Situation ist folgende: Ich habe einen kleinen Sohn, der viereinhalb Monate alt ist und per Kaiserschnitt entbunden wurde. Mit meinem Mann bin ich seit etwa neun Monaten verheiratet, und wir hatten vor der Geburt unseres Sohnes ein gutes Sexleben, an dem wir beide Spaß hatten. Seit wir unseren kleinen Sohn haben, will jedoch mein Mann nicht mehr mit mir schlafen. Unser Sohn schläft nachts bei uns im Bett, da will ich natürlich auch nicht, aber tagsüber schläft er schon auch mal allein. Mein Mann findet aber, dann miteinander zu schlafen sei Sex auf Knopfdruck, und das will er nicht (wir haben schon ein paar Mal darüber gesprochen). Ich weiß nicht, was ich machen soll - sobald ich Annäherungsversuche wage, ignoriert er sie entweder oder schubst mich weg, und ich fühle mich immer unattraktiver. Ich habe schon öfter gelesen, dass Männer manchmal Probleme haben, wenn sie bei der Geburt dabei waren, aber das war mein Mann nicht. Was für Probleme gibt es denn noch, und wie kann ich die beseitigen?

Antwort vom 20.02.2008

Das Problem ist gar nicht so selten! Ihr Mann erlebt Sie von einer neuen Seite: Sie haben das gemeinsame Kind ausgetragen und zur Welt gebracht. Sie sind die Mutter, die das Kind umsorgt und nährt. Sie erfüllen gegenüber dem Kind wichtige Funktionen und nehmen diese auch sehr ernst. Sein Bild von Ihnen hat eine neue Komponente bekommen, auch sein Leben hat sich durch die Geburt Ihres Sohnes verändert und das kann Männern wie Frauen auf die Laune und die Lust schlagen.
Überlegen Sie, welche Möglichkeiten Sie haben. Vielleicht kann Ihr Kleiner ja in seinem eigenen Bettchen bei Ihnen im Zimmer schlafen, so dass Sie das große Bett wieder für sich haben?
Vielleicht gibt es andere Beschäftigungen, die Ihnen gemeinsam Spaß machen und die Sie einander wieder näher bringen?
Drängen Sie nicht, umgekehrt hätte das ja auch keinen Erfolg. Lassen Sie Ihrem Mann spüren und wissen, dass Sie ihn lieben, brauchen und auch begehren. Machen Sie ihm eine Freude, überraschen Sie ihn, aber lassen Sie ihm auch seine Freiheit und die Zeit, die er braucht. Ich wünsche Ihnen alles Gute!!!

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