Themenbereich: Stillen allgemein

"Sind das tagsüber zu wenig Kalorien?"

Anonym

Frage vom 28.10.2010

Liebes Hebammenteam,

mein Sohn (knapp 12 Monate alt / 13 Kilo schwer) möchte nachts mehrmals trinken und ich bin unsicher, ob das nur eine Gewohnheit oder ob er hungrig ist. Er isst wie folgt:

6.00 h stillen
9.00 h 200 g Obst-Getreide-Brei mit einem TL Butter
13.00 h 220 g Gemüse-Fleisch/Fisch-Brei mit einem EL Öl plus ca. 50 g Obst
16.00 h 100 g Obst-Getreide-Brei mit einem halben TL Butter
19.00 h 200 g Milch-Getreide-Brei mit ca. 20 g Obst
23.30 h stillen
3.00 h stillen

Zu den (übrigens selbst gekochten) Breien biete ich Wasser an, aber er trinkt nur wenig davon.

Den Frühstücksbrei habe ich eingeführt, weil er nur vom morgendlichen Stillen nicht satt schien. Den Nachmittagsbrei habe ich halbiert, weil mein Sohn immer gespuckt hat, wenn er die "normale(=200 g)" Menge bekam. Die Mittagsbreimenge habe ich vor kurzem von 190 g erhöht, weil er mir nicht satt schien.

Mein Sohn hat schon mit 3 Monaten 8 Kilo gewogen, obwohl ich ihn ausschließlich gestillt habe. Er hat noch nie mehr als vier Stunden am Stück geschlafen...

Sind das tagsüber zu wenig Kalorien? Muss ich ihm das nächtliche Trinken verweigern (schluck!)? Wollen gestillte Kinder einfach länger nachts trinken? (Er schläft übrigens bei uns im Familienbett, so dass mangelnde Nähe wohl nicht in Betracht kommt.)

Vielen Dank!

Antwort vom 30.10.2010

Hallo!
Sie haben ein properes Kind und ich bezweifle, dass Ihr Sohn Hunger leidet oder zu wenig Kalorien am Tag erhält. Er scheint sich das zu holen, was er braucht. Im übrigen beantworten Sie sich Ihre Frage schon selbst: ja, viele gestillte Kinder melden sich auch dann nachts häufiger, auch, wenn es nicht der Hunger ist, der sie stillen lässt. Und für viele ist es damit auch eine „liebgewonnene Gewohnheit“ geworden. Wenn das nächtliche Stillen für Sie und Ihren Sohn stimmt, spricht natürlich überhaupt nichts dagegen. Viele Mütter beobachten damit auch, dass ihr Kind kürzere Schlafphasen am Stück hat. Das nächtliche Stillen und auch das praktizierte Familienbett führen häufiger dazu, dass die Schlaftiefe von Kind und auch Mutter eher niedrig ist und beide somit leichter weckbar. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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