Themenbereich: Schlafen

"Stilltrythmus und starke Einschlafprobleme - Schreiattacken,"

Anonym

Frage vom 18.09.2011

Stilltrythmus und starke Einschlafprobleme - Schreiattacken,

meine Tochter mittlerweile 6 Wochen alt hat starke Probleme beim einschlafen. Die Nächte mit ihr sind meine einzige Erholungsphase, dort besteht der Nachtverlauf aus stillen wickeln und schlafen ohne das sie großartig wach wird. Ab ca. 7 uhr ist dann aber heftiges Schreien angesagt...für mich leider absolut geheimnisvoll was meiner kleinen fehlt. Sie trinkt an der Brust ca. 10 min, dann nickt sie ein. Dann wickel ich sie und sie ist hellwach, beim erneuten Versuch sie anzulegen geht dann das Geschrei los, sie nimmt die Brust dann gar nicht mehr (vermeintlich müsste sie noch Hunger haben??). Das Schreien entwickelt sich dann so exzessiv bis sie mit hoch rotem Kopf und aus tiefster Seele schreit..Auch das trösten von Mama oder Papa bringt nur wenig Beruhigung. Ich kann leider überhaupt nicht ausmachen was ihr fehlt. Dazu kommt dass sie am Tage vermeintlich sehr sehr viel wach ist, eine halbe stunde gut gelaunt und fröhlich und dann steigert sie sich wieder in ihr Geschrei (bis zu 1 1/2 Std),obwohl sie total müde ist, das mach ich daran aus, dass sie gähnt, aber sie kann nicht einschlafen, lediglich dann wenn sie sich bei mir auf dem Arm total kaputtgeschrien hat und selbst dann sind die Schlafphasen nur von kurzer Dauer. Sie schläft auch extrem unruhig ist immer am rumfuchteln und holt sich so selbst wieder aus dem Schlaf. Erschwerend hinzu kommt, dass wir überhaupt keinen richtigen Stillrythmus finden, da wenn sie endlich mal schläft ja eigentlich schon wieder dran wäre (zumindest wenn man die 4 Std einhält) ich sie aber nur sehr gern ungern wecken möchte, da ich ja froh bin dass sie endlich zur Ruhe gefunden hat. Ich weiß mir wirklich nicht mehr zu helfen, denn ich weiß nicht wie ich meiner kleinen helfen kann und dieses vehemente Schreien bring mich an den Rand meiner Nerven. Habt Ihr einen Rat?? Vielen Dank.

Antwort vom 20.09.2011

Hallo!
Zu Beginn: toll, wenn die Nächte schon so gut klappen und auch Sie schlafen können! Das funktioniert prima. Übrigens: falls Ihr Kind keinen Stuhlgang mehr hat in der Nacht und auch keinen wunden Po, dürfen Sie sich das Wickeln sparen und damit schneller wieder zurück ins Bett. Ich lese mehrere Dinge aus Ihrem Bericht heraus und empfehle Ihnen folgendes: die Empfehlung, ein Neugeborenes zwischen den Stillmahlzeiten zu wickeln, gilt insbesondere in den ersten Lebenstagen, z.B., um es wieder zu animieren, an der Brust zu trinken. Wenn die ersten Tage vorbei sind und das Kind an Gewicht zunimmt, können Sie den Stillrhythmus Ihrem Kind selbst überlassen. Sie schreiben davon, dass Sie sich an einen 4-Stunden-Rhythmus halten bzw. Ihr Kind nach 4 Stunden wieder stillen sollte und Sie es deshalb wecken. Möglicherweise ist auch das noch die Empfehlung aus der Klinik für die ersten Tage, wo Neugeborene nicht über ca. 4 Stunden tagsüber schlafen sollten, damit sich das Stillen etabliert. Probieren Sie doch einfach aus wie es sich entwickelt, wenn Ihr Kind seine Zeiten selbst bestimmt. Dann schläft es auch so lange, wie es Schlaf braucht. Ich empfehle Ihnen ausserdem, Ihre Tochter zu Pucken. Damit sind die Aermchen gut eingepackt und Ihr Kind weckt sich nicht selbst damit. Alle jungen Säuglinge zeigen ausserdem einen recht konstanten Schlaf-Wach-Rhythmus, wenn man sie genau beobachtet. Nach ca. 11/2 Stunden mit Stillen, Wickeln, Wachsein kommen sie wieder in eine Phase der Müdigkeit, die schnell in eine Phase des Schreiens übergehen kann, wenn sie nicht in den Schlaf geleitet werden. Sie sagen, Ihr Kind gähnt dann, aber ich bin mir sicher, dass Sie noch mehr frühe Zeichen finden (Augenreiben, Blick abwenden, manchmal Schluckauf, wenig Mimik, Stirn runzeln, Hand vor das Gesicht legen, Hochziehen der Schulter etc.). Ich vermute, Ihre Tochter muss viel früher abgefangen und beruhigt und zum Schlaf geleitet werden mit ruhigen, langsamen Bewegungen und wenig leisen Worten, warm eingepackt an einen ruhigen Ort. Und sonst: bitten Sie Ihre Nachsorgehebamme um einen Hausbesuch, so dass Sie gemeinsam Beruhigungsmassnahmen ausprobieren können. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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