Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"erneut schwanger-wie kann ich mich gut auf das Stillen vorbereiten "

Anonym

Frage vom 06.02.2012

Hallo.
Ich erwarte nun meinen zweiten Sohn, und mir ist bereits jetzt schon (25. SSW) aufgefallen das ich wieder sie selben Probleme habe was meine Brüste angeht.
Bei meinem ersten Sohn konnte ich aufgrund des "nur links" stillens lediglich 11 Tage stillen, danach war Sense, da sich die Brustwarze entzündete und sie total weh tat. Dies belastete mich in der Zeit des Wochenbettes sehr, sodass ich kurz davor war eine Wochenbettdepression mitzumachen.
Dies wollte ich nach der zweiten Geburt vermeiden und informiere mich nun sehr rege was ich bereits vor der Geburt machen kann um dem aus dem Weg zu gehen.
Nun zu meinen Beobachtungen. Seit gut einer Woche schwillt wieder nur meine linke Brust an... wenn ich die Brust massiere, damit der Druck nachlässt kommt etwas durchsichtig bis milchige Flüssigkeit aus der Brustwarze, was bei der rechten Brust nicht der Fall ist... Auch diese massiere ich fast jeden Abend, dennoch wird die rechte nie so prall und schmerzend wie die linke.
Meine Frage nun: Was kann ich schon vor der Geburt tun, dass der Milchfluss nach der Geburt genau so gut ist wie auf der linken Seite?

Nach der ersten Geburt habe ich Stilltee zu Hauf getrunken, es wurde aber auch damit nicht besser.

Antwort vom 08.02.2012

Hallo!
Zur Zeit befinden Sie sich in einem Schwangerschaftszeitraum, wo Ihre Brust sich insbes. verändert durch das Wachsen der Milchgänge und dem Ausdehnen der Milchbläschen. Diese Milchbläschen produzieren bei vielen Frauen schon jetzt das sog. Kolostrum, so wie Sie es gerade erleben. Die Milchbildung nach der Geburt und der Milchfluss kommen dann aber aus anderen Gründen in Gang. Zum Einem kann nach der Geburt des Mutterkuchens das Hormon Prolaktin ungehindert arbeiten, zum Zweiten kommt die Stimulation durch das Saugen Ihres Kindes dazu; d.h., dass die Milchbildung massgeblich davon abhängig ist, wie gut und effizient ein Kind an der Brust saugt und der Milchfluss (durch den sog. Milchspendereflex in Gang gesetzt) unterstützt wird durch Hilfe, Entspannung, Wärme, Zuversicht, aber auch leichter! Brustmassage, warmen Getränken, unterstützenden Ölen etc.. Entsprechend können Sie sich zum jetzigen Zeitpunkt nur darüber informieren, wie z.B. eine förderliche Brustmassage funktioniert, welche Probleme möglich sind, wie Sie zu vermeiden sind (z.B. wie beschreiben, insbesondere wunde Brustwarzen effektiv zu vermeiden oder zu behandeln sind) und wie und von wem Sie fachmännische Hilfe bekommen. Häufig ist es sinnvoll, mit einer Hebamme die Probleme nach der letzten Geburt nochmals anzuschauen, um die Schwierigkeiten herauszufiltern. Gespräche mit anderen Mütter, die eine positive Stillerfahrung haben, sind oft sehr hilfreich. Falls Sie sehen bzw. vermuten, dass Ihre Brüste unterschiedlich geformt und auch gewachsen sind oder eine besondere Form aufweisen, ist es sinnvoll, das Thema mit Ihrer FrauenAerztin oder evtl. einer Stillberaterin zu besprechen. Ich möchte Ihnen ausserdem raten, in der Schwangerschaft sehr vorsichtig mit einer Massage oder auch Stimulation der Brustwarzen umzugehen. Falls Ihre linke Brust sehr heiss, gerötet, angeschwollen ist, sollten Sie Ihre AerztIn aufsuchen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass das Stillen bei Ihrem zweiten Kind problemlos verläuft, alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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