Themenbereich: Blähungen & Verdauungsprobleme

"eine Stunde stillen zu lange?"

Anonym

Frage vom 10.02.2012

Hallo!
Meine Tochter ist 5 Monate alt. Sie ist eine Frühgeburt (4 Wochen zu früh). Nach der Geburt musste sie noch 2 Wochen stationär, da sie eine Anpassungstörung der Atmung und eine Neugeborenengelbsucht hatte. Es lag keine Infektion vor. Ich habe ca. 6 Wochen die Milch abgepumpt, da ich unsicher war ob sie genug Muttermilch erhält und in den 2 Wochen KH hat sie größtenteils MuMi erhalten. Nach den 6 Wochen bis jetzt stille ich voll. Nun zu meiner Frage. Ich stille ca. 7 mal pro Tag immer so ungefähr eine Stunde lang, weiterhin schreit meine Tochter zeitweise an der Brust (sie drückt dabei, ich denke sie hat einen starken Magen Darm Reflex), wenn Sie Stuhlgang hatte und Luft gelassen hat, sind die Stilleinheiten ruhiger. Sie ist auch Osteop. in Behandlung da sie überstreckt war und Relfux und Darm Probleme hat (te). Ist eine Stunde an der Brust nicht zu lange und wie kann man den Magen Darm Reflex abmildern, es ist echt anstrengend. Sie nimmt kein Schnuller und keine Flasche mehr
Auf Beikost möchte ich erst umsteigen wenn sie keine Probleme mehr hat
Danke für Ihre Antwort und Aufmerksamkeit

Antwort vom 13.02.2012

Hallo!
Für das Alter Ihres Kindes (auch, wenn ich vier Wochen abziehe) ist das Stillen über eine Stunde pro Mahlzeit eher etwas ungewöhnliches (Ihr Kind nimmt ausreichend zu?Sie stillen nicht? mit Hütchen, Ihr Kind trinkt effizient und ist richtig positioniert und Sie gut abgestützt?); allerdings gibt es wirklich genussvolle Trinker, die nicht nur ihr Nahrungsbedürfnis, sondern insbesondere auch ihr (vielleicht sehr grosses) Saugbedürfnis an der Brust stillen und so kann Stillen dauern und dauern. Zwei weitere Gründe für das lange Trinken können noch folgende sein: Ihr Milchspendereflex wird nur zögerlich ausgelöst (was sein kann nach einer langen Pumpperiode, weil die Pumpe dann doch anders stimuliert als ein Kind). Den Spendereflex können Sie unterstützen durch Massage vor dem Stillen, warmen Getränken beim Stillen, warmen Kompressen auf der Brust, einem Stillöl, bequemer Sitzhaltung, entspannender Musik etc.. Ist es ansonsten möglich, dass Sie zu schnell die Brustseiten wechseln und Ihr Kind mehr milchzuckerreiche Nahrung erhält, welche auch stärker den Magen-Darm-Reflex auslöst? Ein Säugling sollte richtig gut die eine Seite entlastet haben, bevor Sie auf die andere Brustseite wechseln. Häufig löst wirklich eine osteopathische Behandlung diese starken Magen-Darm-Reaktionen an der Brust, aber manchmal ist die Osteopathie nicht das Richtige. Falls Sie schon sehr viele Sitzungen ohne Erfolg hinter sich haben, sollten Sie lieber nach einer Alternative Ausschau halten, wie z.B. der Homöopathie. Ich stimme Ihnen zu, dass Ihr Kind (insbesondere unter Abzug von vier Wochen) wahrscheinlich noch gar nicht bereit ist für die Beikost. Falls der Stuhlgang Ihres Kindes häufig grünlich, evtl. schaumig, häufig eher „stinkend“ und sehr, sehr dünn sein sollte, kann es hilfreich sein, die Darmflora mit verschiedenen Präparaten zu unterstützen. Das hilft insgesamt auch bei Blähungen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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