Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Unsicherheit nach voran gegangener Fehlgeburt"

Anonym

Frage vom 09.09.2012

Hallo!
Ich hatte im März 2012 bereits eine Missed Abortion in der rechnerisch 9. SSW. Der Herzschlag war damals in der 7. SSW sichtbar.
Nun hatte ich am 26.07. den ersten Tag meiner letzten Periode, obwohl ich ein paar Tage vorher mal stärkere, mal leichtere Schmierblutungen hatte. Mein Zyklus war aber seit der Fehlgeburt mit Ausschabung immer um die 33 Tage lang. Am 27.08. habe ich leicht positiv getestet und 1 Tag später wurde beim FA ein weiterer Urintest gemacht. Am 01.09. wurde der erste Ultraschall gemacht, worauf man nur die Fruchthöhle erkennen konnte. Der Arzt meinte die Größe der Fruchthöhle sei der errechneten Woche entsprechend. Am 05.09. war ich wieder zur Kontrolle wo mir dann gesagt wurde ich solle mir nicht zuviele Hoffnungen auf eine intakte Schwangerschaft machen, da das Wachstum der Fruchthöhle nur bei 0,60cm lag und im Vergleich zur Kontrolle am Samstag zuvor zu wenig sei. Mir wurde gesagt ich hätte lediglich Chance auf 10-20% dass noch alles gut wird. Habe mir dann am Freitag (07.09.) eine zweite Ärztemeinung eingeholt. Zwischen den 2 Untersuchungen lagen gerade einmal 1,5 Tage und die Fruchthöhle war auf 0.88cm gewachsen und diesmal war auch ein Dottersack zu erkennen. Die Ärztin sagte mir ich solle mir keine großen Gedanken machen, da zum jetzigen Zeitpunkt (am Freitag bei 6+1) alles normal entwickelt sei und durch meinen unregelmäßigen Zyklus die Schwangerschaft auch genauso gut noch etwas jünger sein kann.
Irgendwie hat mich das schon wieder sehr beruhigt, aber wie kommt mein Arzt dazu alles so schnell schwarz zu reden? Er weiß doch dass ich aufgrund der Fehlgeburt sehr ängstlich bin? Denke echt darüber nach den Arzt zu wechseln. Wie beurteilen Sie meine Situation? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf einen positiven Verlauf nach einer Fehlgeburt.
Vielen Dank im Voraus für eine kurzfristige Antwort.

Antwort vom 09.09.2012

Hallo, leider gibt es recht unterschiedliche Vorgehensweisen bei den Ärzten und es gibt durchaus welche, die zu häufig und zu früh schallen und dabei auch noch jede Menge pessimistischer Kommentare von sich geben. Diese "düsteren Prognosen" machen zum einen sehr wenig Sinn, zum anderen bringt es rein gar nichts so früh und oft nachzusehen, weil die Ergebnisse außer Verunsicherung auf Seiten der Frau keinerlei positiven Behandlungsansatz nach sich ziehen. Mit anderen Worten: Sie können zwar oft nachsehen, ändern können Sie aber nichts. Ich würde Ihnen raten zu wechseln, wenn Sie sich bei der Ärztin besser aufgehoben gefühlt haben. Die Schwangerschaft ist festgestellt, sie sitzt in der Gebärmutter und es ist eine Entwicklung erkennbar: Mehr ist jetzt nicht feststellbar und nun heisst es einfach abwarten. Sinnvoll wäre jetzt erst wieder in der rechnerisch 9.-10. Schwangerschaftswoche den nächsten regulären Ultraschall durchzuführen. Fehlgeburten kommen vor und es ist traurig, dass die letzte Schwangerschaft in einer Fehlgeburt geendet ist.
Es ist ganz normal, dass Sie jetzt sehr ängstlich sind. Trotzdem ist "in Ruhe abwarten" nun die bessere Methode für Ihre Psyche. Die jetzige Schwangerschaft hat eine recht hohe Wahrscheinlichkeit auf einen ganz normalen Verlauf. Vorhersehbar ist aber nichts (mit und ohne Untersuchungen).
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Schwangerschaft, Monika Selow

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