Themenbereich: Babyernährung

"trinkt er zu viel Flüssigkeit?"

Anonym

Frage vom 08.03.2016

Liebes Hebammenteam,
erstmals herzlichen Dank für diese tolle Seite, die mir schon oftmals geholfen hat. Nun habe ich wieder eine Frage bzgl. des Trinkverhaltens meines 15 Monate alten Sohnes:

Ich habe Elias bis vor zwei Monate gestillt, damit er Flüssigkeit bekommt, da er jedes Flascherl und auch Wasser mehr oder weniger verweigert hat. Von einem Tag auf den anderen wollte er die Brust nicht mehr (er war krank) und ich habe abgestillt. Das Trinken war immer mühsam, dh. wir befürchteten anfangs immer, dass er Zuwenig Flüssigkeit bekommt.
Seit zwei Wochen fällt mir auf, dass er (für seine Verhältnisse?) sehr viel trinkt und ich stelle mir die Frage ob das Zuviel ist. Er trinkt ca. 1 - 1,3 Liter Wasser am Tag, sonst keine anderen Flüssigkeiten. Viel davon trinkt er auch in der Nacht. Sein Speiseplan sieht ca. so aus: In der Früh bekommt er meist Joghurt mit Obst, vormittags entweder wieder Obst oder ein Hipp Gläschen, mittags isst er meistens schon normal mit (Aufläufe, Fisch, Suppen), Nachmittags auch einen Snack mit Brot, Frischkäse, Tomaten und abends meisten einen Milchbrei oder auch Suppe. Er isst ganz normal.

Seine Windeln sind sicher 5 mal am Tag richtig nass. Da mein Patenkind Diabetes hat, hat mir meine Freundin gesagt, dass Zuviel Trinken auch dafür ein Anzeichen sein könnte. Muss ich mir Gedanken machen oder ist die Menge eh normal und es kommt nur mir soviel vor, weil er vorher (fast) nichts getrunken hat? Mir wäre auch sonst nichts auffälliges an seinem Verhalten aufgefallen.
Er nimmt auch keinen Schnuller, könnte es ev. auch Beruhigung sein, dass er soviel trinkt?

Vielen lieben Dank für Ihre Antwort,

Antwort vom 09.03.2016

Hallo!
Der Bedarf und die Aufnahme der Mengen an Flüssigkeit über Getränke und über die Nahrung variiert von Kind zu Kind. In der Stillzeit ist die exakte Menge der täglichen Milchaufnahme selten bekannt bzw. wird häufig verschätzt. Entsprechend schwierig ist es, nach der Stillzeit ein "Gefühl" für die richtige Menge zu bekommen. Die Flüssigkeitsmenge, die Sie angeben, ist nicht ungewöhnlich. Ein "Zuviel-Trinken" geht als solches mit einem immensen und dauerndem Durstgefühl einher und beträgt meistens mehrere Liter am Tag. Gleichzeitig ist es selbstverständlich wichtig die Symptome eines Diabetes zu beachten zu jeder Zeit des Wachstums eines Kindes, insbesondere, wenn es einen Erkrankungsfall im direkten familiären Umfeld gibt. Rücksprachen mit dem Kinderarzt machen deshalb immer Sinn. Ich stimme Ihnen zu, dass das nächtliche Trinken eine Angewohnheit sein kann, um mit dem Saugen wieder leichter in den Schlaf zu kommen, insbesondere, wenn er es aus Stillzeiten auch so gewöhnt war. Gleichzeitig ist die kleinkindliche Schleimhaut sehr empfindlich und schnell am Austrocknen. Die trockene Heizungsluft im Haus insbesondere während des Winters bedeutet Streß für die Schleimhäute, der leichtere Schlaf eines Kleinkindes kann dadurch gestört sein. Ich empfehle Ihnen also auf die Luftfeuchtigkeit im Raumklima zu achten (ca. 45%) mittels Lüften, feuchten Handtüchern oder Gefäßen mit Wasser zum Verdunsten. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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