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"Baby und Fernsehen"

Anonym

Frage vom 07.10.2004

Liebe Hebamme,unser Sohn ist 2 Monate alt,u.bei uns abends immer beim Fernsehen im Wohnzimmer dabei.Es scheint ihm nichts auszumachen,da er ruhig bleibt u.dennoch einschlafen kann.Habe aber nun Angst,daß er durch die vielen reize wie Töne,Bildflimmern etc.hyperaktiv werden könnte.Ist da was dran? Ist es schädlich?Danke.

Antwort vom 07.10.2004

Hallo,
die Ursachen für Hyperaktivität sind vielfältig. Sowohl aalergische Rektionen, als auch Stoffwechselstörungen, unverarbeitete traumatische Erlebnisse oder eine gestörte Bindung können die Ursache sein. Es ist richtig, dass ein Kind vor Reizüberflutung geschützt werden sollte. Dazu zählt z.B. dass Sie das Kind nicht vor dem Bauch mit dem Blick von Ihnen weg draussen tragen sollten oder dass es nicht empfehlenswert ist, wenn Sie pausenlos irgend eine Aktion mit ihm machen. Meistens interessiert die Kinder das Bild (und damit das Flimmern) überhaupt nicht und das Hintergrundgeräusch wirkt eher beruhigend, weil ihr Sohn merkt, dass er nicht alleine ist. In einem Haushalt mit vielen Kindern ist der Lärmpegel meist höher und stört das Baby auch nicht. Es wäre auch nicht besser, wenn Sie ihn ins eigene Zimmer stecken würden, damit er nicht dabei ist, wenn Sie Fernsehen. Nicht gut finde ich, wenn den ganzen Tag der Fernseher quasi nebenher läuft, weil dies eine Angewohnheit der Eltern ist, die die Kinder später auch übernehmen und weil sie , wenn sie älter sind, auch Dinge zu sehen bekommen, die nicht altersgerecht sind. Für Ihr Baby ist es sicher angenehmer, wenn Sie als Eltern das machen, was Ihnen gut tut und wenn er bei Ihnen ist. Wenn Sie dann noch aufmerksam für seine Empfindungen und Signale sind, machen Sie nichts falsch. Letztendlich wäre es keine Alternative für Ihren Sohn, wenn Sie unzufrieden werden, weil sich Ihr Leben nur noch um die (auch vermeintlichen)Bedürfnisse Ihres Kindes richtet und Sie aus Angst vor eventuellen negativen Folgen Ihre eigenen Bedürfnisse völlig zurückstecken. Sicher werden Sie merken, wenn Sie Ihren Sohn überfordern und Ihnen wird dann eine Lösung einfallen.
Herzlichen Gruß, Monika

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