Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Schwangerschaft möglicherweise nicht intakt?"

Anonym

Frage vom 05.01.2005

Hallo liebes Babyclub-Team,

als eine unter vielen Verzweifelten möchte ich eine Frage zur Frühschwangerschaft stellen.
Am 17.12. habe ich einen SS-Test gemacht, der positiv ausfiel. Am 21.12. hatte ich einen Termin bei meiner FA, die, wie viele andere, direkt US gemacht hat. Aber es war außer einer winzigen Fruchtblase nichts zu sehen. Sie sagte mir, dass die Fruchtblase für das angegebene SS-Alter viel zu klein sei und dass ich im neuen Jahr wiederkommen solle. (Tag der letzten Periode war 08.11., Eisprung laut Temperaturkurve aber erst um den 29.11. rum)
Darüber hinaus hat sie mich sehr verunsichert, weil sie meinte, ich müsse sofort ins Krankenhaus fahren, wenn ich über die Feiertage Blutungen hätte. Wahrscheinlich musste sie mich darauf hinweisen; es hörte sich aber schon so an, als wenn sie dies förmlich erwarten würde.
Gestern (04.01.) hatte ich dann meinen nächsten Termin. Im Ultraschall konnte man sehen, dass die Fruchtblase gewachsen ist, aber die FA meinte, sie sei immer noch viel zu klein und kindliche Anlagen seien nicht zu entdecken. Sie hat daraufhin gestern und heute Blut abgenommen, um den HCG-Wert zu bestimmen und will anhand dessen morgen entscheiden, ob die Schwangerschaft intakt ist oder nicht.
Die Freude über die gute Nachricht hielt also nur ca. drei Tage an, seitdem lebe ich nur noch in Sorge und seit gestern bin ich sehr, sehr traurig, weil ich vermute, dass die SS abgebrochen werden wird.
Ich möchte Sie gerne nach Ihrer Meinung dazu befragen. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass der Eisprung viel später war, für gering, da ich eine Temperaturkurve geführt habe. Außerdem hätte dann ein Test am 17. noch nicht positiv sein können. Ich habe leider auch fast gar keine SS-Anzeichen. Selten ein ganz leichtes Ziehen im Unterbauch, am Anfang waren die Brustwarzen etwas empfindlich. Mittlerweile hat sich auch das wieder gegeben. Keine Übelkeit, keine übermäßige Müdigkeit, kein Harndrang.
Da ich einige Ihrer Antworten zum Thema Ultraschall in der Frühschwangerschaft gelesen habe, bin ich sehr verunsichert, was jetzt zu tun ist. Gibt es hier noch Hoffnung? Sollte ich die Meinung eines zweiten Arztes einholen? Sollte ich noch ein paar Wochen abwarten oder würde das meinem Körper schaden, für den Fall, dass die Schwangerschaft tatsächlich nicht intakt ist? Es ist wirklich sehr schade, dass ein so positives Ereignis schon von Anfang an einen so schlechten Beigeschmack hat. Für eine Antwort wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar.

Liebe Grüße!

Antwort vom 05.01.2005

Hallo, mal angenommen, eine Befruchtung wäre um den 29.11. herum gewesen, dann wären Sie jetzt in der 6./7. Woche. In der Zeit rate ich immer noch zum Abwarten, weil es immer noch sein kann, dass das Kind nicht zu entdecken ist. Übelkeit und andere Zeichen müssen nicht unbedingt sein. Abwarten würde Ihem Körper sicher nicht schaden. Selbst wenn sich kein Kind entwickeln sollte (was noch nicht sicher gesagt werden kann) dann besteht immer noch die Möglichkeit, dass die Fruchtblase ganz von alleine abgeht. Für Ihren Körper wäre das schonender, als wenn eine Ausschabung unter Narkose vorgenommen wird, weil es dadurch immer auch zu kleinen Schleimhautverletzungen in der Gebärmutter kommt. Es gibt keine nachvollziehbare Erklärung dafür, wieso so getan wird, als wäre die Ausschabung die logische Konsequenz einer Fehlgeburt. Nachvollziehen kann ich, dass eine Ausschabung angebracht ist, wenn es zu starken Blutungen im Zusammenhang mit einer unvollständigen Fehlgeburt kommt. Wieso die Ausschabung in den letzten Jahren soweit vorverlegt wurde, dass nach beinahe täglichen Untersuchungen mit US und Labor nun noch nicht mal mehr gewartet wird ob sich ein Kind entwickelt, kann ich nicht mehr nachvollziehen, zumal in dem Geburthaus in dem ich gelegentlich arbeite letztes Jahr drei Kinder geboren wurden, bei denen die Schwangerschaft am Anfang angeblich nicht intakt war.
Wenn Sie die Unsicherheit noch aushalten können würfe ich Ihnen empfehlen noch zu warten und ich finde auch ein bischen "guter Hoffnung" durchaus noch angebracht.
Über eine Rückmeldung zum weiteren Verlauf würde ich mich freuen.
Herzlichen Gruß und alles Gute, Monika

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