Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"warum soll mein Kind in der 36. Woche noch nicht kommen?"

Anonym

Frage vom 23.07.2005

Hallo.Ich bekomme mein zweites Kind.Nun war ich bereits zum zweiten Mal wegen vorzeitiger Wehen in Behandlung.Da ich mich in der 36.Ssw befinde und mein erstes Kind zwischen der 36. und 37.ssw geboren wurde verstehe ich nicht warum die Wehen gestoppt wurden.Meine Tochter ist kerngesund und entwickelt sich normal.Mein ungeborener Sohn hat bereits ein Gewicht von 3113g +/- 10%.Die Ärzte sprachen von der eventuellen Lungenunreife.Ich habe eine schwere Schwangerschaft u keine kraft mehr.Was wäre wenn das Baby jetzt käme?Ist es noch zu kritisch?Ich denke sogar an einen Wunschkaiserschnitt.

Antwort vom 23.07.2005

Hallo, wenn Ihr Kind jetzt käme wäre das über einen Monat zu früh. Zwar ist eine Geburt zu derzeitigen Zeitpunkt für das Kind nicht mehr lebensbedrohlich, weil eventuell nach der Geburt auftauchende Probleme behandelt werden können, für das Kind ist es aber allemal besser wenn es zumindest noch eine Weile in Ihrem Bauch versorgt wird. Anpassungsprobleme bei Kindern in der 36. Woche in Bezug auf die Atmung aber auch Schwierigkeiten mit der Nahungsaufnahme sind noch relativ häufig um den Zeitpunkt. In besonderem Maße trifft das sogar auf Kinder nach Kaiserschnitt zu, weil für die die Umstellung sehr plötzlich kommt, während normal geborene Kinder durch die Geburt selbst noch Zeit haben sich anzupassen. Für einen Wunschkaiserschnitt werden Sie keinen seriösen Geburtshelfer finden. Neben den erhöhten Risiken für Sie und das Baby entstehen auch höheren Kosten durch die Operation und die danach eventuell notwendige Behandlung fürs Kind. Freuen Sie sich, dass es bei Ihrem ersten Kind so gut geklappt hat, trotz Frühgeburt. Herausfordern sollte man das Schicksal damit allerdings nicht. Auch wenn das Kind jetzt noch nicht kommt, sollten Sie einen Kaiserschnitt nicht unterschätzen. Nach der Geburt ist er weit anstrengender als eine normale Geburt. So ca. ab dem 4.8. werden vorzeitige Wehen nicht mehr behandelt, Sie haben natürlich auch vorher die Möglichkeit von Ihrem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch zu machen und eine Behandlung abzulehnen. Das geht allerdings nicht soweit, dass Sie sich eine Behandlung in Form eines Kaiserschnittes oder einer Einleitung wünschen können. Vielleicht gibt es ja etwas, was Ihnen die restliche Zeit weniger beschwerlich macht. Brauchen Sie eventuell eine Haushaltshilfe? Die kann Ihnen von Arzt oder Hebamme verschrieben werden. Im persönlichen Kontakt mit einer Hebamme gibt es eventuell auch noch eine andere Möglichkeit, wie Ihnen geholfen werden kann, was übers Internet aber nicht beurteilbar ist
Alles Gute, Monika

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