Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"sind unterschiedliche Untersuchungen normal?"

Anonym

Frage vom 23.08.2005

Liebes Hebammen-Team,
hier meine Frage: Ich bin 32 Jahre und in der 10. SSW.
Meine Freundin, ebenfalls schwanger (37 Jahre, 13. SSW) und bei dem selben FA, sagte mir, das bei der 2. Untersuchung Blut abgenommen wird, am Arm und am Finger, ein Urintest gemacht wird und man gewogen wird. Ich hatte gestern meine 2. Untersuchung, und mir wurde lediglich am Arm Blut abgenommen und Ultraschall, sonst nichts. Ist es üblich, das diese Unterschiede gemacht werden. Übrigens soll ich meinen Mutterpass auch erst bei der nächsten VU in 4 Wochen bekommen.
Ich fühle mich bei meinem FA im Moment nicht so gut aufgehoben. Sind meine Bedenken grundlos?
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort vom 24.08.2005

Hallo, dass bei Ihnen und Ihrer Freundin unterschiedliche Untersuchungen gemacht wurden, kann verschiedene ganz normale Gründe haben. Eventuell war Ihre Freundin zu anderen Schwangerschaftswochen in der Praxis. Was aus dem Finger bestimmt wird, kann auch aus dem Blut bestimmt werden, was aus dem Arm abgenommen wird. (Umgekehrt nicht)Unterschiedliche Entnahmemethoden können mit den Zeiten zusammenhängen in denen ein externes Labor offen hat. Weitere Unterschiede können entstehen durch das Alter der Mutter und welche Versicherung die Frau hat. Bei Privatversicherten wird in der Regel viel mehr gemacht, was aber nicht bedeutet, dass es deshalb besser ist. Von den gesetzlichen Kassen wird alles bezahlt, was wirklich Sinn macht. Der Mutterpass wird manchmal einbehaten, wenn Befunde aus dem Labor ausstehen, die erst noch eingetragen werden müssen. Die Vorsorgeuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien werden meist erst relativ spät begonnen, was abrechnungstechnische Gründe hat. Wenn Sie unsicher sind über die Art und den Umfang der Untersuchungen wäre es am Besten, wenn Sie Ihren Arzt darauf ansprechen und sich die Gründe erklären lassen. Er kann ja nicht wissen, mit wem Sie die Untersuchungen vergleichen. Wenn Sie sich insgesamt nicht gut beraten und betreut fühlen, spricht natürlich auch nichts gegen einen Wechsel. Qualitätskriterien für einen guten Frauenarzt/Ärztin sind jedoch nicht die Menge und Häufigkeit von Untersuchungen, sondern eher Art und Umfang der Beratung.
Alles Gute, Monika

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