Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"ist mein Kind zu klein?"

Anonym

Frage vom 02.09.2005

Liebes babyclub.de-Hebammenteam,

ich bin der 29. SSW und gestern hatte meine Frauenärztin das 3. Ultraschallscreening gemacht. Laut berechneter Termin kommt der Kleine am 19.11.2005 zur Welt und gestern laut den Maßen (Kopf- und Bauchdrm., Oberschenkellänge) soll es der 02.12.05 sein. Sein Gewicht lag bei 992g und die Ärztin meinte, daß er recht klein sei. Nun bin ich leicht wirr, ob vielleicht etwas nicht stimmt. In 2 Wochen will sie noch einmal eine Kontrolle machen. Sie sagte auch, daß die Kinder erst ab der 30. Woche richtig anfangen zu wachsen. Ich habe Angst, daß etwas nicht stimmt. Bekommt der Kleine vielleicht nicht genügend Nährstoffe von mir? Ich nehme ein Nahrungsergänzungsmittel und ernähre mich auch sonst recht gesund, allerdings bin ich nur 1,62 m groß und wog vor der Schwangerschaft ca. 51 kg. Kann das auch damit zusammenhängen, daß dies genetisch veranlagt ist?
In Erwartung Ihrer schnellen Antwort verbleibe ich dankend!
Viele Grüße,
Katja

PS: Woher weiß ich, daß ich genügend esse? Wieviel Mahlzeiten sollte eine Schwangere zu sich nehmen?

Antwort vom 02.09.2005

Hallo, den Termin kann man anhand eines so späten Ultraschalls eigentlich nicht nach hinten verschieben, so dass davon auszugehen ist, dass bei einem Termin, der vorher als sicher galt, tatsächlich die Maße abweichen. Das Gewicht wird allerdings ja nicht direkt gemessen, sondern aus anderen Werten errechnet. Dadurch kommt es leicht mal zu Differenzen, die eigentlich keine sind. Gerade wenn Sie selbst eher klein sind, kann es sein, dass das Kind genug wiegt, aber der Oberschenkelknochen etwas kürzer ist, weil es nicht so lang wird. Wenn Sie selbst und Ihre Geschwister weniger gewogen haben, kann die Differenz auch genetisch bedingt sein. Allerdings sollte auch dann ein kontinuierliches Wachstum stattfinden, das sich aber besser am Bauch als per Ultraschall messen läßt (Symphysen-Fundus-Abstand und Bauchumfang).Wenn Ihre Ärztin nicht zusätzlich Ihren Bauch ausgemessen hat (mit dem Zentimetermaß) können Sie das noch mal von einer Hebamme machen lassen. Mit der Zusatzinformation läßt sich sehen, ob das Wachstum insgesamt zurückbleibt. Vergleichsmessungen wären dabei von Vorteil.
Beim Essen kommt es eher daraf an was Sie essen. Wenn Sie als Nahrungsergänzungsmittel Eisen zu sich nehmen, sollten Sie das als erstes lassen. Eisen verdickt das Blut. Dadurch wird es weniger flüssig und das Kind kann weniger Nährstoffe bekommen. Wichtig ist, dass Sie viel Eiweiß zu sich nehmen, also (gutes)Fleisch essen, Milchprodukte (nicht die Fettreduzierten) und frisches Gemüse. Ob Sie genug essen, können Sie am Besten an Ihrer eigenen Gewichtsentwicklung sehen. Bei einem Ausgangsgewicht von 51 kg ist eine Gesamtgewichtszunahme ratsam, die eher über den empfohlen 12 kg für die Schwangerschaft liegt. Falls Sie sich bisher eher zurückgehalten haben, damit Sie nicht zuviel zunehmen, dann wär es besser, wenn Sie immer dann soviel Essen wie Sie Hunger haben und zwischendurch noch einen Quark oder ein Joghurt (mit natürlichem Fettgehalt, bzw. keinen Magerquark).
Eine ausführliche Beratung wie Sie sich am Besten ernähren können Sie ebenfalls durch eine freiberufliche Hebamme bekommen.
Alles Gute, Monika

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