Themenbereich: Geburtseinleitung / Geburtsbeginn

"GEBURTSEINLEITUNG"

Anonym

Frage vom 11.02.2006

Hallo. Ich habe folgende Frage. Bei mir soll auf Druck eines Oberarztes, die Geburt in der 39+1 SSW eingeleitet werden, weil das Kind nur ca. 2700 Gramm wiegt. Fruchtwassermenge, CTG und Doppleruntersuchung waren ohne Besonderheiten. Es ist meine 5. Schwangerschaft und alle meine Kinder waren zwischen 2.500 und 3.300 Gramm schwer bei spontaner Geburt. Ist es jetzt überhaupt sinnvoll die Geburt einzuleiten? Ich persönlich bin für das Abwarten.

Antwort vom 12.02.2006

Hallo, letztendlich sind Sie diejenige, die entscheiden kann, was an Maßnahmen gemacht werden soll und was nicht. Der Oberarzt kann nicht über das Vorgehen entscheiden, sondern Ihnen nur eine Empfehlung geben, der Sie aber nicht folgen müssen. Es gibt Untersuchungen nach denen die Einleitung bei Verdacht auf Mangelentwicklung keinen Vorteil gegenüber einem abwartenden Verhalten bietet. Wenn alle Untersuchungen (besonders Doppler und Fruchtwassermenge) bei Ihnen in Ordnung waren, ist fraglich, ob überhaupt eine Mangelentwicklung vorliegt oder ob es nicht eher einfach so ist, dass Ihre Kinder kleiner sind als der Durchschnitt, wobei die gewichte ja durchaus noch im ganz normalen Rahmen sind. Eine individuelle Einschätzung ist ohne persönlichen Kontakt leider trotzdem nicht möglich. Was ich Ihnen schreibe ist daher nur allgemein. Sie können sich noch mal mit einer Hebamme vor Ort in Verbindung setzen und besprechen, welches Vorgehen für Sie in Frage kommt. Ein individueller Gradmesser für das Befinden des Kindes ist dessen Bewegungshäufigkeit. Einem Kind, dass sich ausreichend häufig und anhaltend bewegt, geht es in der Regel gut.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für eine schöne Geburt, Monika

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