Themenbereich: vorzeitige Wehen

"wie muss ich mich verhalten bei Gebärmutterhalsverkürzung?"

Anonym

Frage vom 21.07.2006

Liebes Hebammenteam, erstmal ein Kompliment für die Sprechstunde! Wirklich sehr informativ. Nun habe ich selber eine Frage: ich bin in der 30. Woche und fühle mich gesund und fit, nur manchmal wird der Bauch hart und spannt. Heute hat meine FÄ einen Druck auf den Muttermund festgestellt. Der Gebärmutterhals ist 30 mm, also vermutlich verkürzt (es gibt aber keinen Vergleichswert, wie lang er vorher war.) Der Muttermund ist geschlossen. Nun bin ich trotzdem für eine Woche krank geschrieben und soll mich schonen. Vermutlich wäre liegen am besten, weil ja dieser Druck da ist, oder? Ich möchte aber gern arbeiten, und das geht nur im Sitzen. Ist das ok? Kann ich zwischendurch auch mal kurz spazieren gehen? Sonst fällt mir garantiert die Decke auf den Kopf. Darf ich zum Geburtsvorbereitungskurs? Vielen Dank für die Antwort und schöne Grüße!

Antwort vom 21.07.2006

Hallo, es ist schwierig Empfehlungen zu geben, die für alle Gültigkeit haben können. Sie selbst müssen abwägen, was Ihnen gut tut und was Sie zu sehr belastet. Auf keinen Fall sollten Sie sich überfordern oder unter Druck setzen. Aber es spricht auch nichts dagegen mal eine Weile am Schreibtisch zu sitzen oder einen Spaziergang zu machen. Sie werden selbst merken ob der Drck dadurch sehr stark wird oder ob Ihnen die mäßige Aktivität eher gut tut und dann können Sie auch entsprechend handeln. Sie können in den Geburtsvorberitungskurs gehen. Es gibt dariin ja sicher auch vieles was Ihnen gut tut, z.B. Entspannungsübungen, Informationen bekommen, Atmung. Alles Was Sie körperlich zu sehr belastet brauchen Sie ja nicht mitmachen. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme darüber, dann kann Sie Ihnen raten, ob Sie z.B. eine bestimmte Übung bedenkenlos mitmachen, vorsichtig probieren oder von vorne herein weglassen können. Die echten Frühgeburten kündigen sich meist vorher nicht an und die Frauen, bei denen sich der Gebärmutterhals verkürzt o.ä. gehen nicht selten noch über den Termin. Wenn ganz akut mit einer Frühgeburt zu rechnen wäre, dann hätte Ihr Arzt Sie sicher in eine Klinik eingewiesen. da das nicht der fall ist, ist der befund sicher auch nicht so besorgniserregend, dass Sie nun auf alles verzichten müssten.
Alles Gute, Monika

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