Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"singuläre Nabelschnurarterie"

Anonym

Frage vom 21.07.2006

Hallo liebes Hebammenteam,
bei einer normalen Routineuntersuchung wurde bei mir ( 29 Jahre, 34.SSW ) durch Zufall eine singuläre Nabelschnurarterie festgestellt. Bisher war die Entwicklung meines Babys bei allen 3 Screenings absolut unauffällig, auch die CTGs ( bekam aufgrund vermuteter Wehen schon mehrere ) zeigten keine Besonderheiten. Habe nun gelesen, dass diese Besonderheit häufig ( in 30 - 50 %!!!) auf eine Behinderung oder andere Fehlbildungen hinweist. Habe erst in über einer Woche die Feindiagnostik und mache mir nun große Sorgen!!! Wie hoch ist die Chance, trotz dieser Besonderheit ein gesundes Kind zur Welt zu bringen? Vielen Dank schon jetzt!

Antwort vom 22.07.2006

Hallo, es ist sehr fraglich, was dieser Befund zum jetzigen Zeitpunkt der Schwangerschaft noch für einen Sinn machen kann. Meistens wird dieser befund erst nach der geburt zufällig festgestellt und ganz überwiegend sind es ganz normale Kinder, die es betrifft, da bei schweren behinderungen zuerst die Behinderung festgestellt wird und dann die Besonderheit der Arterie. Rein statistsich ergibt sich schon aus der Zahl der Behinderungen (30-70%) dass 50-70% der Kinder völlig gesund sind. Der %-Satz für Sie individuell dürfte eher deutlich höher liegen, da bisher keine anderen Auffälligkeiten festgestellt wurden und ein gewisser %-Satz der Kinder mit Fehlbildungen von selbst vorher abgeht. Versuchen Sie gelassen zu bleiben und Vertrauen in sich und das Kind zu haben. Sie haben eine recht große Chance, dass das Kind völlig gesund ist und auch wenn eine Behinderung vorliegt, heisst es ja nicht, dass diese auch schwer oder nicht behandelbar ist. Eine Krankheit kann jeden zu jeder Zeit treffen und dann gilt es immer zu sehen was machbar ist und trotzdem nicht den Mut zu verlieren.
Ich drück Ihnen die daumen, dass alles gut verläuft, Monika

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