Themenbereich: Schlafen

"Ist abstillen eine Lösung?"

Anonym

Frage vom 07.05.2007

Liebes Hebammenteam,
mein Sohn ist 8 Monate, nach einer kurzen Durchschlafphase im dritten und vierten Lebensmonat, schläft er seitdem nicht mehr durch. Seit gut zweieinhalb Monaten wird er nachts ca. dreimal wach. Seit dem 6. Lebensmonat füttere ich zu, er erhält bis jetzt neben der Brust 2 Mahlzeiten: Gemüsebrei (Möhren mit Kartoffeln selbstgekocht )und Dinkelbrei mit frischem Obst. Er geht um 20 Uhr ins Bett und schläft ohne Probleme ein. Ca. um 23 Uhr meldet er sich das erste Mal, dann um 1-2 und um 4-5 Uhr. Er schreit dann sofort von null auf hundert wie am Spieß. Er lässt sich durch nichts anderes als der Brust beruhigen. Ich habe bereits die Breie umgestellt und gebe ihm abends das Gemüse, weil ich gehört habe, dass das Vitamin C im Obst für Schlafprobleme sorgen kann, allerdings hatt sich seit dem nichts geändert. Ich habe auch probiert ihm anstatt der Brust Tee zu geben, dann schreit er sich noch mehr ein, ihn schreien lassen bringe ich nicht übers Herz und bin mir nicht sicher, ob dies überhaupt etwas bringt. Soll ich abstillen und ihm die Flasche geben? Ich habe das Gefühl, dass er wenn er aufwacht die Nähe und Geborgenheit sucht, wie kann ich ihm diese anders als mit der Brust geben? Sollte ich die Nachmittagsmahlzeit ebenfalls durch Brei ersetzen oder die Ernährung umstellen? Oder soll ich seinen Mittagsschlaf von gut 2 Stundenverkürzen? Denke allerdings, dass er diesen braucht. Wir sind derzeit echt erledigt und sehnen uns nach einer Lösung.

Antwort vom 07.05.2007

Hallo!Wenn sie sicher sind,daß er satt ist und ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen hat, müßte er die Nacht zumindestens bis ca. 5 Uhr durchschlafen können ohne Nahrungsaufnahme. Sie sollten Ihm abends den Vollkornbrei mit Milch/Wasser(evt.Flschenmilchpulver verwenden, wenn Allergien bekannt sind) anrühren und etwas Obst zugeben. Sie könnten ihm einen Teil mit Löffel und den Rest mit einer Flasche mit Breisauger füttern(so wird sein Saugtrieb befriedigt).Außerdem können Sie ihm nachmittags einen Obstgetreidebrei füttern. Sie sollten ihm auch immer Wasser zu den Mahlzeiten anbieten.
Sollte er trotz ausreichend Essen nicht schlafen wollen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig als sich ihm zu verweigern. Er entwickelt langsam einen eigenen Willen. Was sicher gut ist, aber wenn Ihre Ertragensstufe erreicht ist, ist es an der Zeit ihm unmißverständlich und konsequent klar machen, daß Sie nachts nicht 3 Mal stillen möchten. Manchmal hilft es, wenn immer der Vater zu dem Kind geht, denn bei Ihnen ist er auf die Brust konditioniert. Das wird nicht in 2-3 Tagen geschehen, sondern unter Umständen auch 2 Wochen dauern. Wichtig ist, daß Sie und Ihr Mann sich einig sind und deutlich machen, was Sie wollen. Den Mittagsschlaf sollten Sie nicht manipulieren, aber Sie sollten darauf achten, daß er zu weit in den Nachmittag hinein geht.Alles Gute.
Cl.Osterhus

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