Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Kann ich nach ICSI noch auf eine intakte Schwangerschaft hoffen?"

Anonym

Frage vom 13.06.2007

Guten Tag, liebes Hebammenteam!
Ich bin nach einer 1 ICSI in Linz in 6+5 SSW. Die Punktion war am 11.05 und der Transfer am 16.05. Ich habe 2 Blastozyten zurĂŒck bekommen. Am 14 Tag nach Transfer war der Urintest positiv und HCG-Wert 380,
am 16 Tag - 854. Wir habe uns sehr gefreut, daß es beim ersten mal geklappt hat. Ich bin 39 Jahre alt.Und wir haben nach 6 erfolglosen ICSIs und 7 Jahre Pause nochmal versuchen wollen.Und dann der Schock! In 5+4SSW war ich bei der Ultraschallkontrolle in Erlangen da war keine FruchthĂŒlle zu sehen.HCG-Wert - 1872. Verdacht auf eine EL-SS. Nach 2 Tagen ( 6SSW ) war ich nochmal beim Ultraschall , wieder nichts zu sehen. HCG nur 2264.Lt. US " kein sicherer Anhalt fĂŒr intrauterine FrĂŒhgraviditĂ€t,sehr wenig freie FlĂŒssigkeit im Douglas".Sie haben gesagt es wĂ€re noch zu frĂŒh, um die EL-SS zu erkennen.Ich habe keine Blutung, nur leichtes Ziehen und Brennen im Unterbauch. Ab und zu Stechen mal li. mal re. Dann habe in Linz angerufen. Mein Dok. sagte ich soll vorbeikommen, er möchte es selber anschauen. Am 11.05 ( 6+4SSW ) war ich dort. HCG-3579. Und er hat am Anfang eine kleine Fruchtblase ca 3-4mm gesehen. Dann wurde er immer unsicherer. Der Fruchtsack sollte fĂŒr die Zeit grĂ¶ĂŸer sein. Und Hcg-Wert steigt sehr langsam an.Er hat mir zur einer Laparoskopie oder Ausschabung geraten. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben... wenn er schon was gesehen hat... Oder meinen Sie es gibt keine Chance mehr? Ich habe bis jetzt keine Beschwerden, keine Schmierblutungen. Ich wollte erstmal abwarten und in einer Woche zum US gehen. Was Meinen Sie dazu? Oder ist es sehr riskant? Da bin ich sehr verunsichert, weiß nicht was ich machen soll...Ich bedanke mich jetzt schon ganz herzlich fĂŒr Ihre Antwort!
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Antwort vom 13.06.2007

Hallo, auch nach einer ICSI besteht kein Grund so frĂŒh und so hĂ€ufig das frĂŒhe Wachstum zu beobachten. Mir ist nicht bekannt, dass eine Eileiterschwangerschaft ĂŒberhaupt möglich ist. Immerhin mĂŒsste das befruchtete Ei dann ja den Weg zurĂŒck durch die GebĂ€rmutter bis in den Eileiter schaffen. Im Eileiter sind kleine HĂ€rchen, die das Ei normalerweise vom Eierstock in die GebĂ€rmutter leiten. Eine RĂŒckwĂ€rtsbewegung halte ich fĂŒr unwahrscheinlich. In 5+4 ist sehr hĂ€ufig noch nichts von der Schwangerschaft zu sehen. Sie deshalb mit einer unwahrscheinlichen Vermutung zu konfrontieren halte ich nicht fĂŒr sonderlich angemessen. Ein US nur zwei Tage spĂ€ter: Was soll sich in so kurzem Abstand verĂ€ndert haben? Inzwischen hat Ihr FA ja eine Fruchtblase in der GebĂ€rmutter gesehen, der HCG-Wert ist kontinuierlich angestiegen. Damit besteht fĂŒr mein Empfinden ebenso wie fĂŒr Ihr eigenes, Hoffnung darauf, dass sich auch eine Schwangerschaft entwickelt. Normalerweise setzt von selbst eine Blutung ein, wenn sich die Schwangerschaft nicht richtig entwickelt. Normalerweise sinkt der HCG-Wert dann auch. Es gibt keinen Grund diesem Prozess durch eine Ausschabung vorauszueilen. Ich rate Ihnen einen deutlichen Abstand bis zur nĂ€chsten Untersuchung einzulegen und einem Eingreifen nur zuzustimmen, wenn Sie selbst von nder Notwendigkeit ĂŒberzeugt sind.
Ich drĂŒck Ihnen die Daumen, dass es klappt und wĂŒnsch Ihnen alles Gute, Monika

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