Themenbereich: Beginn der Beikost

"Beikosteinführung und Flüssigkeit"

Anonym

Frage vom 30.03.2009

Hallo,

meine Tochter ist heute genau 6 Monate alt. Wir haben bis vor 10 Tagen voll gestillt ohne jeglicher zusätzlicher Flaschenmilch, Tee, Wasser oder Brei. Vor 10 Tagen haben wir nun Mittags eine Breimahlzeit (erst Früh-Karotten, dann Karotten mit Kartoffeln) eingeführt. Das Essen hat sofort gut funktioniert und mittlerweilen schafft sie ein ganzes Gläschen mit 190g und wir stillen auch nicht mehr danach. Das Problem ist nun das sie zusätzlich nichts trinkt. Ich habe mittlerweilen die verschiedensten Flaschen und Becher probiert und von Fencheltee über Kräutertee und normalem Wasser auch alles angeboten. Beim Stuhl merkt man das er immer etwas härter wird und ich habe einfach den Eindruck das ihr etwas Flüssigkeit fehlt.

Meine Frage nun: Soll ich wieder weniger Brei geben? Soll ich nach der Mittagsmahlzeit wieder anfangen zu stillen? Eigentlich wollte ich langsam als nächstes eine Abendmahlzeit und dann eine Obstmahlzeit am Nachmittag einführen - ist das okay wenn sie noch nichts trinkt oder sollen wir das erst machen wenn es mit dem trinken funktioniert?

Meine Tochter trinkt noch recht gerne an der Brust und ich möchte ihr daher auch nicht das Gefühl vermitteln sie dürfte nicht mehr bei mir trinken wenn ich ihr die flasche anbiete. Ich möchte auch wenn möglich langsam abstillen und zumindestens eine Stillmahlzeit noch etwas länger beibehalten....

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

Antwort vom 31.03.2009

Hallo, der Beginn der Beikost bedeutet nicht das Ende des Stillens. Wenn Sie und Ihr Kind das Stillen genießen, spricht nichts dagegen auch weiterhin Muttermilch als einzige Flüssigkeit zu geben. Lassen Sie sich beiden die Zeit, die Sie brauchen. Sie können Ihre Tochter nach dem Mittagsbrei noch an der Brust trinken lassen, wenn Sie meinen, dass Sie noch Flüssigkeit zusätzlich braucht. Empfohlen wird das Stillen für mindestens ein Jahr und die Beikost ist nur zusätzlich, kann sich langsam steigern und sicher wird Ihre Tochter irgendwann von alleine etwas anderes trinken. Lassen Sie sich nicht von vorgefertigten Schemen zur Beikosteinführung unter Druck setzen. Sie sind die Expertin für Ihr Kind. Die nächste Mahlzeit können Sie auch gemächlich angehen mit Beikost und zusätzlichem Stillen, wenn sich Verdauung und Flüssigkeitshaushalt normalisiert haben.
Alles Gute, Monika

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