Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Wie lässt sich verhindern, dass das Kind zu schwer wird?"

Anonym

Frage vom 16.12.2010

Hallo,
ich werde im Juli mein 2. Kind bekommen, meine erste Geburt war 2009.
Es wurde 1 Woche nach dem EGT eingeleitet, weil mein Sohn sich beim CTG kaum mehr bewegte. Auch wurde die Blase gesprengt, ich bekam aber kaum Wehen. Mein Muttermund war 7 cm offen.
Mein Sohn senkte sich trotz allem nicht ins kleine Becken und so riet man mir zum KS, da es "irgendeinen guten Grund" gebe, warum er sich nicht senken konnte und man wollte nicht warten, bis sich seine Herztöne verschlechterten. Die Hebamme deutete auch an, dass es ein großes Kind sei und es besser sei, ihn zu holen, damit er nicht mit der Schulter stecken bleibt.
Im Mutter-Kind-Pass stand dann als Diagnose "Schädel-Becken-Missverhältnis". Er hatte bei der Geburt 4600g und 36cm Kopfumfang. Mein Mann und ich waren bei der Geburt nicht so schwer, auch war mein Glucosetoleranztest in der 25.SSW unauffällig.
Warum war mein Kind so groß? Warum hatte ich kaum Wehen? Und was mich vor allem beschäftigt: wenn das nächste Kind wieder so groß ist, wird es automatisch wieder ein Kaiserschnitt, weil mein Becken zu klein ist? Ich würde sehr gerne spontan entbinden! Gibt es eine Möglichkeit zu "verhindern" dass das Baby wieder so schwer wird?
Danke für Ihre Antwort!

Antwort vom 18.12.2010

Hallo, es ist möglich, dass die Wehen sich nicht so durchsetzen konnten, weil das Kind recht schwer und damit die Gebärmutter "überdehnt" war.
Es muss nicht sein, dass das nächste Baby genauso schwer wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Spontangeburt ist größer, wenn die Geburt auf natürlichem Wege beginnt und das Baby Zeit hat eine optimale Position zum Eintritt ins Becken einzunehmen.
Das Gewicht des Babys lässt sich etwas durch die Ernährung der Mutter beeinflussen. Auch wenn der Glukosetoleranztest in Ordnung war, lohnt es sich komplett auf Zucker zu verzichten, vor allem auch auf zuckerhaltige Getränke, Obstsäfte und Obst in größeren Mengen. In der Schwangerschaft wird Fruchtzucker anders verwertet als außerhalb und er kann zu einem stärkeren Wachstum des Kindes beitragen. Statt dessen lieber ungesüßten Tee und Wasser trinken und Salat statt Obst. Außerdem Vollkornprodukte statt Weißmehl, weil sie einen kontinuierlicheren Zuckerstoffwechsel gewährleisten.
Der Kopfeintritt des Kindes ins Becken kann durch Übungen gefördert werden, die Ihnen eine Hebamme zeigen kann.
Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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