Themenbereich: Flaschennahrung

"Probleme beim Füttern des Kindes"

Anonym

Frage vom 09.03.2011

Hallo,
meine Tochter (4 Monate) kam in der 35. SSW zur Welt. Leider hat es mit dem Stillen nicht so geklappt, dass ich relativ schnell auf Flaschennahrung zurückgreifen musste. Ich habe mit Alete Pre begonnen - allerdings hat sie davon Verstopfungen bekommen. Danach habe ich eine Zeitlang mit Aptamil Comfort gefüttert - die Verstopfungen waren weg, dennoch hat sie bei jeder Flasche geschrieen. Es war ein permanenter Kampf, ihr die Flasche zu geben. Sie hat Hunger, aber gleichzeitig grummelte es im Bauch und die Blähungen drückten. Es kamen Überlegungen auf, dass sie eventuell eine Milchunverträglichkeit hat. Daraufhin habe ich nun auf Humana laktosefreie Milch umgestellt. Die ersten 4 Tage waren auch super - die Flaschen wurden ohne großes Aufsehen getrunken und meine Tochter war satt und zufrieden. Nachteil dieser Nahrung sind nun wieder Verstopfungen, die derzeit nur mit dem Fieberthermometer behoben werden können. Seit zwei Tagen schreit meine Tochter nun wieder bei den Mahlzeiten, was ziemlich an meinen Nerven zerrt. Auf der einen Seite hat sie Hunger und auf der anderen Seite hat sie Angst vor der Flasche. Allein, wenn sie die Flasche sieht, fängt es in ihrem Bauch an zu grummeln und sie beginnt zu schreien. Sie steigert sich auch so in das Schreien, dass ein Beruhigen sehr schwer fällt.
Alle Flaschen bereite ich mit etwas Fencheltee zu und zwischendrin bekommt sie auch Fencheltee.
Um die Blähungen bzw, die Verdauung einfacher zu gestalten, habe ich auch schon Windsalbe, Kümmelzäpfchen, Kümmeltee und probiotische Tropfen probiert. Erfolglos - ich habe das Gefühl, dass der Kümmel alles noch schlimmer macht.
Trotz mehrfachem Vorstellen beim Kinderarzt konnte er mir auch nicht weiterhelfen. Bei Arzt ist sie immer die Zufriedenheit in Person und albert mit allen rum. Am Anfang dachte ich noch an die Dreimonatskolliken - aber die Zeit ist auch schon rum und es wird eher schlimmer als besser.
Es tut mir in der Seele weh, wenn sie sich in das Schreien so reinsteigert. Es wäre schön, wenn die Ernährung/das Flaschegeben mal wieder ohne Geschrei funktionieren würde. Damit wäre uns sicher allen geholfen.
Ich weiß im Augenblick nicht weiter, wie ich meiner Tochter und mir helfen kann. Ich freue mich auf einen Input/Rat von Ihnen. Vielen Dank bereits im Voraus.
Viele Grüße

Antwort vom 11.03.2011

Hallo,
das ist ein fast klassisches Problem eines Frühchens. Sie könnten noch versuchen eine dünflüssigere Nahrung anzubieten. Die Pre von Aptamil ist so eine und wenn sie diese mit einer Nuk first choice Flasche geben, dann schluckt sie möglicherweise auch weniger Luft mit und hat dadurch auch weniger Bauchweh. Manche Kinder saugen recht stark und ziehen damit auch viel Luft mit in den Magen. Drehen Sie den Sauger ganz fest, dann entsteht nicht so leicht ein Vakuum beim Trinken. Es empfiehlt sich, die Flasche vor dem Füttern vorsichtig einmal um zu drehen, damit Sie sicher wissen, dass sie nicht so locker zugedreht ist, dass die Milch am Sauger rausläuft... Vielleicht kommt Ihr Kind so ein bisschen besser zurecht. Sie haben schon viel ausprobiert und meiner Erfahrung nach hilft oft nur die Zeit, bis der Darm sich so nach und nach an die Milchnahrung gewöhnt hat und das braucht bei Frühgeborenen Kindern oft deutlich länger als die angesprochenen drei Monate. LG Judith

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