Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Plazenta und Nabelschnur: Was heißt Insertio velamentosa?"

Anonym

Frage vom 27.02.2013

Liebes Hebammenteam,
ich bin momentan in der 22. SSW und bislang entwickelt sich das Baby zeitgemäß und gut. Heute hatte ich nun den Organultraschall und meine Frauenärztin hat ein Hinterwandplazenta mit randständigem Nabelschnuransatz vermutet. Um sicher zu gehen, habe ich eine Überweisung zur Pränataldiagnostik bekommen, wo ich dann in 3 Wochen einen Termin habe. Auf der Überweisung steht nun Verdacht auf Insertio velamentosa. Was genau bedeutet das nun? Kann das gefährlich für das Baby werden? Ich will nicht zuviel googeln, das beängstigt immer noch mehr.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Antwort vom 28.02.2013

Insertio velamentosa klingt zwar wie ein Zauberspruch aus "Harry Potter", bezeichnet aber lediglich den Ansatz (= Insertio) der Nabelschnur in der Eihaut (=Fruchtblase) anstatt in der Plazenta, wo er sich meistens befindet. Das kommt relativ selten vor, meist "wurzelt" die Nabelschnur ziemlich mittig in der Plazenta. Ein Ansatz in der Eihaut ist nicht so stabil wie in der Plazenta, das macht aber bis zur Geburt überhaupt nichts aus. Erst nach der Geburt, wenn sich die Plazenta abgelöst hat, wird an der Nabelschnur gezogen, um die Plazenta nach draußen zu befördern. dabei besteht bei der Insertio viel eher die Gefahr, dass die Nabelschnur abreißt. Dann wäre eine Narkose für die Mutter notwendig, um die Plazenta "von Hand" zu holen. Sie sehen, fürs Baby besteht keine Gefahr, die Versorgung erfolgt genau so wie bei einem plazentaren Nabelschnuransatz, nur für die Nachgeburtsperiode ist erhöhte Vorsicht bei der Ablösung der Pl. geboten. Evtl zeigt aber auch die erneute US-Untersuchung, dass die Ansatzstelle zwar nicht mittig sondern eher am Rand der Pl. (="randständig"), aber auch nicht in der Eihaut ist, dann gibt's kein Problem. Alles Gute für Sie beide!

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