Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Soll ich die Nackentransparenzmessung durchführen lassen?"

Anonym

Frage vom 13.11.2005

Ich bin jetzt in der 12. Schwangerschaftswoche, es ist alles okay, die Hände die Füße der Herzschlag alles deutlich erkennbar und in Ordnung.Ich bin 23 Jahre und mein Frauenarzt hat mich über diese Nackentransparenzmessung aufgeklärt über eine eventuelle Behinderung des KIndes ausschließen zu können! Ich kann mich nicht entscheiden diese Untersuchung kostet 90 Euro und wenn ja etwas festgestellt werden sollte , glaube ich kaum das ich den Embryo abtreiben lassen würde. Was ist Ihre Meinung? Schwere Entscheidung da ich es in spätestens einer Woche mir überlegt haben sollte!!!
Die Gedanken kreisen sich nur noch ist mein Baby gesund oder krank.....
Vielleicht haben Sie ja einen Rat für mich, um mir meine Entscheidung leichter zu machen.
Vielen Dank schon im voraus.
Marion

Antwort vom 13.11.2005

Hallo, eigentlich werden alle Leistungen, die sinnvoll sind, von der Krankenkasse bezahlt. Bei der Nackenfaltenmessung können Sie eine Behinderung weder sicher feststellen, noch sicher ausschließen. Auffällige Ergebnisse ziehen weitere Untersuchungen nach sich, die Sie eventuell auch noch bezahlen müssen. Das ganze verunsichert dann ungemein und wenn ein Schwangerschaftsabbruch für Sie nicht in Frage kommt, macht die Untersucherei für Sie gar keinen Sinn, weil es nur wenige Behinderungen gibt, die sich schon während der Schwangerschaft behandeln lassen und die lassen sich durch di Nackenfaltenmessung nicht feststellen. Häufig kommt es nur zu einer Verdachtsäußerung in Folge der Untersuchung, die eine Schwangerschaft sehr belasten kann, weil sich dann erst recht an nichts anderes mehr denken lässt. Die Beziehungsaufnahme zum Kind kann dadurc nachhaltig gestört sein. Ich habe schon mehrmals erlebt, dass die ganze Schwangerschaft überschattet war von dem Verdacht und letztendlich ein ganz gesundes Kind geboren wurde. Es ist daher gut, dass Sie sich vorher Gedanken darüber machen, ob Sie überhaupt ein Untersuchungsergebnis wollen und welche Konsequenzen Sie daraus überhaupt ziehen können.
Wenn für Sie ein Schwangerschaftsabbruch nicht in Frage kommt, dann hat sich die Untersuchung eigentlich erübrigt und Sie können das Geld für etwas ausgeben, dass Ihnen Freude bereitet. Abnehmen kann Ihnen diese Entscheidung leider niemand und ein Ratschlag ist in dieser eher ethischen Frage auch nicht pauschal möglich. Sie haben immer die Möglichkeit zusätzlich zu den ärztlichen Untersuchungen eine Hebamme in Anspruch zu nehmen oder eine Schwangerenberatungsstelle aufzusuchen, mit denen Sie gemeinsam herausfinden können welcher Weg für Sie der Richtige ist. Im Internet finden Sie dazu auch gute Informationen unter http://www.cara-beratungsstelle.de/, wenn Sie weitere Infos benötigen.
Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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