Fieberkrampf | Fieberkrampf Baby

Fieberkrampf – was tun?

Fieberkrampf
Fieberkrämpfe wirken lebensbedrohlich, stellen aber in der Regel keine akute Gefahr dar. Betroffen sind meistens Kinder ab einem Alter von sechs Monaten bis zu sechs Jahren. Als Auslöser gilt ein plötzlicher Temperaturanstieg. Woran ihr einen Fieberkrampf erkennt und was dann zu tun ist, erfahrt ihr hier.

In den ersten Lebensjahren kann es bei etwa zwei bis fünf Prozent der Kinder zu einem Fieberkrampf kommen, bei einem Drittel davon ist es kein einmaliges Ereignis. Besonders häufig treten sie im Alter von ein bis drei Jahren auf. Die meisten Fieberkrämpfe sind unkompliziert und dauern in der Regel ein bis drei Minuten. Generell wird empfohlen, bei einem Fieberkrampf einen Arzt zu Rate zu ziehen. Die Krampfanfälle hinterlassen normalerweise keine bleibenden Schäden, auch keine Verhaltens- oder Entwicklungsstörungen. Man unterscheidet jedoch zwischen zwei Arten des Fieberkrampfs.

Unkomplizierter Fieberkrampf: Symptome

Die typischen Merkmale eines sogenannten unkomplizierten Fieberkrampfs sind folgende:

  • Dauer unter 15 Minuten
  • symmetrische, rhythmische Muskelkrämpfe und Muskelzucken an beiden Armen und Beinen
  • steif werden des gesamten Körpers
  • Fieberanstieg
  • Bewusstseinsverlust
  • Verdrehen der Augen
  • Blauverfärbung der Haut um den Mund herum
  • weniger Atemzüge
  • Speichelfluss
  • zum Teil einnässen
  • anschließend tiefer Schlaf

Hilfe beim unkomplizierten Fieberkrampf

  • ruhig bleiben
  • auf die Länge des Krampfes achten
  • das Kind möglichst aufrecht lagern oder halten, darauf achten, dass es gut Luft bekommen kann und keine spitzen, scharfen oder kantige Gegenstände mit Verletzungsgefahr in seiner Nähe sind
  • das Kind nicht gewaltsam festhalten und ihm nichts zwischen die Zähne schieben
  • das Kind nicht schütteln
  • dem Kind kein Trinken oder Essen geben (Erstickungsgefahr)
  • bei Verschluckungsgefahr (z.B. bei Erbrechen) stabile Seitenlange anwenden
  • falls für das Kind schon vorhanden, entsprechendes Arzneimittel geben (meist Diazepam)
  • den Kinderarzt, den ärztlichen Notdienst oder den Notarzt kontaktieren
  • nach dem Fieberkrampf muss das Kind in der Regel vom Kinderarzt gesehen und untersucht werden

Komplizierter Fieberkrampf: Symptome

Ein komplizierten Fieberkrampf zeichnet sich dadurch aus, dass er länger als 15 Minuten andauert, die Symptome nur einseitig auftreten oder nur an einer Stelle beginnen, sich der Anfall innerhalb von 24 Stunden wiederholt oder er außerhalb des typischen Alters (sechs Monate bis sechs Jahre) auftritt.

Hilfe beim komplizierten Fieberkrampf

  • falls für das Kind vorhanden, entsprechendes Arzneimittel geben (meist Diazepam)
  • wenn der Anfall nach drei Minuten nicht aufhört, den Notarzt rufen
  • aber auch sonst mit dem Kind einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen
  • ein solcher Anfall durch weitere Untersuchungen genauer abklären lassen

Ursachen: Fieberkrampf

Aufgrund seiner Unreife reagiert das kindliche Gehirn in einer bestimmten Entwicklungsstufe wesentlich empfindlicher auf einen schnellen Temperaturanstieg und ist besonders empfänglich gegenüber Krampfanfällen. Auch genetische Ursachen können eine Rolle spielen: bei Kindern, die Fieberkrämpfe haben, finden sich meist auch andere in der Familie, die in ihrer Kindheit daran litten. Aber vollständig sind die Gründe für Fieberkrämpfe noch nicht bekannt.

Kann man Fieberkrämpfen vorbeugen?

Es gibt keine Maßnahmen, die einen Fieberkrampf verhindern können, noch nicht einmal fiebersenkende Arzneimittel. Man kann lediglich darauf achten, das Kind in der „Frierphase“ des Fieberanstiegs warm zu halten, es bei hohem Fieber nicht zu beunruhigen oder aufzuregen und den heißen Kopf an der Stirn mit einem Waschlappen kühlen.

Weiterlesen:
Sollte jeder haben

Mit dem richtigen Equipment könnt ihr schnell auf die Wehwehchen und Erkrankungen eurer Kinder reagieren. Folgendes gehört in die Hausapotheke für das Baby

Kindersprechstunde - Dr. med. Michaela Glöckler

Das Buch "Kindersprechstunde" von Michaela Glöckler ist ein ärztlicher und pädagogischer Ratgeber, der Kinderkrankheiten und ihre Therapie darstellt. Mehr

Ganzheitliche Medizin

Mit dem Grundsatz "Ähnliches mit Ähnlichem behandlen" ist die Homöopathie eine sanfte, wirksame Heilmethode. Viele Eltern nutzen die Vorteile der Homöopathie für Kinder

Hebammenrat:
  • Was tun bei Fieberkrampf?
  • Es ist richtig, dass Sie danach bei Ihrem Kinderarzt waren. Gerade Säuglinge und Kleinkinder können aufgrund eines zu schnellen Fieberanstieg mit einem Krampf...
  • ab welcher Temperatur Fieberzäpfchen?
  • Das hängt sehr vom Verhalten des Einzelnen Kindes ab. Manche Kinder neigen zu Fieberkrämpfen, da sollte man mit Hilfe von Zäpfchen dafür sorgen, dass die Te...
  • Erneuter Husten und Schnupfen bei 20 M altem Kind vermeidbar?
  • Gerade dann, wenn die Kinder z.B. beginnen, in eine Kita oder in den Kindergarten zu gehen, wird das Immunsystem geforderd durch den ständigen und engen Kontak...
Meinungen aus der Community:
  • Fieberkrampf
  • Hallo, ist noch jemand in der wirklich schrecklichen Lage,das das Kind an Fieberkrämpfen leidet??? Unsere süße ist jetzt fast 1,5Jahre und hatte im August ...
  • von Engel1979
    26.11.2010 20:25:28
  • Fieber
  • Hi, wollte nur mal schnell wissen, ab wieviel Grad Temp. Ihr ein Zäpfchen gebt ? Danke für Eure Antworten !!
  • von linora
    10.11.2008 14:09:26
  • Bald gehts los 2.0 Wer ist mit dabei?
  • Hallo habe bereits eine 15 monate alte Tochter und jetzt wird nächste Woche meine Spirale entfernt. Da wir entschieden haben nun doch nicht so lang auf Nr.2 zu...
  • von Tinka24
    10.02.2012 08:14:28