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Checkliste

Schadstofffreies Baby-Zubehör

Leider kommt es auch in Deutschland trotz strengerer Kontrollen nach wie vor zu Schadstoffbelastungen bei Babysachen. Der empfindlichen Babyhaut fehlen die notwendigen Abwehrstoffe, sodass dies zu Allergien, Vergiftungen oder gar Schädigungen des Nervensystems führen kann.

Eltern sollten sich daher unbedingt mit dem Thema befassen, um möglichst schadstofffreies Babyzubehör zu kaufen. Häufige Schadstoffe in Babyzubehör sind etwa:

  • PAK
  • BPA
  • Chlor
  • Pestizide
  • Formaldehyde
  • Schwermetalle
Diese und weitere Schadstoffe stellen für Babys ein Risiko dar. Es ist daher am besten, bereits in der Schwangerschaft eine Checkliste für schadstofffreies Babyzubehör zu machen. Wir zeigen euch wie!

Matratzen und Schlafsäcke

Babys schlafen bis zu 18 Stunden und verbringen daher viel Zeit im Bett oder Schlafsack. Deshalb ist besonders hier auf eine schadstofffreie Atmosphäre zu achten, denn sonst sind die kleinen den gefährlichen Stoffen permanent ausgesetzt. Am besten ist es, einen Babyschlafsack oder eine Babymatratze zu kaufen, die nachgewiesenermaßen schadstofffrei ist. Schließlich gibt es keinen Grund, sein Baby einem vermeidbaren Risiko auszusetzen.

Kleidung

Kleidung wird eng am Körper getragen und kann bei Schadstoffbelastung zu Allergien, Hautreizungen oder gar schlimmeren Beschwerden führen. Gerade bei industriell hergestellter Kleidung ist Vorsicht geboten. Rückstände von Schadstoffen sind keine Seltenheit.

Bei Babykleidung solltet ihr also nie sparen. Markenkleidung ist allerdings kein Garant dafür, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Ihr solltet also auf Siegel achten oder Alternativen nutzen. Eine Alternative ist zum Beispiel handgemachte Kleidung. Sie wird oft von Privatpersonen verkauft, die in ihrer Freizeit gerne nähen und stricken.

Geschirr

Geschirr kommt in direkten Kontakt mit Essen, weswegen es möglichst keine Schadstoffe enthalten sollte. Viele Eltern nutzen Geschirr aus Plastik, da es das alltägliche Leben mit Baby erleichtert. Im Grunde ist das in Ordnung, allerdings kann Geschirr aus Plastik Schadstoffe enthalten. Natürliche Alternativen wie Geschirr aus Bambus, Mais oder Holz sollten in Erwägung gezogen werden. Es kann sich anbieten, zumindest teilweise Geschirr aus solchen Materialien zu nutzen.

Beißringe, Schnuller und Babyflaschen

Die ersten Zähne sind für Babys eine unangenehme und häufig sehr schmerzhafte Erfahrung. Viele Eltern nutzen daher Beißringe, um den Babys die Erfahrung angenehmer zu machen. Da sie allerdings ständig darauf herumkauen, sind Schadstoffe selbstverständlich ein Tabu. Dasselbe gilt für Schnuller und Babyflaschen. In der Praxis kommt es leider immer wieder vor, dass sie Schadstoffe wie BPA, Lacke und Weichmacher enthalten.

Das Material allein ist bei Beißringen kein sicheres Indiz für die Schadstofffreiheit. Eltern sollten daher sicherheitshalber Vergleiche und Tests nutzen, um ein geeignetes Produkt zu finden. Des Weiteren sollte man immer auf aktuelle Warnungen achten.

Spielzeug

Ähnliches gilt für Spielzeug, wo es vor allem bei in Fernost produzierter Ware immer wieder Skandale gab. Ihr solltet hier also nicht sparen und auf hochwertiges Spielzeug mit entsprechenden Siegeln zurückgreifen. Helfen können auch Apps für gesundes Einkaufen.

Möbel

Auch Möbel können mit Schadstoffen belastet sein und stellen somit ein Risiko für das Baby dar. Am besten sind in der Regel Möbel aus Massivholz. Bei diesen ist es relativ unwahrscheinlich, dass eine Belastung mit Schadstoffen vorliegt. Anders sieht es hingegen bei Möbeln aus Holzwerkstoffen aus: Beschichtungen, Kleber und Lackierungen können ein Risiko darstellen. Neben der Wahl des richtigen Möbelstücks ist es zudem ratsam, Möbel immer erst auszudünsten, bevor diese ins Kinderzimmer kommen.

Kinderwagen

Der Kinderwagen gehört zu den teuersten Anschaffungen für Eltern und das Baby verbringt mitunter mehrere Stunden am Tag darin. Auch hier könnte bereits mehrfach durch Tests festgestellt werden, dass sowohl Griffe als auch Gurte Schadstoffe enthielten. Ihr solltet also auch beim Kauf eines Kinderwagens vorsichtig sein. Ein hoher Preis ist noch lange kein Garant dafür, dass ein Kinderwagen keine Schadstoffe enthält.

Prüfzeichen und Siegel

In Deutschland gehören diese vier zu den wichtigsten Siegeln zum Ausschließen von Schadstoffbelastungen und anderen Sicherheitsmängeln:

  • Das GS-Zeichen steht für Geprüfte Sicherheit und wird von Institutionen wie dem TÜV vergeben. Es garantiert, dass die gesetzlichen Regelungen bezüglich Schadstoffen und Sicherheit eingehalten werden.
  • Das CE-Zeichen ist ein Zeichen der Europäischen Kommission, das besagt, dass die europäischen Gesetze und Normen erfüllt sind. Allerdings ist das keine Garantie für eine geringe Schadstoffbelastung. Babyzubehör mit dem CE-Zeichen kann Schadstoffe über den gesetzlichen Grenzwerten enthalten. Prinzipiell ist das GS-Zeichen ein besseres Indikator als das CE-Zeichen.
  • Der Blaue Engel wird bei besonders umweltschonenden Produkten vergeben und kann unter anderem bei Spielzeug gefunden werden. Spielzeug, das mit einem Blauen Engel ausgezeichnet wurde, muss für das spielende Kind gesundheitlich unbedenklich sein.
  • Beim VDE-Zeichen werden Schadstoffe nicht berücksichtigt. Stattdessen geht es darum, ob die elektronische Sicherheit bei sachgemäßem Gebrauch gewährleistet ist. Das ist beispielsweise bei elektronischem Spielzeug ein wichtiger Faktor. Das Zeichen wird vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. vergeben.
Zudem sind Tests und Vergleiche eine gute Möglichkeit, um mehr über ein bestimmtes Babyprodukt herauszufinden. Fast alle Anbieter berücksichtigen Kriterien wie Schadstoffe und Sicherheit. Wichtig ist nur, dass Sie darauf achten, lediglich Tests und Vergleiche von seriösen Anbietern zu Rate zu ziehen. Zwei renommierte Anbieter in dem Bereich sind Stiftung Warentest und Öko-Test. Die Ergebnisse beider Institutionen sind vertrauenswürdig.

Raumluft, Böden und Wände

Außer dem Babyzubehör gibt es noch eine Reihe weiterer Dinge, die es zu beachten gilt. Sorgt etwa für eine gute Raumluft und lüftet öfter einmal durch. Gerade Raumduft-, Reinigungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel stellen hier ein Risiko dar. Auch Putzen ohne Chemie ist möglich.

Böden und Wandbeläge können ebenfalls Schadstoffe enthalten, vor allem Vinyltapeten sind nicht zu empfehlen. Am besten sind in der Regel Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Verwendet außerdem nur Farben und Putze für den Innenbereich, am besten auf rein mineralischer Basis.

Zuletzt wäre noch auf den Punkt Elektrosmog hinzuweisen. Das ist zwar kein Schadstoff im eigentlichen Sinne, es gibt aber Hinweise darauf, dass elektromagnetische Felder und Strahlungen schädlich sein könnten. Viele möchten darum auch hier auf Nummer sicher gehen.

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