Spielzeug | Ökologisches Spielzeug

Checkliste Spielzeug

Unsere Hebamme gibt Tipps zum Thema Spielzeug. Denn: Spielzeug muss nicht zwangsläufig aus dem Laden stammen. Im Haushalt finden sich zahlreiche Möglichkeiten das Kind zu "bespaßen“. Zudem hat sich gezeigt, dass einfaches Spielzeug die Fantasie der Kleinen stärker anregt. Aus einem großen Karton kann beispielsweise eine tolle Burg entstehen. Kochlöffel, Töpfe und Deckel sind ebenfalls beliebt. Selbstverständlich sollten dabei schadstoffarme, sichere Materialien und Produkte bevorzugt werden. Natürlich gilt das auch für gekaufte Spielsachen. Nicht jedes Spielzeug ist schadstofffrei oder hinreichend auf Sicherheit getestet. Worauf sollte also beim Kauf geachtet werden? Mit unseren Tipps kann beim Kauf nichts mehr schiefgehen.

Welches Spielzeug ist das Richtige?

  • Das Spielzeug muss dem Alter des Kindes entsprechen. Es sollte nicht über- oder unterfordern. Als erste Orientierungshilfe kann die Altersfreigabe auf der Verpackung dienen.
  • Spielsachen, die das Kind in seinem Lernprozess unterstützen, sind am besten geeignet. Hierbei wird entweder das Gedächtnis trainiert, motorische Fähigkeiten wie beispielsweise die Hand-Auge-Koordination geschult oder die Kreativität des Kindes gefordert.
  • Überlegen, welche Interessen das eigene Kind zurzeit hat und mit was es gerne spielt.
  • Für Abwechslung sorgen: Dem Kind verschiedene Spielmöglichkeiten bieten und so neues Interesse wecken.
Dieses Spielzeug regt an
Rasseln und Greiflinge sind für die Entwicklung des Babys optimal, da sie dem Säugling eine ganz neue Erfahrungswelt eröffnen. In aller Ruhe können sie das Greifspielzeug untersuchen und anfassen. Bauklötze sind auch ideal zum Spielen. Sie schulen die Motorik und fördern die Kreativität. Mit Handpuppen wird dagegen das Vorstellungsvermögen angeregt.
Memory und Puzzles machen größeren Kindern Spaß und trainieren nebenbei das Gedächtnis.

Beim Kauf von Spielzeug auf Prüfzeichen achten

Der Entdeckungsdrang bei Kindern ist riesig. Dabei landet Spielzeug nicht selten im Mund der Kleinen und wird nach Herzenslust untersucht. Deshalb ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass es frei von Schadstoffen ist. Zur Sicherheit der Kinder gelten seit 2009 neue EU-Richtlinien. Die sind aber laut des Bundesinstituts für Risikobewertung – kurz BfR – nicht ausreichend. Deshalb sollte man beim Kauf von Spielzeug zusätzlich auf folgende Prüfzeichen achten.

  • Das staatliche GS-Zeichen gewährleistet, dass das Produkt schadstoffarm, bruchsicher und elektrisch einwandfrei ist.
  • Der Unabhängige Verein „spiel gut“ informiert und zeichnet seit 1955 Spielzeug und Spiele aus. Die Kriterien für das Siegel beziehen sich nicht nur auf Schadstoffe, sondern auch auf den pädagogischen Gehalt.
  • Das VDE-Prüfzeichen, vergeben durch den Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V., garantiert elektrische Sicherheit „bei sachgemäßem Gebrauch“ des Spielzeugs. Allerdings bleiben Schadstoffe bei dieser Prüfung unberücksichtigt.
  • Der Öko Tex Standard 100, herausgegeben von der internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie, zeichnet schadstoffgeprüfte Textilien und Stofftiere aus.
  • Stiftung Warentest und Öko-Test prüfen Spielzeug hinsichtlich ihrer Sicherheit und des Schadstoffgehalts.
  • Das Tüv Rheinland Proof-Siegel – erkennbar durch ein Teddybär-Zeichen – zeigt, dass das Spielzeug auf Schadstoffe geprüft wurde.

babyclub.de Team-Hinweis: Das gesetzlich vorgeschriebene CE-Siegel ist kein Prüfsiegel. Letztendlich zeigen Produkte mit der CE-Kennzeichnung nur an, dass sie den Anforderungen der EU an den Gesundheitsschutz, an Sicherheit und Umweltschutz genügen.

Wie erkannt man mögliche Schadstoffe im Spielzeug?

  • Holzspielzeug sollte idealerweise unlackiert, aus einheimischen Hölzern gefertigt und unverleimt sein, sodass keine Schadstoffe durch die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Falls Lack vorhanden ist, sollte er speichel- und schweißecht sein. Dabei einfach auf Produkte mit dem Aufdruck DIN 53160 achten.
  • Kein Spielzeug kaufen, das stark chemisch riecht. Hier sind gesundheitsschädliche Stoffe nachweisbar.
  • Löst sich beim Spielzeug Farbe oder Lack, ist das Produkt nicht hochwertig. Mit dem Fingernagel einfach an einer kleinen Stelle über die Oberfläche von Bagger, Rassel & Co. kratzen.
  • Hinterlässt das Produkt Farbspuren auf den Händen, lieber die Finger davon lassen.
  • Plüschtiere sollten waschmaschinentauglich sein. Da sie beim Kuscheln direkten Hautkontakt haben, können Plüschtiere vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden. Außerdem bei Stofftieren darauf achten, dass die Augen des Plüschtiers fest angebracht sind. Sonst könnten sie verschluckt werden.
  • PVC-haltiges Spielzeug vermeiden. Darin befinden sich nämlich Blei sowie andere gesundheitsschädliche Substanzen. Wenn bei Kunststoff-Spielwaren nicht angegeben ist, um welches Material es sich handelt, ist meist PVC (Polyvinylchlorid) enthalten. Kunststoffprodukte mit Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder Acetyl-Butyl-Styrol (ABS) sind dagegen unbedenklich. Die Kunststoffarten werden auf der Verpackung häufig mit Zahlen von 01 - 07 wiedergegeben. Die Zahl 03 steht für PVC und die Zahl 05 für Polypropylen (PP).
  • Spielzeug, das mit Duftstoffen versehen ist, kann Allergien auslösen.
  • Beim Kauf nicht den Preis in den Vordergrund rücken. Supergünstige Produkte bestehen meist aus minderwertigem Material und sind schlecht verarbeitet.

Checkliste für den Spielzeugkauf

  • Allgemein gilt: Spielzeug das kleiner ist als ein Tischtennisball, ist für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet.
  • Im Laden Spieluhren, Spielzeughandys & Co. auf die Lautstärke überprüfen. Zu lautes Spielzeug kann das Gehör des Kindes schädigen und die Nerven der Eltern strapazieren.
  • Das Spielzeug ruhig in die Hand nehmen und genau untersuchen. Fallen dabei Ecken und Kanten auf, das Produkt nicht kaufen, damit sich die Kleinen nicht verletzten.
  • Unbedingt darauf achten, dass das Spielzeug dem Alter des Kindes entspricht.
  • Beim Kauf von Spielzeug prüfen, ob sich Teile wie beispielsweise kleine Batterien oder Magnete leicht lösen, die verschluckt werden können.
  • Sind Teile des Spielzeugs aufklappbar oder leicht verschiebbar, könnte es sein, dass sich Kinder beim Spielen die Finger oder andere Körperteile einklemmen.
  • Namhafte Hersteller sind generell an einer Verwendung von hochwertigen Materialien interessiert, da sie einen Ruf zu verlieren haben. Doch letztlich ist auch das kein Garant für ein einwandfreies Spielzeug.
  • Sichergehen woher das Produkt kommt. Auf der Verpackung ist häufig die Adresse des Herstellers und das Ursprungsland aufgedruckt. Fehlt diese Angabe, bleibt das Spielzeug lieber im Regal stehen.
  • Die Aktion „fair spielt“ ist zwar kein Warenzeichen. Dafür setzt sie sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie ein. Hier gibt es eine Liste mit Herstellern, die grundlegende Arbeitsstandards und Menschenrechte einhalten.

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