Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"besteht keine Hoffnung mehr?"

Anonym

Frage vom 14.02.2006

Hallo,
bin total verzweifelt...
Bin rein rechnerisch gesehen in der 10+2 woche...gestern hatte ich einen arzttermin...dabei hat man auf dem normalen ultraschall wieder nichts gesehn und bei der vaginalen untersuchung hat er die fruchtblase und alles gesehn aber er meinte der embryo ist zu klein und es würde nach einer nicht intakten schwangerschaft aussehen...für mich ist eine welt zusammen gebrochen...nun will er morgen nochmal schauen und dann eine ausschabung veranlassen...ist es wirklich sicher dass mein *baby* nicht mehr wächst? die schwangerschaft lief ideal bisher...ohne probleme nur die normalen schwangerschaftsanzeichen und dann plötzlich das? für mich ist eine welt zusammen gebrochen und ich weiß nicht in wie weit ich dem arzt nun vertrauen kann...

bitte helft mir schnell
lg silvi

Antwort vom 14.02.2006

Hallo, Sie müssen sich auf keinen Fall zu einer Ausschabung drängen assen, wenn Sie sich selbst noch nicht sicher sind, dass die Schwangerschaft nicht intakt ist. Normalerweise würde von alleine eine Fehlgeburt einsetzen, wenn der HCG-Wert (Schwangerschaftshormon) tief genug gesunken ist. Das passiert, wenn das Kind abgestorben ist. Eine Ausschabung wegen "verhaltener Fehlgeburt" ist eigentlich nur shr selten nötig, wird aber zur Zeit sehr häufig bereits zu einem frühen Zeitpunkt gemacht. Sind bei Ihnen HCG-Werte bestimmt worden? Haben zwei aufeinander folgende Messungen ein Absinken des HCG-Wertes gezeigt? Ist das Kind bei zwei aufeinanderfolgenden Messungen, die mindestens eine Woche auseinander lagen, überhaupt nicht gewachsen? Wenn Sie diese Fragen nicht mit ja beantworten können, haben Sie zwar auch keine Garantie, aber es könnte sein, dass noch Hoffnung besteht. Übers Internet kann ich Ihre individuelle Situation natürlich nicht beurteilen, ich kann Ihnen aber sagen, dass sich mit Abwarten bei einigen "hoffnungslosen" Ultraschallergebnissen noch eine ganz normale Schwangerschaft herausgestellt hat, nachdem der Termin zur Ausschabung schon stand. Zwei Tage zwischen den Untersuchungen finde ich sehr wenig. Wenn Sie es emotional aushalten, könnten Sie auch eine Woche zwischen den Untersuchungen lassen. Sollte das Kind in der Zeit gewachsen sein, dann können Sie auch weiter abwarten. Hat Ihr Arzt Ihnen gesagt, dass Sie auch abwarten können, ob eine natürliche Fehlgeburt einsetzt? Wenn nicht können Sie mit ihm noch mal darüber reden oder sich mit einer Hebamme in Verbindung setzen. Ich finde die Verarbeitung einer Fehlgeburt ist für die Frauen besser, wenn die Schwangerschaft nicht in Narkose mit einer Ausschabung endet.
Falls Sie sich zu einer abwartenden Haltung entschließen, würden Sie mir einen Gefallen tun, wenn Sie mir vom Fortgang der Schwangerschaft berichten könnten.
Ich drück Ihnen die Daumen, dass alles gut geht für Sie,
Monika

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