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Geschwister

Ein zweites Kind kommt

Geschwister
Wenn ein zweites Kind zur Welt kommt, kann das beim Geschwisterkind eine große Bandbreite an Gefühlen auslösen. Von großer Vorfreude über Eifersucht bis hin zu Verlustängsten müssen Eltern auf alles gefasst sein. Und doch lässt sich die Reaktion aufs Geschwisterchen ein wenig steuern. babyclub.de gibt Tipps, wie das klappen kann.

Wer schwanger ist, möchte das am Liebsten in die Welt hinausschreien. Doch Vorsicht: Jetzt ist es wichtig, mit Bedacht vorzugehen. Denn niemand weiß vorher, wie das Geschwisterkind auf die Nachricht reagieren wird. babyclub.de erklärt, wie Mama die Nachricht schonend an die Geschwister weitergibt, was es bei der Planung der Geburt zu beachten gilt und wie die Eltern am besten auf Eifersucht reagieren können.

Wann sage ich es meinem Großen?

Der Zeitpunkt, wann die Geschwister erfahren, dass Mama wieder schwanger ist, sollte gut gewählt sein. Der richtige Moment hängt vor allem auch vom Alter des Geschwisterkindes ab. Grundsätzlich gilt es, zwei Dinge zu beachten: Erstens, wer dem Geschwisterkind von der Schwangerschaft erzählt, der muss realistisch bleiben. Es beugt Enttäuschungen vor, wenn das große Kind weiß, dass da erst einmal kein neuer Spielkamerad zur Familie stößt, sondern ein hilfloses Wesen, das viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zweitens, egal, wie das Kind reagiert, ob es sich freut, oder wütend wird. Jede Reaktion ist in Ordnung und muss akzeptiert werden. Eltern – und auch alle anderen Erwachsenen in der Familie – sollten das Kind nicht zu freudiger Reaktion nötigen.

Wenn das Große noch klein ist

Ein Kleinkind kann sich noch nicht vorstellen, dass da in Mamas Bauch ein Baby heranwächst. Und dass das neun Monate dauert. Erzählt die Mutter einem Zweijährigen zu Beginn der Schwangerschaft, dass sie ein Baby bekommt – und dann passiert Monate lang nichts – dann muss sie sich nicht wundern, dass das Kleine das nicht versteht. Wenn sich der Bauch sichtbar wölbt und die Bewegungen des kleinen Geschwisterchens zu spüren sind, dann wird es Zeit für eine einfühlsame Erklärung. Dafür braucht es Ruhe, Zuneigung und Berührungen. Eine besonders schöne Atmosphäre für eine besonders schöne Nachricht. Morgens, beim Kuscheln im Elternbett, auf einer Decke an einem sonnigen Tag im Park, einfach innerhalb eines Rahmens, der der ganzen Familie gefällt. Das große Geschwisterkind soll schließlich immer einen angenehmen Moment mit der Nachricht verbinden, an dem auch die Zeit für Antworten auf all seine Fragen war.

Wenn das Große schon in die Schule geht

Ein Schulkind kann sich eher vorstellen, dass bei einer Schwangerschaft ein Baby im Bauch der Mama wächst. Aber ist es wirklich notwendig, ihm die schöne Nachricht möglichst früh zu überbringen? Warum nicht warten, bis es sein Geschwisterchen fühlen kann, wenn es Mama über den gerundeten Bauch streicht? Das muss jede Familie für sich selbst entscheiden, denn die Eltern sind die, die ihr Großes am Besten kennen. Allerdings sollte auch in diesem Alter die frohe Botschaft unbedingt mit einer außerordentlich schönen Erinnerung verknüpft werden.

Wie verhalte ich mich während der Schwangerschaft?

Das ältere Kind muss seinem Geschwisterchen schon vor der Geburt einen Platz in seinen Gedanken und in seinem Leben einräumen. So ist es hilfreich, das Ungeborene bereits als Familienmitglied zu betrachten. Wer viel mit dem Großen redet, wird dem Kleinen einen Platz in dessen Welt reservieren. Und wenn es mit Mama zum Ultraschall darf, kann es sein kleines Geschwisterchen sogar schon vor der Geburt ansehen. Schön ist es auch für Eltern und Kind, wenn gemeinsam Fotoalben gewälzt werden, in denen das Geschwisterkind selbst noch ein Baby war. So hat es eine Vorstellung von der Situation, die da auf es zukommt. Und was man kennt, das fürchtet man nicht mehr so sehr. Rückt die Geburt näher, kann das große Kind aktiv mit einbezogen werden in alles, was ansteht. Wo sollen wir das Babybett aufstellen? Welchen Namen suchen wir aus? Was fehlt noch am Wickeltisch? Wer sein Kind fragt, der wird Antworten erhalten. Das Große fühlt sich mit einbezogen und das kann helfen, die unvermeidliche Geschwister-Eifersucht zu reduzieren.

Die Geburt des Babys

Wenn die Wehen einsetzen, muss oft alles sehr schnell gehen. Dann heißt es vorbereitet sein. Wer kommt und kümmert sich ums große Kind? Auch nachts! Oma, Opa oder enge Vertraute des Kindes sind da sicherlich die beste Wahl.
Wer in Erwägung zieht, alle Familienmitglieder bei der Geburt dabei zu haben – inklusive Geschwisterkind – der muss sich auch mögliche Nachteile eines solchen Erlebnisses vor Augen führen. Diese liegen sowohl auf der Seite der Mutter als auch auf der Seite des Kindes. Kann ich mich bei der Geburt richtig fallen lassen und Schmerzen herausschreien, wenn mein Kind anwesend ist? Habe ich bei einer langen anstrengenden Geburt noch die Kraft, mich um mein Kind zu kümmern? Das sind Fragen, die sich die werdende Mama stellen sollte. Für ein Kind kann das Miterleben einer Geburt alles andere als ein positives Erlebnis sein. Möchte es seine Mutter wirklich in so einer Ausnahmesituation sehen? Der Ablauf einer Geburt ist nicht kindgerecht: Es fließt Blut, es kann Hektik aufkommen, wenn nicht alles optimal läuft, das Kleine sieht seine Mutter, die vor Schmerzen schreit. Solche Dinge wirken auf ein Kind dramatisch, beängstigend und traumatisierend. Es ist möglich, dass es dann genau dieses Erlebnis mit dem Geschwisterchen verknüpft und denkt, dieses sei Schuld daran, dass alle Familienmitglieder diese – als schrecklich empfundene – Situation durchleben mussten.
Wenn die Geburt vorbei ist, sollte das große Geschwisterkind allerdings möglichst schnell zu Mama und seinem Geschwisterchen kommen dürfen. So fühlt es sich nicht ausgeschlossen oder zurückgesetzt. Und vielleicht kann der neue Erdenbürger dem Großen ja sogar ein Geschenk mitbringen.

Das Baby ist da

Jetzt wird es anstrengend. Auf einmal sind da zwei oder mehrere Kinder, die alle gleich viel Aufmerksamkeit für sich beanspruchen. Das Baby bekommt diese Aufmerksamkeit – nur weil es schreit. Es wird gewickelt, gestillt, getragen. Da kann es passieren, dass sich größere Kinder zurückgesetzt fühlen und die Eifersucht ausbricht. Dann hilft nur: ganz viel Einfühlungsvermögen, Zuwendung und Ruhe bewahren. Wer dem Großen erklärt, was er gerade mit dem Baby macht und warum das notwendig ist, der kann auf Verständnis hoffen. Auch kleine Aufgaben zu übernehmen, kann Kindern Spaß machen. Da reicht es manchmal schon, dass sie den Schnuller aufheben oder beim Eincremen helfen. Tägliche Rituale geben zusätzlichen Halt. Gemeinsames Essen, die Gute-Nacht-Geschichte und innige Kuschelrunden – ein strukturierter Tagesablauf eben – vermitteln das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Ganz wichtig: Hat das ältere Kind etwas auf dem Herzen, sollten Eltern unbedingt interessiert zuhören und nach einer Lösung suchen.

Wenn die Eifersucht kommt

Selbst, wenn Mama und Papa sich unheimlich anstrengen, kann es doch passieren, dass die Eifersucht mit dem Kind durchgeht. Und die entlädt sich meist am schwächsten Glied: dem Baby. Diese Ausbrüche reichen von kleinen Neckereien bis hin zur Körperverletzung. Deshalb gilt: Die Kinder niemals alleine lassen. Das große Kind muss ganz klar seine Grenzen kennen, braucht aber auch Verständnis für seine Situation. Man muss ihm vorsichtig vermitteln: Du darfst das Kleine nicht ärgern, ihm schon gar nicht wehtun und Mama und Papa haben dich genauso lieb wie dein Geschwisterchen.

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Geburtsgewicht und -größe sind in erster Linie erblich bedingt, hängen also mit Gewicht und Größe der Eltern zusammen. Daher ist auch logisch, dass sich Ge... Weiterlesen ...

Ich würde mal noch abwarten! Erstens kann sich noch viel tun in dem halben Jahr, das es noch dauert, und zweitens kostet so ein Wagen ja auch ein bisschen was,... Weiterlesen ...

Aus der Community:

  • Hallo ihr Lieben, Ich muss hier mal mein Herz ausschütten und vielleicht geht es jemanden genau so? Mein Mann und ich haben einen 13 Monate alten Sohn u...
  • Hallo! Unsere Tochter heißt Leticia.... welche Namen wären für das Geschwisterchen passend? Hab gar keine Idee, und bitte um Eure Hilfe....
  • Hallo, ich bin 33 Jahre alt und habe eine 8 Monate alte Tochter. Mein Mann und ich wünschen uns noch mehr Kinder. Ich bin mir aber nicht sicher, welcher Alt...

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