Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Ist es zu früh für eine Ausschabung?"

Anonym

Frage vom 20.03.2007

Liebes Hebammenteam
ich war heute zur 1. Vorsorgeuntersuchung. Im Mutterpass steht SSW 8+1. Meine Ärztin hat leider keine Herzaktivitäten sehen könne. Sie hat mir gleich eine Einweisung fürs Krankenhaus gegeben. Dort war ich dann gleich. Der Arzt dort konnte auch keine Herztöne feststellen. Ich soll jetzt am Donnerstag zur Ausschabung kommen.
Der Embryo soll 11,4 mm groß sein. Eigentlich doch nochmal, oder? Blut wurde mir erst einmal abgenommen vor 2 Wochen. Alles ok. Ich habe weder Schmerzen noch Blutungen. Ich fühle mich gut. (Übelkeit beim Essen und oft müde - aber alles in Ordnung).
Hätte man heute die Herztöne sehen müssen oder kann noch noch zu früh sein? Ist die Ausschabung zu schnell angesetzt? Bei meiner Tochter (heute 7) war ich zur 1. Vorsorge erst in SSW 9+6. Ist das mit der Fehlgeburt schon sicher, oder gibt es noch die Hoffnung, daß noch zu früh ist?
Vielen Dank und viele Grüße
Sabine

Antwort vom 21.03.2007

Hallo, da Sie ja das erste mal zur Vorsorge waren, gibt es keine Vergleichsmessungen, an denen sich sowas wie ein Wachstumsstillstand festmachen lässt. In der 8. Woche sind meistens schon Herztöne zu sehen, aber sind Sie wirklich in der 8. Woche? Wenn Sie selbst noch Zweifel haben, spricht nichts dagegen noch abzuwarten. Normalerweise kommt es von alleine zu einer spontanen Fehlgeburt, wenn sich die Schwangerschaft nicht mehrt richtig entwickelt. Die Fehlgeburt setzt ein, wenn die Konzentration an Schwangerschaftshormon (HCG) abfällt statt zu steigen. Das lässt sich auch im Blut nachweisen und könnte die Diagnose sichern. Auch dann besteht aber die Möglichkeit, dass Sie eine spontane Fehlgeburt abwarten. Die Verarbeitung ist für die Frauen meist einfacher, wenn sie das Gefühl haben, dass der Körper alleine eine Fehlgeburt eingeleitet hat, als wenn eine Ausschabung in Narkose vorgenommen wurde, die jedoch der schnellere Weg ist. Sie können dazu nähere Informationen in unserem Archiv finden oder wenn Sie bei Google unter dem Begriff "kleine Geburt" suchen. Ich habe schon einige Fälle gesammelt, in denen sich trotz Einweisung zur Ausschabung noch eine ganz normale Schwangerschaft entwickelt hat. Von daher neige ich dazu die Hoffnung nicht aufzugeben und einen Eingriff erst zu befürworten, wenn die Frauen selbst keinen Zweifel mehr haben und eine "normale" Fehlgeburt für sie nicht in Frage kommt. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine kurze Nachricht über den Ausgang zukommen lassen könnten.
Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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