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Didymos Expertentalk

Warum man Babys tragen sollte

Didymos Expertentalk
1972 gründete Deutschlands Tragetuch-Pionierin Erika Hoffmann den Familienbetrieb DIDYMOS, dessen Leitung später ihre Tochter Tina Hoffmann übernahm. Im Interview beantwortet sie babyclub.de die wichtigsten Fragen rund ums Tragen.
Gute Gründe fürs Tragen

Tina, welche guten Gründe sprechen denn überhaupt fürs Tragen?
Der häufigste Grund, weshalb Eltern ihre Kinder tragen, ist tatsächlich dieser: das Tragen schenkt den Eltern wieder mehr Freiheit und Flexibilität. Die Hände sind frei – für den Haushalt, fürs Geschwisterkind oder einfach, um in Ruhe eine Tasse Kaffee genießen zu können.
Gleichzeitig punktet das Tragen auch in Sachen Mobilität: der Kinderwagen wird überflüssig und man gelangt auch an Stellen, die mit Wagen unerreichbar wären. Nicht zu verachten sind außerdem die positiven gesundheitlichen Aspekte – auf die Hüftentwicklung und auf die Wirbelsäule des Babys.
Gleichzeitig beugt das Tragen Bauchschmerzen und abendlichen Schreistunden vor, da die Kinder weniger Reizen ausgesetzt sind und ihre Bedürfnisse schnell erkannt und befriedigt werden. Ebenso bietet das Tragen Schutz vor Ansteckung – in der heutigen Zeit natürlich wichtiger denn je. Das beste aber: Bindung und Liebe gibts gratis obendrauf und geschieht ganz nebenher.

Der Mensch als Tragling

Warum wollen Kinder getragen werden?
Menschenkinder sind Traglinge – das bestätigt nicht nur unsere Anatomie, sondern auch die Geschichte der Menschheit. Der Kinderwagen ist eine relativ neue Erfindung und findet seine Ursprünge bei den britischen Königsfamilien im 19. Jahrhundert, das wird heute leider oft vergessen. Kindern liegt es also im Blut getragen werden zu wollen – und dieses Bedürfnis zu befriedigen ist das Natürlichste der Welt.

Tragezeitraum

Ab wann kann ich mein Kind im Tragetuch oder in der Tragehilfe tragen?
Neugeborene freuen sich ab dem ersten Lebenstag darüber, getragen zu werden. Insbesondere Frühchen profitieren vom Tragen und entwickeln sich nachgewiesener Maßen besser und schneller, wenn sie von ihren Eltern auf Station getragen werden – hierzu haben wir sogar spezielle Bondingtops entwickelt. Nichtsdestotrotz sollte sich die frischgebackene Mutter im Wochenbett noch schonen – und das Tragen, wenn möglich, auch mal an den Vater oder andere Bezugspersonen abgeben. Nicht umsonst heißt es: „Tragen ist das Stillen der Väter“.

Kann ich mein Baby den ganzen Tag tragen? Wie lang ist zu lang?
Viele Babys und Kinder schlafen gerne beim Tragen ein und verbringen so einen Großteil des Tages im Tragetuch oder in der Tragehilfe. Das ist vollkommen in Ordnung. Solange es für Tragenden und Tragling passt, gibt es kein zu lang. Zum Wickeln und Füttern wird das Kind natürlich aus dem Tuch oder der Tragehilfe genommen. Auto- oder Radfahren ist tragend unbedingt ein Tabu.

Häufige Bedenken zum Tragen

Kann ich mein Kind durchs Tragen verwöhnen?
Die Angst, sein Kind durchs Tragen verwöhnen zu können, sitzt tief. Hier kann ich aber entwarnen: es ist unmöglich, Babys mit einem Zuviel an Nähe und Liebe zu verwöhnen! Ganz im Gegenteil hat das Tragen unheimlich positive Auswirkungen auf das Bindungsverhalten und Urvertrauen des Babys.
Ebenso muss nicht befürchtet werden, das Kind würde nie laufen lernen. Erwiesenermaßen fördert das Tragen des Kindes sogar seine Motorik und man kann davon ausgehen, dass es genauso schnell – wenn nicht sogar schneller – alle motorischen Meilensteine erreichen wird wie nichtgetragene Kinder.

Mache ich meinen Rücken dadurch kaputt?
Auch das ist ein Irrglaube! Ist das Tuch oder die Trage korrekt angelegt, verursacht es weder Rückenschmerzen, noch ist es in irgendeiner Weise schädlich für den Rücken des Tragenden. Gut gebundene Tragetücher oder Tragehilfen trainieren und stärken diesen sogar.
Außerdem darf nicht vergessen werden, dass Kinder meist so oder so getragen werden, ob nun mit Tuch oder ohne. Das Tragen vor der Brust oder auf dem Bauch in einer passenden Tragehilfe oder einem gut gebundenen Tragetuch ist wesentlich gesünder und entlastender für den Rücken als das Umhertragen des Kindes ohne Hilfsmittel. Denn seien wir mal ehrlich: getragen werden Kinder so oder so.

Merkmale einer guten Tragehilfe

Tragetuch oder Tragehilfe?
Wie so vieles ist das Geschmacksache. Hier heißt es: ausprobieren! Das Tragetuch ist natürlich der Klassiker und viele Eltern schwören auf seine Vielseitigkeit und Individualität, keine noch so durchdachte Tragehilfe ist so gut anpassbar wie ein Tragetuch. Manche Eltern möchten jedoch nicht binden, sondern das Kind einfach und schnell anlegen – in diesem Fall eignet sich eine Tragehilfe. So oder so ist das Tragetuch auf jeden Fall der Goldstandard, an deren Anpassbarkeit und Flexibilität sich jede gute Tragehilfe messen lassen muss.

Das Tragetuch nennst du den „Goldstandard“. Worauf muss ich dann achten, wenn ich mir lieber eine Tragehilfe zulegen möchte?
Beim Tragen des Kindes in einem Babytragetuch werden alle wichtigen Punkte automatisch erfüllt. Bei einer Tragehilfe hingegen müssen wir genau hingucken, ob wirklich alles passt.
Konkret bedeutet das, dass die Tragehilfe über einen stufenlos verstellbaren Steg verfügen muss. Außerdem muss das Kind in der Lage sein, seinen Rücken zu runden und das Tuch sollte diesen Rundrücken gut stützen, solange es noch nicht sitzen kann. Gleichzeitig muss eine gute Tragehilfe das Anhocken des Kindes, also das Einnehmen der Anhock-Spreiz-Position, gewährleisten. Die Tragehilfe sollte gut an den Körper des Tragenden anpassbar sein und es ermöglichen, das Kind so nah wie möglich am Körper zu tragen. Ebenso bedarf es einer Kopfstütze.
Möchte man die Tragehilfe längere Zeit nutzen, so ist außerdem auf die Möglichkeit des Rückentragens zu achten. Ganz wichtig: die Tragehilfe sollte so konzipiert sein, dass das Baby immer dem Körper des Tragenden zugewandt ist. Zu guter Letzt ist die Tragehilfe bestenfalls aus Tragetuchstoff gefertigt. Man sieht also – eine gute Tragehilfe muss viele Dinge vereinen. Das erklärt auch, warum viele Eltern sich doch lieber für den „Goldstandard“, das Tragetuch, entscheiden.

Richtig tragen

Woran erkenne ich, dass mein Kind gut sitzt?
Im Wesentlichen sind es diese Punkte: das Kind nimmt die Spreiz-Anhock-Haltung ein, der Steg geht von Kniekehle zu Kniekehle, der Rücken ist gerundet, der Kopf gestützt. Beim Nachvornebeugen darf sich das Kind nicht vom Körper des Tragenden wegbewegen. Außerdem sitzt es besonders gut auf der „Kopf-Kuss-Höhe“, im Englischen auch liebevoll „close enough to kiss“ genannt.

Mein Baby möchte mehr sehen, was tun?
Früher oder später, meist aber ums erste Lebenshalbjahr herum, machen Eltern die Erfahrung, dass ihr Kind unzufrieden im Tragetuch oder in der Tragehilfe wird und bekommen das Gefühl, dass es mehr sehen will. Jetzt bitte nicht das Kind einfach umdrehen und mit dem Blick nach vorne tragen. Das ist aus physiologischer Sicht nicht empfehlenswert und führt außerdem zu einer Reizüberflutung des Kindes.
Besser: das Kind seitlich oder auf dem Rücken tragen. So sieht es wieder mehr und wird das Tragen wieder sehr genießen. Und auch für die Tragenden ist das sehr viel angenehmer, weil der Schwerpunkt des Kindes dicht am eigenen Körper gehalten wird.

Warum DIDYMOS?
DIDYMOS, oder genauer: meine Mutter Erika Hoffmann, ist die „Pionierin“ des Babytragetuchs in Europa. Das war vor genau 50 Jahren und entsprechend groß ist unsere Erfahrung in Sachen Tragen und Herstellung. Wir legen Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Fairness – nicht nur in Hinblick auf unsere Produkte, sondern auch als Arbeitgeberin. DIDYMOS ist ein Familienunternehmen aus Ludwigsburg und seit der ersten Minute fest in Frauenhand. Außerdem schätzen wir die Nähe zu unserer Community aus aller Welt und stehen stets mit ihr im Austausch, was Fragen, Wünsche oder Anregungen betrifft.

Mehr erfahrt ihr unter www.didymos.de.

Wissenswertes:
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Aneitungen zum tragetuch gibts in den Büchern "ins Leben tragen", (Anja Manns)oder "Ein Baby wil getragen sein" (Eva Kirkilionis), die können Sie über Büche... Weiterlesen ...

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