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Käseschmiere | Vernix Caseosa

Käseschmiere beim Baby

Käseschmiere
Babyhaut ist in der Regel wunderbar weich und duftend. Doch wie kann das sein, wenn das Baby doch monatelang im Fruchtwasser lag? Das Wundermittel heißt Käseschmiere, eine Substanz mit gewöhnungsbedürftigem Namen, aber beeindruckender Wirkung – nicht nur, was den Hautschutz betrifft.

Käseschmiere – was ist das?

Käseschmiere, auch Fruchtschmiere oder Vernix Caesosa genannt, ist eine weißgelbliche Talgschicht, die das Baby im Mutterleib umhüllt. Sie besteht zum Großteil aus Wasser, Hautzellen und Fetten. Die Vernix bildet sich etwa ab der 14. bis 17. Schwangerschaftswoche aus den Talgdrüsen des Babys in der Gebärmutter. Sie bleibt in der Regel bis zur Geburt am Kind haften, vor allem am Kopf und Schulterbereich.

Und auch wenn der Name es anders vermuten lässt: Käseschmiere ist geruchlos, viele Mütter meinen sogar, sie verströme einen angenehmen Duft von Vanille oder Karamell.

Wozu dient Käseschmiere?

Käseschmiere ist dabei keinesfalls ein unbedeutendes Überbleibsel aus dem Mutterleib, sondern erfüllt über die Schwangerschaft hinaus bei der Geburt und kurz danach einige wichtige Funktionen für Mutter und Baby. Daher soll die Vernix nach der Geburt auch nicht abgewaschen werden.

Natürliche Schutzhülle

Wenn sich die Käseschmiere im Mutterleib bildet, soll das zunächst die empfindliche Haut des Babys schützen. Diese ist während der Schwangerschaft hoher Feuchtigkeit durch das Fruchtwasser ausgesetzt. Damit sie also nicht aufquillt und austrocknet, fungiert die Käseschmiere als eine Art Schutzmantel.

Dieser schützt gleichzeitig vor Infektionen, auch noch während und nach der Geburt und sorgt zudem dafür, dass das Baby nicht zu schnell an Wärme verliert. Gerade Neugeborene kühlen leicht aus, da ihre empfindliche Haut noch sehr dünn ist und bisher wenig wärmendes Fettgewebe bilden konnte.

Unterstützt bei der Geburt

Die fettige Schicht kann zusätzlich die Geburt für die Mutter erleichtern, da sie dort als eine Art Gleitmittel fungiert. Und auch für das Baby bildet die Vernix hier einen Puffer, der Stöße oder Druck abdämpft, denen der kleine Körper im Geburtskanal ausgesetzt sein kann.

Käseschmiere als Reifezeichen

Bei der Geburt gilt die Ausprägung der Vernix-Schicht als ein natürliches Reifezeichen des Babys. Kommt es früher als geplant auf die Welt, ist es meist noch stärker von ihr bedeckt. Aber je länger sich der Geburtstermin hinauszögert, desto weniger ist von der Schutzschicht übrig, da sie bereits im Mutterleib nach und nach einzieht.

Deshalb sehen einige Babys bei der Geburt auch eher schrumpelig oder schuppig aus, da ihre Haut im Fruchtwasser nicht mehr ausreichend vor der Feuchtigkeit und vor dem Austrocknen geschützt wird. Das ist jedoch völlig normal und kein Grund zur Sorge, die Haut regeneriert sich meist bereits nach wenigen Stunden.

Käseschmiere ist Hautpflege

Die infektionshemmende und wärmende Wirkung der Käseschmiere macht sie zur besten Hautpflege, die ein Baby bekommen kann. Früher wurde sie nach der Geburt oft abgewaschen. Forscher und Ärzte wissen mittlerweile jedoch, wie wichtig die Vernix ist. Deshalb wird heute nach der Geburt meist gewartet, bis die Käseschmiere von selbst eingezogen ist. Sie kann alternativ auch vorsichtig von der Hebamme einmassiert werden.

Verschiedene Forscherteams versuchen nun sogar, die pflegende Talgschicht selbst herzustellen. Dazu haben sie eine Creme entwickelt, deren Zusammensetzung der Käseschmiere sehr ähnelt: Wasser, Hornschuppen und spezielle Fette. Damit könnte beispielsweise Frühchen nach der Geburt noch eine zusätzliche Schutzpflege zukommen und ihr Immunsystem stärken.

Lasst euch also vom Namen oder Aussehen der Käseschmiere nicht erschrecken, denn: Sie ist von Natur aus der beste Rundum-Pflegeschutz, den ihr euch für euer Baby wünschen könnt!

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Käseschmiere – mitdiskutieren:

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