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Schwanger nach Fehlgeburt

Schwanger werden nach einem Abort

Schwanger nach Fehlgeburt
Eine Fehlgeburt trifft Frauen mit Kinderwunsch hart. Leider steigt nach einem Abort die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Fehlgeburt auf ca. 24 Prozent, nach einer zweiten sogar auf etwa 35 Prozent und nach einer dritten auf ungefähr 46 Prozent. Trotzdem ist es möglich, direkt nach einer Fehlgeburt wieder schwanger zu werden und ein gesundes Kind zur Welt zu bringen!

Was passiert im Körper nach einer Fehlgeburt?

Bei einer Fehlgeburt wird der Fötus aus dem Körper ausgestoßen. Dabei kommt es zu Blutungen. Wie lange diese Blutungen andauern, ist von Frau zu Frau verschieden. Außerdem muss sich die vergrößerte Gebärmutter zurückbilden und die Gebärmutterschleimhaut neu aufbauen. Auch hormonell stellt sich der Körper um, da das Schwangerschaftshormon HCG nicht mehr gebildet werden muss und sich deshalb langsam abbaut. Aus diesem Grund kann ein Schwangerschaftstest, der früh nach einer Fehlgeburt durchgeführt wird, positiv sein, da noch Reste des Schwangerschaftshormons im Körper sind.

Wie ist der Zyklus nach einer Fehlgeburt?

Es dauert bei jeder Frau unterschiedlich lang, bis sich der weibliche Körper nach einer Fehlgeburt wieder eingependelt hat, je nachdem wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten war und ob eine Ausschabung stattgefunden hat. Deshalb kann nicht vorhergesagt werden, wann der nächste Eisprung und die nächste Periode stattfinden. Kommt es in den ersten acht Wochen der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt, kann die Monatsblutung innerhalb von nur vier bis sechs Wochen wieder regelmäßig auftreten. Grundsätzlich kann sich der Zyklus nach einer Fehlgeburt aber verschieben. Dabei ist zu beachten, dass der Tag der Fehlgeburt nicht als erster Zyklustag gilt, denn die Blutung bei einer Fehlgeburt ist etwas anderes als eine normale Periodenblutung.

Auch wenn sich der Zyklus verschiebt, ist es möglich, dass die Frau fruchtbar ist, noch bevor die Menstruation wieder einsetzt.

Wann kann man wieder schwanger werden?

Körperlich gesehen kann man direkt im ersten Übungszyklus nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden. Lange Zeit wurde jedoch, unter anderem von der WHO, dazu geraten, mindestens drei Monate zu warten, bis man versucht erneut schwanger zu werden. Es wurde angenommen, dass das Risiko für eine weitere Fehlgeburt sonst zu hoch sei und es mindestens drei Monate brauche, bis sich die Gebärmutterschleimhaut wieder neu aufgebaut habe. Dies ist heute jedoch widerlegt. Die Rückbildung der vergrößerten Gebärmutter sowie die hormonelle Umstellung geschehen nämlich bereits innerhalb eines Monats.

Eine schweizerische Studie hat schon im Jahr 1994 herausgefunden, dass die Aussicht auf eine gesunde Schwangerschaft am größten ist, je früher das Paar es nach einer Fehlgeburt wieder versucht wird. Eine schottische Studie aus dem Jahr 2010 bestätigte diese Ergebnisse. Dazu wurden zwei Gruppen untersucht: Frauen, die bereits innerhalb der ersten drei bzw. sechs Monaten nach einer Fehlgeburt wieder schwanger wurden und Frauen, die erst nach sechs bis 12 Monaten schwanger wurden. Die Forscher fanden heraus, dass das Risiko für einen Abort um 34 Prozent geringer war, wenn die Frau innerhalb der ersten sechs Monate schwanger wurde. Außerdem steigt die Gefahr, dass es zu einem Kaiserschnitt, einer Frühgeburt oder einem niedrigen Geburtsgewicht kommt, je länger auf eine wiederholte Schwangerschaft gewartet wird. Bei Frauen, die vor ihrem Abort bereits ein gesundes Kind zur Welt gebracht haben, ist das Risiko für eine erneute Fehlgeburt hingegen geringer.

Braucht der Körper allerdings noch Zeit, findet auch kein Eisprung statt oder die Gebärmutterschleimhaut baut sich ungenügend auf und man kann somit auch nicht schwanger werden.

Man sollte sich und seinem Körper also so viel Zeit geben, wie benötigt wird. Hat man mit der Fehlgeburt einigermaßen abgeschlossen, fühlt man sich psychisch bereit, es erneut zu versuchen und gibt es keine medizinischen Einwände, spricht nichts dagegen, sofort wieder schwanger zu werden.

Der erste Verkehr kann stattfinden, sobald die Frau sich gut fühlt und das Bedürfnis danach hat. Um einer Infektion vorzubeugen, ist es jedoch besser, man wartet mit dem Sex, bis die Blutungen der Fehlgeburt aufgehört haben.

Was man nach einer Fehlgeburt beachten muss

Nach einer Fehlgeburt sollte sich die Frau ärztlich beraten lassen. Auf diese Weise hat sie eine Chance, eventuelle Ursachen herauszufinden und so das Risiko für einen erneuten Abort möglichst gering zu halten.

Leidet die Frau nach einer Fehlgeburt besonders unter psychischem Druck oder Depressionen, sollte sie sich zudem eine psychologische Beratung suchen. Hierbei kann auch der Austausch mit anderen Betroffenen, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe, helfen.

Um weitere Risikofaktoren auszuschließen, sollte man auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, auf Alkohol und Rauchen verzichten und sich ausreichend bewegen.

Um den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und den Eisprung zu unterstützen, kann Frauenmanteltee getrunken werden. Allerdings sollte man auch mit natürlichen Mitteln vorsichtig sein. In der Regel schafft der Körper die notwendigen Regenerationsprozesse alleine.

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