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Baby vegan ernähren

Vegan: für Babys gefährlich

Baby vegan ernähren
Wer vegan lebt, meidet entweder alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder aber die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten insgesamt. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät entschieden von einer veganen Ernährung für Stillende, Säuglinge und Kleinkinder ab. babyclub.de erklärt warum.

Auf der Homepage der DGE ist zu lesen: "Um eine adäquate  Nährstoffversorgung und die Gesundheit des Kindes sicherzustellen", sei eine "rein pflanzliche Ernährung während der Stillzeit sowie im gesamten Kindesalter nicht geeignet". Aber warum? Darauf hat Antje Gahl von der DGE eine klare Antwort: "Das Risiko, dass es schief geht ist einfach zu hoch." Wer sein Kind trotz der Warnung seitens der DGE vegan ernähren möchte, der muss das Gespräch mit einem Arzt suchen, so dass sichergestellt ist, dass Mama und Baby immer ausreichend mit den notwendigen Nährstoffen versorgt sind.

Nährstoffmangel stellt eine große Gefahr dar

Die Wahrscheinlichkeit eines Nährstoffmangels ist umso größer, je stärker die Lebensmittelauswahl eingeschränkt wird und je weniger abwechslungsreich die Ernährung ist. Genau deswegen birgt eine vegane Ernährung während der Stillzeit und im Kindesalter besondere Risiken: Es kann zu einer Unterversorgung mit Kalorien, Protein, Eisen, Kalzium, Jod, Zink, Vitamin B12, Vitamin D und Vitamin B2 kommen.

Ernähren sich stillende Frauen vegan – ohne mit einem Arzt Rücksprache zu halten, der genau bestimmt, welche Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen sind – so drohen dem Kind schwere neurologische Schäden und Entwicklungsverzögerungen. Besonders problematisch ist eine Unterversorgung mit Vitamin B12 beim Kind. Dieser Vitamin-B12-Mangel tritt auf, wenn bereits die vegane Mutter unterversorgt ist und deshalb über die Muttermilch kein B12 weitergeben kann. Fehlt dieses Vitamin, können beim Kind Gehirn und Nervensystem geschädigt werden. Ebenso können Blutarmut, Müdigkeit und auffallende Blässe Folgen eines Vitamin-B12-Mangels sein. Auch der Muttermilch-Gehalt an Kalorien, Protein und Fett kann bei stillenden Müttern, die sich vegan ernähren, verringert sein. Mögliche Folgen: verlangsamtes Wachstum und Infektanfälligkeit der Säuglinge. In einem DGE-Fachblatt warnt die Gesellschaft außerdem vor Muttermilch-Ersatznahrung auf Sojabasis, sowie Mandel-, Reis- und Frischkornmilch. Diese seien kein Ersatz für Kuhmilchprodukte, weil das Baby daraus nicht die Nährstoffe erhält, die es braucht.

Durch eine vegane Ernährung des Kindes im Beikostalter droht ebenfalls der gefährliche Vitamin-B12-Mangel mit den oben beschriebenen Folgen. Da Vitamin B12 in ausreichender Dosierung nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, kann der Bedarf des Kindes mit veganer Ernährung nicht gedeckt werden. Auch hier gilt: Unbedingt mit einem Arzt über Nahrungsergänzungsmittel sprechen, deren Dosis individuell aufs Kind abgestimmt sein muss. Babys, die vegan ernährt werden, weisen zudem öfter einen Eisenmangel auf, als Babys, die Mischkost essen. Ein solcher Eisenmangel kann Blutarmut und Entwicklungsverzögerungen nach sich ziehen.

Folgen eines Nährstoffmangels: zwei Fallbeispiele

Die Stiftung Kindergesundheit berichtet über mögliche drastische Konsequenzen einer Mangelernährung anhand eines Beispiels aus Jena: Ein Zweijähriger kam mit einer Hirnblutung und Atemnot auf die Intensivstation. Groß- und Kleinhirn waren geschrumpft, das Kind litt an Blutarmut. Der Junge war von seiner – auch während der Schwangerschaft strikt vegan lebenden – Mutter ein Jahr lang ausschließlich gestillt worden. Danach bekam er strikt vegane Beikost aus Früchten und Mandelmilch. Er wurde auf der Intensivstation und anschließend auf der Kinderneurologie behandelt. Seine motorischen und geistigen Defizite konnten allerdings auch dort nur teilweise wieder behoben werden.

Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung Stoffwechsel und Ernährung am Haunerschen Kinderspital München, hat die Folgen einer Mangelernährung schon erlebt. Ein von Fehlernährung gezeichnetes Kleinkind kam zu ihm in die Klinik. Es litt vor allem unter Eisen- und Vitamin-B12 -Mangel. Die Folge: Das Kind hatte das Laufen wieder verlernt, war schläfrig und aß schlecht. Das Schlimmste: Es hatte einen hochgradigen Gehirnschwund. "Insgesamt deutlich zurückgeblieben", urteilt der Kinderarzt. Seine Prognose: Das Kind werde dauerhaft beeinträchtigt sein, aufholen lasse sich der Rückstand nicht mehr. Koletzko ist sich sicher: "Ein Kind kann man nicht gesund vegan ernähren, sofern man nicht Mikronährstoffe zusätzlich gibt."

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  • Hallo liebe Mamis, gibt es hier vielleicht die ein oder andere, die sich in der ss vegan ernährt oder ernährt hat und mal berichten würde? Ich lebe seit...
  • Liebe Mamas und Papas, für meine Masterarbeit brauche ich dringend Eure Hilfe! Ich untersuche das Image von Veganer Ernährung / Beikost im Babyalter (0...

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