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Weltstillwoche

Stillen in Deutschland und der Welt
Weltstillwoche 2014
In Deutschland steht es nicht schlecht um Stillende. Sie finden Unterstützung bei Ärzten, Hebammen sowie in Kliniken und sind durch das Mutterschutzgesetz abgesichert. Ganz anders läuft es in Entwicklungsländern. Grund für die Weltstillwoche, sich gobal für bessere Stillbedingungen einzusetzen – denn Muttermilch kann Leben retten.
Unterstützung in Deutschland

In Deutschland gibt es derzeit 85 Geburts- und Kinderkliniken, die durch die WHO und UNICEF als ein babyfreundliches Krankenhaus ausgezeichnet wurden. Dort wird die Bindung zwischen Mutter und Kind, die kindlichen Entwicklung und das Stillen aktiv gefördert. Weitere 48 Kliniken haben sich der Initiative angeschlossen. Auch staatlich gibt es Hilfe: Will oder muss die Mama während sie noch stillt wieder arbeiten, erkennt der Gesetzgeber durch das Mutterschutzgesetz die besondere Schutzbedürftigkeit der Stillenden am Arbeitsplatz an und gesteht ihr gewisse Rechte zu.

Wie viel stillt Deutschland?

252 von 467 Frauen gaben an, ihr Kind sechs Monate ausschließlich stillen zu wollen. Das ergab eine aktuelle Umfrage von babyclub.de. 38 % der Befragten beabsichtigen zu stillen, wussten aber noch nicht wie lange. Und 8 % möchten gar nicht stillen. Damit ist die Still-Absicht oft höher als die tatsächliche Stillrate, denn laut der KiGGS-Studie sieht die Stillsituation hierzulande so aus:

  • 82,1 % der Kinder wurden in den letzen Jahren zumindest am Anfang gestillt
  • 7,5 Monate war die durchschnittliche Stilldauer
  • 17,7 % wurden 6 oder mehr Monate ausschließlich gestillt
Länger stillen Frauen mit höherer Bildung, ebenso ältere Mütter. Ostdeutsche stillen häufiger als Westdeutsche, Westdeutsche dafür länger. Frauen, die in der Schwangerschaft rauchten, stillen seltener, ebenso Mütter von Mehrlingen oder Frühchen. (Quelle: KiGGS-Welle 1, Geburtsjahrgänge 2002-2012)

So stillt die Welt

Schaut man auf Europa, liegt Deutschland im mittleren Bereich, was die Verbreitung des Stillens betrifft. Skandinavische Mütter stillen am meisten, die in Großbritannien und Nordirland am wenigsten. Französinnen gelten als unemanzipiert, wenn sie ihrem Kind nicht schnellstmöglich das Fläschchen geben und Stillen gilt generell als Hindernis bei der Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Der Anteil von Kindern, die mindestens 6 Monate voll gestillt wurden, ist in ganz Europa niedrig. Auch die USA sind nicht gerade stillfreudig: Ganze 16 Prozent füttern ihre Kinder in den ersten 6 Monaten ausschließlich mit Muttermilch. In Mexiko stillen nur 14 Prozent ihr Kind in den ersten sechs Monaten ausschließlich. Generell ist es jedoch schwierig, die Länderdaten zu vergleichen, da unter anderem Stillen häufig unterschiedlich definiert wird.

Stillen kann Leben retten

Laut UNICEF könnten rund eine Million Kinder unter zwei Jahren überleben, wenn sie mindestens sechs Monate voll und bis zu zwei Jahre zusammen mit passender Beikost gestillt würden, denn das Immunsystem eines Säuglings wird durch Muttermilch optimal geschützt. Es bekommen jedoch nur knapp 40 Prozent der Babys in Afrika, Asien und Lateinamerika ausschließlich Muttermilch. Ihr Risiko, noch im Kindesalter zu sterben, ist deutlich erhöht, denn in Entwicklungsländern fehlen oft die Voraussetzungen für eine hygienische Zubereitung von Ersatznahrung.

Die Weltstillwoche

Darüber aufzuklären und dies zu ändern ist eines der Ziele der Weltstillwoche. Die von der World Alliance for Breastfeeding Action (Weltallianz für aktive Stillförderung) organisierte Aktionswoche findet seit 1991 jedes Jahr in 120 Ländern mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten statt – in Europa immer in der KW 40. In diesem Jahr beteiligen sich beispielsweise über 130 Geburts- und Kinderkliniken vom 29 September bis 5. Oktober. Die Weltstillwoche und gilt als die größte gemeinsame Kampagne aller Organisationen, die sich für die Stillförderung einsetzen, u.a. auch UNICEF und WHO.

Weiterlesen zum Thema:
Optimaler Start ins Leben
babyclub.de-Partner Medela
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Aus dem Forum zum Thema Weltstillwoche:

  • Ende August ist meine Tochter geboren. Nachdem sie im Kreißsaal etwa 2 Stunden auf mir lag, hat die Hebamme sie mir angelegt. Das ging relativ gut mit dem Sau...
  • Hallo Mamis, Ich weiß, die Diskussion, ob man stillt oder nicht, führt meistens ins Chaos. Das will ich hier aber auf alle Fälle vermeiden! Ich habe folgend...
  • Eine Bekanntin von mir stillt immer noch, obwohl ihr Sohn schon vier Jahre alt ist. meiner Meinung nach ist das zuviel und ich möchte mein Baby nicht in diesem...

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