Tattoo Kindername

Tattoos – schön oder gefährlich?

Tattoo Kindernamen
Tattoos sind so beliebt wie nie. In Deutschland hat bereits jeder Dritte ein Tattoo und auch die Akzeptanz für diesen Körperkult ist gestiegen. Vor allem bei Eltern ist ein bestimmtes Motiv begehrt: der Vorname des eigenen Kindes. Aber was ist mit den Risiken von Tattoos?

Eine umfassende Statista-Umfrage hat gezeigt: Im Jahr 2018 sind 36% aller Deutschen tätowiert. 2017 war es nur jeder Vierte. Das beweist: Die Beliebtheit von Tattos steigt weiterhin. Rund die Hälfte der Tätowierten favorisieren Schriftzüge sowie Daten oder Jahreszahlen als Motiv – dazu gehören auch die Vornamen der eigenen Kinder. Immerhin 21% der Deutschen gaben bei der Umfrage an, dass sie sich ein Tattoo stechen lassen wollen, um die Erinnerung an das eigene Kind festzuhalten.

Mögliche Risiken von Tattoos

So schön Tattoos auch sein können – sie sind unter Umständen mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Auf einiges kann der Tätowierte selbst achten, wie die richtige Pflege. Andere Faktoren wie die Farben des Tattoos lassen sich jedoch nicht so leicht beeinflussen. Hier können gesundheitliche Gefährdungen drohen. Wir sagen euch, auf was ihr unbedingt achten müsst:

  • Ein Tattoo ist am Anfang nichts anderes als eine offene Wunde. Sie muss deshalb gut gepflegt und versorgt werden. Geschieht dies nicht, kann sich das Tattoo schnell entzünden. In der Regel gibt euch aber euer Tätowierer eine genaue Anleitung mit, wie ihr euren neuen Körperschmuck am besten pflegt.
  • Eine besondere Gefahr droht durch verunreinigte oder „falsche“ Tattoofarbe. Geht deshalb unbedingt zu einem Tätowierer eures Vertrauens und informiert euch vorab, welche Farben er verwendet und wie die Hygieneregeln bei ihm sind. Denn manche Inhaltsstoffe können z.B. Allergien auslösen. Zwar gibt es seit 2007 eine Tätowiermittelverordnung, doch diese umfasst nicht alle gefährlichen Inhaltsstoffe. Denn noch konnten nicht alle wissenschaftlich untersucht werden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärt.
  • Vorsicht ist ebenfalls beim Sonnenbaden geboten. Am Anfang darf man mit dem Tattoo auf keinen Fall ins direkte Sonnenlicht. Und auch nach einigen Wochen muss das Tattoo unbedingt mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden, da die Haut an dieser Stelle noch keinerlei körpereigenen UV-Schutz entwickelt hat.
  • Rund 25 Prozent würden sich ihr Tattoo wieder entfernen lassen, wenn ihnen das Motiv nicht mehr gefällt. Die heute gängige Art dafür ist das Weglasern. Doch auch diese Methode ist laut dem BfR gesundheitlich bedenklich. Beim Lasern entsteht eine große Hitze, die zum Zerfall der Farbpigmente führt. Dabei entstehen zum Teil Stoffe, die auch krebserzeugende Wirkungen haben können. Außerdem wandern die zersetzten Farbpigmente durch den Körper und reichern sich besonders an den Lymphknoten an.
  • Besonders wichtig: Lasst euch keine Tattoos während der Schwangerschaft stechen! Das Schmerzempfinden kann sich bei Schwangeren ändern, wodurch die Schmerzen eines Tattoos mehr Stress im Körper und beim Baby verursachen als sonst. Außerdem ist unklar, welche Auswirkungen ein frisches Tattoo auf das Ungeborene hat.

Fazit

Exakte Studien über alle Inhaltsstoffe von Tätowierfarbe sind aufgrund der Bandbreite an verwendeten Farben schier unmöglich. Wer sich also für ein Tattoo entscheidet, sollte sich ausreichend über die möglichen Risiken informieren und nur zu einem Tätowierer gehen, dem er zu 100 Prozent vertraut. Ihr solltet außerdem ganz sicher sein, was für ein Motiv ihr euch stechen lasst, damit ihr es später nicht bereut und weglasern lassen wollt. Da ist der Name des Kindes weniger konfliktreich als z.B. der Name des Partners. Denn das Kind bleibt immer euer Kind, aber der Partner? Im Zweifelsfall also einfach auf das Tattoo verzichten oder zumindest lange genug abwarten, bis Studien bessere Ergebnisse liefern können.

Mehr Informationen über die Risiken von Tattoos findet ihr beim BfR unter: www.bfr.bund.de

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