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Herzdruckmassage Kind

Richtig handeln im Notfall!

„Hoffentlich kommen wir nie in so eine Situation“. Ein Gedanke, den sicherlich viele Eltern beim Thema Herzdruckmassage am eigenen Kind haben. Unser Experte Berthold Huonker, ehrenamtlicher Rettungssanitäter beim Roten Kreuz, erklärt in diesem Video was Eltern tun müssen, wenn ihr Kind einen Herz-Kreislauf-Stillstand oder einen Atemstillstand erleidet.

Wann erste Hilfe notwendig ist

Generell gibt es zwei Situationen, in denen Eltern oder andere anwesende Personen in einem Notfall schnell handeln sollten:

  • Herz-Kreislauf-Stillstand: Bei dem Baby oder Kind ist keine Atmung und kein Herzschlag mehr zu hören oder zu spüren
  • Atemstillstand: Die Atmung hat ausgesetzt, Herz und Puls sind aber noch zu spüren
Wichtig: Bevor ihr mit den Notfallmaßnahmen beginnt, ruft wenn möglich selbst den Notruf oder bittet eine andere anwesende Person, den Notruf zu wählen. Beginnt dann mit der ersten Hilfe. Umso schneller ein Notarzt vor Ort sein kann, desto besser. Denn oft zählt jede Sekunde.

Wie funktioniert erste Hilfe?

Um im Ernstfall vorbereitet zu sein, solltet ihr die folgenden Punkte unbedingt beachten: Die Reanimation des Babys besteht aus zwei Schritten – der Beatmung und der Herzdruckmassage. Beide sollte im Wechsel durchgeführt werden bis sie Erfolg zeigen oder der Notarzt eintrifft. Wie die Beatmung und die Herzdruckmassage funktionieren erfahrt ihr jetzt.

So funktioniert die Beatmung

Die Beatmung des Kindes erfolgt über die Nase und den Mund (im Gegensatz zu Erwachsenen). Der Kopf des Kindes muss leicht gestreckt sein und das Kinn angehoben. So verhindert man, dass die Zunge die Atemwege blockiert. Überprüft zunächst noch einmal, ob auch wirklich keine Atmung mehr vorhanden ist. Dies könnt ihr ganz einfach daran erkennen, ob sich der Brustkorb des Kindes hebt und senkt. Und ob ihr generell Atemgeräusche vernehmen könnt.

Wenn keine Atmung festzustellen ist holt normal Luft, legt euren Mund über die Nase und Mund des Babys und blast so viel Luft hinein, bis sich der Brustkorb wieder mit Luft füllt. Wiederholt diesen Vorgang fünf Mal. Sollte sich bis dahin keine Besserung einstellen, beginnt mit der Herzdruckmassage.

Wenn die Beatmung erfolgreich war, bringt euer Kind in die stabile Seitenlage um die Atemwege frei zu halten. Bleibt bei eurem Kind und wartet auf das Eintreffen des Notarztes.

Wichtig: Achtet bei der Beatmung darauf, wie alt euer Kind ist. Je jünger das Kind, desto schneller muss die Frequenz bei der Beatmung sein. Das liegt an dem wesentlich kleineren Lungenvolumen. Erwachsene haben ca. zwei bis drei Liter Lungenvolumen. Babys im Vergleich dazu etwa nur ein Wasserglas voll.

Atemzüge pro Minute:

  • Neugeborene: ca. 40-60
  • Säuglinge: ca. 30
  • Kleinkinder: ca. 25
  • Schulkinder: ca. 20
  • Erwachsener: ca.15

So funktioniert die Herzdruckmassage

Sollte das Kind nach der Beatmung noch immer nicht atmen, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Ansatzpunkt der Herzdruckmassage ist das Brustbein, etwas unterhalb der Brustwarzen. Das Brustbein sollte mit zwei Fingern etwa ein Drittel eingedrückt werden. Natürlich nicht mit voller Gewalt, sonst besteht Verletzungsgefahr. Die Knochen von Babys sind allerdings noch sehr elastisch und brechen nur selten. Zwei Atemspenden pro 30 Druckstöße sind die Regel. Führt die Herzdruckmassage eine Minute lang aus. Danach beginnt wieder mit der Beatmung. Beatmung und die Herzdruckmassage erfolgen im Wechsel. Bei Erfolg bringt das Kind in die stabile Seitenlage bis der Notarzt eintrifft.

Sollte das Kind noch immer nicht atmen, führt die Herzdruckmassage solange durch, bis der Notarzt kommt.

babyclub.de Team-Tipp: Es gibt zahlreiche Kurse zum Thema Erste Hilfe am Kind, denn beherztes Handeln in solchen Situationen kann Leben retten.

Wenn ihr wissen wollt, was zu tun ist wenn euer Kind sich verschluckt, dann schaut euch doch unserer Video zu diesem Thema an.

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