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Ursachen & Tipps

Blähungen bei Babys durch Stillen

Blähungen bei Babys

Wenn Babys nach dem Stillen herzzerreißend schreien, können Blähungen dahinterstecken. Diese entstehen häufig deshalb, da die kleinen Knirpse beim Trinken oder Saugen vermehrt Luft schlucken. Aber auch andere Faktoren, wie das noch nicht voll ausgebildete Verdauungssystem bei Neugeborenen, müssen berücksichtigt werden. Welche Ursachen gibt es noch? Und was können Eltern zur Vorbeugung und Linderung tun?

Unausgereifte Darmflora als Ursache

Wenn Babys auf die Welt kommen, müssen sie sich an vieles gewöhnen. Das trifft auch auf den Darm zu, der mit der Zeit erst lernt, wie die Verdauung überhaupt funktioniert. Zwar soll Stillen an der Brust die Entwicklung einer gesunden Darmflora (Gesamtheit aller Mikroorganismen im menschlichen Darm) fördern, dennoch befindet sich das Mikrobiom bei den ganz Kleinen noch im Aufbau.

Überwiegen beispielsweise gasbildende Bakterien, kann das ein Rumoren im kleinen Bäuchlein zur Folge haben. Gelegentliche Blähungen bei Babys – egal ob Mütter stillen oder das Fläschchen geben – sind also durchaus normal, wenn auch unangenehm.

Zum Glück lassen sich die Beschwerden bereits oft mit einfachen Maßnahmen lindern:

  • Körperkontakt wirkt auf viele Säuglinge wohltuend. Eventuell hört das Baby bereits auf zu weinen, wenn Eltern es einfach in die Arme nehmen.
  • Für viele Neugeborene ist auch der sogenannte „Fliegergriff“ angenehm. Eltern legen ihr Baby dazu in Bauchlage auf den Unterarm, die Hand oder der Ellbogen stützt den Kopf. Der leichte Druck auf Magen und Darm bewirkt, dass Luft leichter abgegeben wird.
  • Fenchel- oder Kümmeltee beruhigt den Darm und kann ebenfalls zur Linderung von Blähungen beitragen.
  • Blähungen beim Baby lassen sich auch mit sanften Bauchmassagen oder einer Wärmflasche bessern.

Luftschlucken beim Stillen führt zu Blähungen

Wenn Babys sehr unruhig sind oder vor dem Stillen weinen, schlucken sie oftmals vermehrt Luft. Diese sammelt sich im Magen- und Darmtrakt an oder bildet gemeinsam mit der Milch einen feinen Schaum, der gegen die Darmwand drückt. Es entstehen Blähungen, die für die Kleinen sehr unangenehm sind.

Um das übermäßige Schlucken von Luft zu verhindern, haben sich folgende Tipps bewährt:

  • Die innere Ruhe und Ausgeglichenheit der Mutter wirken sich auch positiv auf das Baby aus. Frischgebackene Mamas sollten sich daher vor allem in der Anfangszeit beim Stillen nicht von Telefon, Fernsehen oder dem Besuch von Bekannten stören lassen.
  • Bestenfalls bekommen Babys Muttermilch, bevor sie vor Hunger weinen. Schreiattacken und Ungeduld führen ansonsten dazu, dass sie mehr Luft schlucken.
  • Vor allem aber das Bäuerchen nach dem Trinken ist wichtig, um Blähungen bei Babys zu reduzieren. Eltern können ihren Nachwuchs unterstützen, indem sie ihn über die Schulter legen und sanft auf den Rücken klopfen.
  • Das Baby sollte zudem nicht nur an der Brustwarze nuckeln, sondern einen möglichst großen Teil des Warzenhofs miteinsaugen.

Ungünstige Position beim Stillen

Eine falsche Haltung beim Stillen hat ebenfalls Einfluss auf Blähungen beim Baby. Wenn das Köpfchen beim Brustgeben beispielsweise zu tief liegt, kann Luft im Magen nicht mehr nach oben gelangen.
Mit der richtigen Technik beim Stillen lassen sich Blähungen vorbeugen:

  • Hebammen raten zu einer aufrechten Sitzposition, da das Kind dann weniger Luft schluckt und öfter aufstößt.
  • Das Neugeborene sollte bequem am Bauch und in den Armen liegen und der Kopf nicht überstreckt sein.

Ernährung der Mutter als möglicher Grund

Frauen, die stillen, sollten sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren. Es ist aber unnötig, vorbeugend auf bestimmte Gemüsesorten oder andere Lebensmittel zu verzichten. Normalerweise stehen Blähungen bei Babys nicht mit der Ernährung der Mutter in Zusammenhang. In Einzelfällen kann es aber unter Umständen vorkommen, dass das Neugeborene auf bestimmte Substanzen sensibel reagiert. In diesem Fall sollten stillende Frauen ausprobieren, ob sich Verdauungsbeschwerden beim Baby bessern, wenn bestimmte Speisen (etwa Hülsenfrüchte, Kohlgemüse oder Zwiebeln) weggelassen werden.

Unser Tipp, um herauszufinden, ob die Ernährung dahintersteckt:

  • Wenn das Kind häufiger an Blähungen leidet, sollten stillende Mütter probehalber ein bis zwei Wochen auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Bessern sich die Beschwerden beim Baby nicht, dürfen die Produkte auch wieder auf die Speisekarte.
  • Es ist empfehlenswert, immer nur ein Lebensmittel zu meiden und nicht mehrerer gleichzeitig. So kann klar zugeordnet werden, welches Produkt vom Baby nicht vertragen wird.

Ernste Erkrankungen stecken nur selten dahinter

Auch wenn das Schreien an den Nerven zehrt und Eltern mit ihren Kindern zusammen leiden, meist sind Blähungen bei Babys harmlos und vergehen nach kurzer Zeit von alleine wieder. In einigen Fällen ist es jedoch ratsam, einen Kinderarzt aufzusuchen, um Krankheiten (zum Beispiel eine Pankreasinsuffizienz) oder Unverträglichkeiten auszuschließen.

Vor allem frischgebackene Eltern sind nach einem Termin beim Experten oftmals beruhigter. Zudem hat der Mediziner meist hilfreiche Tipps gegen Blähungen bei Babys oder zum Thema Stillen parat. Wenn sie unsicher sind, sollten Eltern daher nicht zögern, den Kinderarzt aufzusuchen.

Folgende Auffälligkeiten beim Baby machen einen Arztbesuch erforderlich:

  • Schreiattacken und ein harter Bauch nach jeder Mahlzeit
  • schaumige oder spritzende Stühle
  • sehr feste Stühle oder Verstopfung
  • Trinkverweigerung oder nur minimale Gewichtszunahme

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