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IvF: kein Vorteil durch mehr als zwei Embryos

Embryonentransfer
Offenbar lohnt es sich nicht, bei einer In-vitro-Fertilisation (Methode zur künstlichen Befruchtung) mehr als zwei Embryos einsetzen zu lassen. Dies führt laut einer neuen Studie nicht zu einer höheren Anzahl von Lebendgeburten, sondern zu mehr Frühgeburten und Kindern mit zu niedrigem Geburtsgewicht.

Für die Studie sammelten britische Forscher 124.138 IvF-Zyklen und werteten sie aus. Sie raten aufgrund ihrer Ergebnisse und unabhängig vom Alter der Frau auf das Einsetzen von drei oder mehr Embryos zu verzichten.

Die Studienergebnisse belegen auch, dass es bei Frauen im Alter von über 40 Jahren sinnvoll ist, zwei statt einen Embryo zu transferieren. In diesem Fall ist die Chance einer Schwangerschaft ohne weitere Komplikationen wie eine Frühgeburt oder ein zu niedriges Geburtsgewicht höher als bei jüngeren Frauen, die sich zwei Embryos einsetzen lassen.

Grundsätzlich sollte die Entscheidung für eine IvF-Behandlung jedoch nicht zu lange herausgezögert werden. Denn ein weiteres Studienergebnis belegt, dass die Rate von Lebendgeburten bei älteren Frauen – unabhängig von der Anzahl der eingesetzten Embryos – deutlich sinkt.

Quelle: www.aerztezeitung.de

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