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Wissenswertes zum Luciatag

Luciatag
Am 13. Dezember feiert man den Luciatag. Kennst du den Luciatag? In Schweden gehört der Lucia-Brauch zu den wichtigsten vorweihnachtlichen Ritualen. Kinder tragen an diesem Tag Kränze mit leuchtenden Kerzen im Haar und bringen ihren Eltern das Frühstück ans Bett. babyclub.de wünscht euch einen tollen Luciatag!

Die Legende zum Luciatag

Lucia lebte vor mehr als 1700 Jahren in Syrakus auf Sizilien. Lucia hatte sich zum dort gerade aufkommenden christlichen Glauben bekannt. Christen wurden dort jedoch lange Zeit verfolgt und umgebracht. Ihre Mutter wurde schwer krank, doch Lucia heilte sie mit der Hilfe Gottes. Daraufhin schenkte ihr die Mutter, die sich nach der Heilung auch zum Christentum bekannte, ein großes Vermögen. Lucia aber gab das Geld nicht für sich selbst aus: sie gründete eine Armen- und Krankenstation. Es heißt auch, dass Lucia ihre Glaubensgenossen in ihren Verstecken regelmäßig mit Lebensmitteln versorgte. Damit sie beide Arme zum Tragen der Nahrungsmittel frei hatte, flocht sie einen Kranz, bestückte ihn mit Kerzen und setzte sich diesen auf den Kopf. Somit hatte sie Licht und konnte in der Dunkelheit den Weg finden. Die Menschen in ihrer Stadt nannten sie seitdem „Unser helles Licht“.

Sie lehnte, da sie Jungfrau bleiben wollte, den Heiratsantrag des Mannes ab, den ihre Eltern für sie ausgesucht hatten. Als der Mann den Grund erfuhr, sorgte er dafür, dass sie ins Gefängnis kam. Wenig später wurde sie getötet. Lucia starb für ihren Glauben an Jesus Christus und wurde deshalb zur Heiligen ernannt. Diejenigen, denen Lucia geholfen hatte, vergaßen "Ihr helles Licht" jedoch nie. Sie erzählten die Geschichte von Generation zu Generation weiter. Lucia ist heute Patronin der Armen und Kranken.

Luciatag - der Volksbrauch früher

Bis zur gregorianischen Kalenderreform war der Luciatag der kürzeste Tag des Jahres. Daher der Brauch, am Luciatag viele Kerzen anzuzünden. Man brachte so wenigstens ein wenig Licht in den dunkelsten Tag des Jahres.

In Österreich säten früher die Menschen am 13. Dezember Weizen in einen mit Erde gefüllten Teller. Wenn die Saat bis zum Heiligen Abend aufging, verhieß das ein ertragreiches Erntejahr.

Im Mittelalter bekamen die Kinder am Luciatag ihre Geschenke. Die Bescherung am 24. Dezember gibt es erst seit dem 16. Jahrhundert.

Luciatag - der Volksbrauch heute

In Schweden ist der Luciatag seit mehr als 200 Jahren ein besonderer Feiertag. Im Dezember ist es dort nur wenige Stunden hell, sodass die Schweden das Licht in dieser Jahreszeit besonders schätzen. Die älteste Tochter der Familie stellt die Heilige Lucia dar. Sie trägt am Luciatag ein langes weißes Kleid und auf dem Kopf einen Kranz (oft aus Preiselbeerzweigen geflochten), der mit Kerzen geschmückt ist. So geht sie morgens in das Zimmer ihrer Eltern und Geschwister, weckt diese und bringt ihnen das Frühstück ans Bett. Dann gibt es für die Familie auch die ersten Kostproben der Weihnachtsplätzchen. Das Licht, das die Kerzen spenden, ist Vorbote des Weihnachtslichtes. In vielen traditionellen schwedischen Dörfern und Städten wird am Vorabend eine Lucienbraut gewählt. Die Mädchen gehen als Lichterköniginnen durch die Straßen, besuchen alte und kranke Menschen und verteilen kleine Geschenke.

In Italien wird am Luciatag „Torrone dei poveri”, eine Art Kichererbsenbrei, für die Armen zubereitet. Lucia-Bräuche sind in vielen Ländern zu finden. Ähnlich wie am Barbaratag, werden oftmals Zweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt. Blühen diese am Heiligen Abend, so hat man Glück im neuen Jahr.

Auch in Deutschland feiern manche Gemeinden den Luciatag. Nach schwedischem Vorbild zieht eine Heilige Lucia, in weißem Gewand mit Kerzenkranz, in die dunkle Kirche ein. Sie verkündet damit die nahe Geburt Jesus Christus.

babyclub.de Team-Tipp:

Bringe Licht in die dunklen Dezemberwochen. Wie?

Gestalte deine eigenen und persönlichen Kerzen.

Du brauchst:
- normale weiße Kerzen (in der Größe deiner Wahl)
- bunte Wachsplatten (in den Farben deiner Wahl)
- ein Teppichmesser oder alte Ausstecherformen

Tipp: Wenn du mit Ausstechern arbeitest, können deine Kinder wunderbar mithelfen und ihre eigenen Kerzen herstellen.

So einfach geht's:
Gewünschte Formen aus den Wachsplatten herausschneiden bzw. ausstechen und auf die weiße Kerze "kleben". Dafür erwärmst du die Wachsmotive kurz zwischen deinen Händen, sodass diese ohne Weiteres auf der blanken Kerze haften.

Du hast noch kein Weihnachtsgeschenk für Oma, Tante und Co.?
Dann schenke doch eine schöne, persönliche und selbstgemachte Kerze.


babyclub.de wünscht viel Spaß beim Basteln mit deinen Kindern! Freue dich auf den Kerzenschein deiner eigenen Kreation. Dieses Licht ist etwas ganz Besonderes.

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