Ovulationstest

Expertentalk zum Thema Ovulationstest

ovulationstest Im babyclub.de Expertentalk haben wir Bernd Faust, Geschäftsführer der Firma ADexpert Pharma GmbH, zum Thema Ovulationstests interviewt. Er schildert, wie ein Ovulationstest Paaren dabei hilft, ihre fruchtbaren Tage sicher zu bestimmen und erklärt, wie man einen Ovulationstest korrekt anwendet.

Wie wird ein Ovulationstest durchgeführt?

Zunächst wird die durchschnittliche Zykluslänge bestimmt. Man beginnt mit dem 1. Test an dem Tag, der für jede Frau individuell errechnet werden muss (siehe Gebrauchsanweisung). Der Ovulationstest selbst wird durchgeführt, indem Urin in einem Becher aufgefangen und der Teststreifen für wenige Sekunden in den Urin getaucht wird. Nach ca. 5 Minuten kann das Testergebnis abgelesen werden. Zwei gleiche Farblinien bedeuten: Eisprung erfolgt in den nächsten 24-36 Stunden. Eine Farblinie bedeutet: Der Eisprung erfolgt nicht in den nächsten 24-36 Stunden. Der Ovulationstest ist in der Handhabung genauso einfach anzuwenden wie ein Schwangerschaftstest.

Der Ovulationstest zeigt den Eisprung einer Frau an. Aber was wird eigentlich dabei genau gemessen, wie lässt sich der Eisprung bestimmen?

Unmittelbar vor dem Eisprung steigt das so genannte Luteinisierende Hormon (LH) rapide im Körper der Frau an. Wenn diese Konzentration den höchsten Wert, den so genannten LH-Peak erreicht hat, spricht man von einem positiven Ovulationstest. Das bedeutet, dass in aller Regel der Eisprung in den nächsten 24-36 Stunden erfolgt. Mit dem TIME Ovulationstest kann man somit den Konzentrationsanstieg des Hormons LH im Urin zuverlässig nachweisen.

Worin liegen die Vorteile der Ovulationstests? Gibt es so etwas wie eine Erfolgsquote?

Der Ovulationstest ist eine sehr zuverlässige Methode, um den Zeitpunkt des Eisprungs sicher zu ermitteln. Zur Durchführung des Tests sind keine weiteren Hilfsmittel wie Kalender, Zykluscomputer, Thermometer etc. erforderlich. Gerade die "Temperaturmethode" hat einen gravierenden Nachteil: Der Temperaturanstieg erfolgt erst nach dem Eisprung! Der Ovulationstest hingegen bestimmt den Zeitpunkt des Eisprungs bereits 24-36 Stunden im Voraus. Somit bleibt dem Paar viel mehr Zeit für das Einleiten einer gewollten Schwangerschaft. Die Nachweisgenauigkeit des TIME Ovulationstests liegt bei über 99 %.

Für wen eignen sich die Ovulationstests?

Der Ovulationstest eignet sich für alle Frauen im geburtsfähigen Alter, die sich schon seit langer Zeit ein Baby wünschen und bei denen sich dieses Glück nicht einstellen will. Gerade Frauen, mit einem unregelmäßigen Zyklus und der damit verbundenen Ungewissheit der fruchtbaren Tage, können so zuverlässig den Zeitpunkt des Eisprungs ausrechnen. Des Weiteren eignet sich der Test für Frauen, die feststellen möchten, ob überhaupt ein Eisprung stattfindet.

Können auch Frauen mit unregelmäßigen oder sehr langen Zyklen den Ovulationstest durchführen?

Ja, auch Frauen mit unregelmäßigen oder sehr langen Zyklen können den Ovulationstest zuverlässig durchführen. Zur Ermittlung des Testbeginns bei einem unregelmäßigen Zyklus empfiehlt es sich, die kürzeste Zykluslänge als Berechnungsgrundlage zu nutzen. Ansonsten könnte es nämlich passieren, dass man den Eisprung verpasst. Die Berechnungsgrundlage für kurze, unregelmäßige oder lange Zyklen lautet immer gleich: Zykluslänge in Tagen (z.B. 28) minus 17 = 11 Das heißt, dass der 1. Ovulationstest am 11. Tag der neuen Periode durchgeführt wird.

Was passiert, wenn an den fünf Testtagen kein Eisprung angezeigt wurde? Sollte eine neue Packung mit Teststreifen begonnen oder soll bis zum nächsten Zyklus abgewartet werden?

Es empfiehlt sich in diesem Fall, den Zyklus durchzutesten. Dazu kann es auch erforderlich sein, mehr als 5 Tests durchzuführen. In diesem Fall muss eine zusätzliche Packung benutzt werden. Wenn nach der zweiten Packung immer noch kein positives Testergebnis erzielt wurde, kann es sein, dass es sich in diesem Zyklus um einen sehr späten oder sogar ausbleibenden Eisprung handelt. So ein Geschehen ist medizinisch nicht ungewöhnlich, sollte aber mit dem Arzt besprochen werden, wenn es häufiger auftritt.

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