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Dammmassage

Anleitung & Hebammen-Tipps

Während der Geburt muss der Damm viel aushalten. Er soll sich unter dem Druck des kindlichen Kopfes gut dehnen können. Durch regelmäßige Dammmassage kann der Körper dabei aktiv unterstützt werden. Deshalb gilt Dammmassage als wichtige Vorbereitung für eine sanfte und unkomplizierte Geburt. Wir erklären genauer das Warum, Wann und Wie.

Direkt zur Dammmassage-Anleitung.

Wirkung einer Dammmassage

Viele schwangere Frauen können sich zunächst nicht vorstellen, wie sehr sich ihre Geburtswege während der Geburt weiten. Manche Frauen denken, sie wären „zu eng“ oder das Kind würde „da niemals durchpassen“. Dammmassagen machen das Dammgewebe jedoch weich und dehnungsfähig. Zudem können Körpererfahrungen wie Ertasten und Fühlen des Geburtsraumes bei der Dammmassage Befürchtungen zerstreuen. Die Dammmassage hilf somit ...:

  • ... das Dammgewebe elastischer zu machen
  • ... die Dammregion bewusst wahrzunehmen
  • ... sich auf die Geburt einzustimmen
Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass durch gezielte Lockerung des Gewebes die Wahrscheinlichkeit eines Dammschnitts reduziert und auch einem Dammriss vorgebeugt werden kann.

Beginn und Dauer

Der günstigste Zeitpunkt für den Beginn einer Dammmassage liegt in der 34. Schwangerschaftswoche. Wichtig ist, dass die Dammmassage regelmäßig, d.h. mindestens drei- bis viermal pro Woche für ca. fünf bis zehn Minuten durchgeführt wird.

Das richtige Öl für die Dammmassage

Für die Dammmassage sollte ein hochwertiges Öl verwendet werden. Beispielsweise eignet sich das dermatologisch streng getestete "Weleda Damm-Massageöl". Es lockert gezielt das Dammgewebe und erhöht spürbar die Elastizität. Mildes Mandelöl und Vitamin E-reiches Weizenkeimöl machen den Damm weich.

Dammmassage-Anleitung

1.) Die Finger mit ausreichend Öl beträufeln – sie sollten gut und ohne Reibung über das Gewebe gleiten können.

2.) Die Daumenspitze in die Scheide einführen und mit den Fingerspitzen kreisend den inneren und äußeren Dammbereich massieren. Am besten gelingt es, wenn man sich dazu eine Uhr vorstellt und auf deren Ziffernblatt zwischen drei und neun Uhr hin und her streicht. Diese Stelle etwa eine Minute mit erhöhtem Druck massieren.

3.) Jetzt den ganzen Daumen einführen und das Gewebe beim Ausatmen in Richtung Anus dehnen. Diesen Vorgang mehrmals strahlenförmig , d.h. in alle Richtungen dehnend, wiederholen. Danach den Damm nach unten und außen wölben und auch diese Dehnung auf einer imaginären Uhr zwischen drei und neun wiederholen.

4.) Zuletzt das Gewebe zwischen Scheide und After sanft massieren.

Wichtig: Die Dammmassage darf keinerlei Schmerzen verursachen! Bei Unsicherheiten oder Fragen zur Dammmassage vertrauensvoll an die Hebamme wenden.

Tipp: Für die ersten Versuche kann es hilfreich sein, einen Spiegel zur Hand zu nehmen. Auch günstig: Die Massage nach einem Bad durchführen, dann ist das Gewebe besser durchblutet und schön weich.

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Hallo, nein, daß wäre wirklich zu schade!! Benutzen Sie es wo es gut tut, kein Problem. Viele Grüße Josmann

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Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto
Kommentar vom 12.07.2021 12:16
Danke für tipps
=) das habe ich ersten mal gesehen. Und muss ich sagen, dass ich probieren. Danke für tolle tipps.
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