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Wochenbett Mann

Wochenbett-Tipps für Väter

Auch frischgebackenen Vätern verlangt die erste Zeit mit dem Baby einiges ab. Wie ihr es schafft, unterschiedliche Rollen unter einen Hut zu bekommen und euren neuen Aufgaben gerecht zu werden, lest ihr hier!
Mama außer Gefecht

Nach der Geburt ist für die Mutter im Wochenbett erst einmal Schonung angesagt. Sie muss sich jetzt von der anstrengenden Geburt erholen und daran gewöhnen, das nun rund um die Uhr ein kleines Wesen mit all seinen Bedürfnissen da ist. Auch das Stillen erfordert für manche Frau (und das Baby) ein wenig Übung, bis es klappt. Der Beckenboden ist für längeres Sitzen und Stehen noch zu schwach, die Mutter hat eventuell Nachwehen und Schmerzen, wenn sie genäht werden musste. Auch der Hormonhaushalt muss sich erst wieder einpendeln.

Als Väter könnt ihr nun in die Bresche springen und eure Partnerin unterstützen, indem ihr jetzt den Großteil des Haushalts übernehmt, die Besucher auf später vertröstet und euch um den Nachwuchs kümmert, vor allem wenn eure Partnerin gerade schläft oder schon ältere Kinder da sind. Für eure Partnerin ist das Wochenbett oft auch eine belastende Zeit der Umstellung – körperlich und seelisch. Seid verständnisvoll und gebt ihr Zeit, auch wenn ihr nicht alle Gefühle oder Gedanken nachvollziehen könnt. Redet miteinander über das, was euch bewegt, denn auch für euch ist die Umstellung nicht immer leicht.

Der Rundumservice, den ihr jetzt leistet, kann auch euch einiges an Nerven und Schlaf kosten. Schnell an eure Grenzen kommt ihr, wenn ihr währenddessen noch jeden Tag arbeiten geht. Am besten ist es daher, wenn ihr nach der Geburt Elternzeit in Anspruch nehmt, Urlaub einplant, oder euch Hilfe durch Großeltern, Familie oder Freunde organisiert. Das macht alles um einiges entspannter und ihr habt mehr Zeit für euer Kind und die Mama.

Vaterrolle(n)

Wie sich zeigt, müsst ihr als Väter nun auf einmal eine ganze Reihe von Rollen ausfüllen – Vater, Alleinverdiener, Hausmann. Manche Aufgaben sind ungewohnt und entsprechen nicht unbedingt dem klassischen Männerbild. Und schon während der Schwangerschaft wurdet ihr vermutlich öfter mit den typischen Klischees konfrontiert, die mit dem Vaterwerden oft assoziiert werden: Väter arbeiten nur noch für das Kind, haben für nichts anderes mehr Zeit, werden vom Abenteurer zum Waschlappen und im Bett ist jetzt ohnehin erst mal Schluss!

Ein paar dieser Sorgen sind gar nicht einmal so unbegründet und die neue Verantwortung der Vaterrolle ist eine großen Umstellung . Zweifelsfrei steckt im Vatersein aber auch eine riesige Chance, sich weiter zu entwickeln. Und ihr müsst nicht von Anfang an perfekt sein, ihr könnt und dürft nach und nach in die neue Rolle hineinwachsen – so wie die Mutter auch.

Mann auf Abstellgleis?

Es kann geschehen, dass ihr eure Partnerin in der Zeit des Wochenbetts oft kaum wiedererkennt. Ihr fehlt wahrscheinlich die Zeit und Energie, um euch in dem Maße Zuwendung zu schenken, wie ihr es vorher gewohnt wart. Wenn sie jetzt das Baby stillt und versorgt, fühlt ihr euch möglicherweise außen vor – oder vielleicht sogar als Störenfried.

Umso wichtiger ist es, dass auch ihr eine liebevolle Bindung zu eurem Sprössling aufbaut. Bei Mama ergibt sich das leicht, da sie das Kind schon während der Schwangerschaft im Bauch gespürt hat und danach an der Brust stillt. Ihr müsst hingegen etwas mehr dafür tun.

Schon gleich nach der Geburt kommt es darauf an, dass ihr dem Kind körperliche Nähe gebt. Später könnt auch ihr Aufgaben beim Versorgen des Babys übernehmen und ihm so nahe sein. Das ist sowohl für euch, das Kind als auch eure Partnerin ideal um als Familie zusammen zu wachsen.

Papa werden, Partner bleiben

Für die Sex-Pause gibt es gute Gründe, denn nach den Strapazen des Gebärens muss sich der Körper der Frau erst einmal wieder regenerieren, eventuelle Geburtswunden müssen in Ruhe verheilen. Das Wundgefühl und die hormonelle Umstellung nach der Geburt und auch der Schlafmangel sind ziemliche Lust-Killer. Druck und Drängeln helfen hier wenig. Stattdessen solltet ihr anderweitig in Kontakt bleiben, miteinander reden, kuscheln, Geduld haben.

Achtet darauf, dass ihr neben euren Rollen als Mama und Papa weiterhin ein Paar bleibt. Sprecht über eure gegenseitigen Erwartungen, Befürchtungen, Wünsche und Bedürfnisse. So bleibt auch die Partnerschaft nicht auf der Strecke und ihr könnt die erste Zeit mit dem Baby gemeinsam als Familie meistern.

Viele Mütter haben einige Tage nach der Geburt oftmals eine depressive Verstimmung, genannt Babyblues. Doch auch Väter packt oft die Schwermut, wenn die neue Situation über ihre Kräfte und Nerven hinausgeht. Was ihr dann tun solltet, lest ihr in unserem Beitrag zur Wochenbettdepression bei Männern.

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