Gesetzesänderungen 2017

Das ändert sich 2017 für Familien

Gesetzesaenderungen 2017
Auch das Jahr 2017 bringt wieder neue Gesetzesänderungen für Eltern und Kinder mit sich. Wir erklären euch, was sich jetzt beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende, beim Kindergeld und Kinderzuschlag verändert. Außerdem erfahrt ihr bei uns alles über den ausgeweiteten Mutterschutz und die Sozialleistungen.
Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende

Ab Januar 2017 wird der Unterhaltsvorschuss für alleinerziehende Elternteile erhöht und gleichzeitig verlängert. Kinder im Alter von Null bis fünf Jahren erhalten eine Erhöhung um sieben Euro auf insgesamt 152 Euro und Kinder von sechs bis elf Jahren eine Erhöhung um neun Euro auf insgesamt 203 Euro. Außerdem gilt für den Unterhaltsvorschuss ab diesem Jahr die Begrenzung auf sechs Jahre nicht mehr, sondern wird bis zum 18. Geburtstag ausgeweitet.

Kindergeld und Kinderzuschlag

Wie bereits 2016 steigt auch 2017 und 2018 das Kindergeld jeweils um zwei Euro im Monat an. Ab diesem Jahr gelten folgende Beträge:

  2017 2018
1.+ 2. Kind 192 Euro 194 Euro
3. Kind 198 Euro 200 Euro
4. Kind 223 Euro 225 Euro

Bekommen die Eltern ein drittes Kind, erhöht sich das Kindergeld für die ersten beiden Kinder leider nicht. Das bedeutet, dass beispielsweise nur das dritte Kind 198 Euro erhält, während die ersten beiden Kinder weiterhin 192 Euro bekommen. Auch bei einem vierten oder mehr Kindern, erhalten lediglich die nachkommenden Kinder den erhöhten Beitrag von 223 Euro und die Beträge für die ersten drei Kinder bleiben konstant.

Zusätzlich wird ab 2017 der Kinderzuschlag für Geringverdiener um 10 Euro im Monat erhöht.

Mutterschutz

Ab Januar 2017 gilt der Mutterschutz auch für Schülerinnen und Studentinnen. Zudem werden die Fristen des Mutterschutzes angepasst. Wird innerhalb der ersten acht Wochen nach der Geburt eine Behinderung beim Kind festgestellt, verlängert sich die Schutzfrist um zwölf Wochen. Schülerinnen und Studentinnen hingegen können auf Wunsch ihre Ausbildung bereits vor Ablauf der Schutzfrist nach der Geburt wieder aufnehmen.

Weiterhin gelten ab 2017 neue Regelungen zur Gefährdungsbeurteilung. Der Arbeitgeber muss bereits vorab eine mögliche Gefährdung für Schwangere untersuchen. Bei gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten tritt außerdem eine Drei-Stufen-Prüfung ein. Als erster Schritt muss der Arbeitsplatz der Schwangeren umgestaltet werden. Ist dies nicht möglich, soll sie auf einem anderen Arbeitsposten eingesetzt werden. Erst wenn diese zwei Dinge nicht umgesetzt werden können, wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen.

Sozialleistungen

Zum 01. Januar 2017 steigen die Leistungen für alle, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Dabei findet die größte Erhöhung bei den Leistungen für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren statt. Sie erhalten nun 291 Euro pro Monat, also 21 Euro mehr. Für Alleinstehende, Alleinerziehende und nicht erwerbsfähige Erwachsene oder Behinderte erhöht sich der Satz um fünf Euro auf 409 Euro an.

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Meinungen aus der Community:
  • 2 unter 2: Elternzeit, Elterngeld, erneuter MuSchu
  • Guten Abend, ich wende mich an euch, weil ich zur Zeit von allen Seiten eine andere Info bzgl Elterngeld, Elternzeit und erneute Mutterschutzzeit bekomme. ...
  • von Jw1808
    29.09.2017 22:25:18
  • Elterngeld/ Elternzeit
  • Hallo, ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir bezüglich des Elterngeldes und der Elternzeit Tipps geben könntet, da mir die Thematik nicht so einfach er...
  • von Sunny2015
    23.06.2015 10:04:08
  • Elternzeit & Elterngeld
  • Hallo, ich habe da mal eine Frage, bezügl. der Elternzeit. Man muss ja 7 Wochen nach Geburt schriftlich beim AG bescheid geben, wie lange man aus dem Job weg...
  • von Engel1979
    20.05.2009 11:56:11