Bio-Babykleidung | Öko-Babykleidung

Vorteile von Bio-Babykleidung

Öko-Babykleidung
Die Begriffe "biologisch" oder "ökologisch" haben dieselbe Bedeutung und können sich auf Produkte, sowie Lebensmittel, die nach bestimmten Richtlinien in der Landwirtschaft hergestellt werden, beziehen. Gekennzeichnet werden diese Produkte in Deutschland mit dem Bio-Siegel.

Warum lohnt sich Bio-Babykleidung?

Säuglinge und kleine Kinder haben eine besonders empfindliche Haut. Daher ist es wichtig, schadstoffarme Kleidung für die Kleinen zu kaufen. Textilfasern von Bio-Kleidung kommen nicht in Berührung mit Schadstoffen, werden unter strengen Kontrollen biologisch angebaut und bieten einen perfekten Schutz.

Zudem bringt Öko-Babykleidung viele positive Materialeigenschaften mit sich, da sie ausschließlich aus Naturprodukten wie Baumwolle, Wolle, Seide, Bambusfasern, Hanf oder Soja hergestellt wird.

  • Baumwolle ist ein besonders weiches Naturprodukt. Zu ihren Vorteilen zählt ihre Atmungsaktivität. Sie saugt Feuchtigkeit auf und ist für den alltäglichen Gebrauch und besonders heiße Tage gut geeignet.
  • Wolle wird aus dem Fell von Schafen hergestellt. Zu seinen positiven Eigenschaften zählen die Aufnahme von Feuchtigkeit, ohne dass sich der Stoff feucht anfühlt und die äußere Feuchtigkeitsabweisung.
  • Seide ist sehr weich, anschmiegsam und kühlt, weshalb sie im Sommer angenehm zu tragen ist. Bei empfindlicher Babyhaut bietet sich reine Bouretteseide an. Diese enthält einen besonders hohen Anteil an Seidenleim, dem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird. Daher ist Bouretteseide oft in Windeln und Stilleinlagen enthalten.
  • Aus Bambusfasern wird Viskose hergestellt, die Feuchtigkeit sehr gut aufnimmt und ableitet. Sie wirkt klimaausgleichend und ist daher im Winter und Sommer gut zu tragen.
  • Hanffasern wärmen im Winter und kühlen im Sommer. Des Weiteren sind Hanffasern besonders reißfest.
  • Kleidung aus Sojafasern erinnert mit ihrer weichen und glatten Oberfläche an Kleidung aus Seide.

Wie kommt das "Öko" in die Kleidung?

Kleidung darf sich erst Bio-Kleidung nennen, wenn folgende Punkte während der Produktion und der Verarbeitung eingehalten werden:

  • Die Textilien müssen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Hierbei dürfen keine Pestizide, Düngemittel, Entlaubungsmittel oder Gentechniken verwendet werden.
  • Tierische Produkte, wie zum Beispiel Wolle oder Fell, dürfen nur von Tieren stammen, die nach bestimmten Richtlinien artgerecht gehalten werden. Die Tiere dürfen nicht mit Hormonen, Antibiotika oder Insektizide behandelt werden. Des Weiteren dürfen die Tiere nur auf Wiesen grasen, die nicht gedüngt werden.
  • Auch die Weiterverarbeitung ist geregelt und unterliegt gewissen Richtlinien. Bei Bio-Babykleidung dürfen die Fasern nicht mit giftigen Aufhellern oder Farbstoffe behandelt werden.

Ist Bio drin, wenn Bio drauf steht?

Jein. Wo Bio drauf steht, ist zwar Bio drin, aber es kommt auf das Verhältnis an. Es gibt Produkte, die aus 100% Bio-Baumwolle bestehen. Dann gibt es wiederum Produkte, die nur 70% Bio-Baumwolle enthalten und die anderen 30% konventionell hergestellte Baumwolle sind. Andere bestehen aus 50% Bio-Baumwolle, dafür basiert die Produktion dieser Baumwolle auf Basis eines fairen Handels für Bauern und Produzenten.

Vor dem Kauf von Bio-Babykleidung sollte man also wissen, worauf man Wert legt. So kann man mit einer groben Vorstellung zum Einkaufen losziehen.

Warum ist Bio-Babykleidung teurer?

Der Anbau von Bio-Textilien erfolgt nach strengen Richtlinien, die höhere Kosten mit sich bringen. Folgende Gründe sind die Ursache für die höheren Preise bei Bio-Kleidung:

  • Es darf nur spezielles Saatgut verwendet werden, das oft teurer ist.
  • Umweltschonende Arbeitsverfahren sind zeitintensiver und erfordern mehr Personal, das bezahlt werden muss.
  • Die Erträge sind niedriger, da keine Düngemittel, Pestizide und Herbizide eingesetzt werden dürfen, die Pflanzen beim Wachstum unterstützen und vor Schädlingsbefall schützen.
  • Durch die niedrigeren Erträge gelangt weniger in die Weiterverarbeitung, wodurch die Stückkosten höher sind.

In der Zwischenzeit gibt es Bio-Babykleidung auch bei den großen, internationalen Modeketten zu erschwinglichen Preisen. So kriegt man zum Beispiel einen vergleichbaren Kurzarmbody aus 100% Bio-Baumwolle bei den großen Modeketten für circa 5€ und bei einem Ökomodehaus für circa 9€.

Wo kann man Öko-Babykleidung kaufen?

Als der Bio-Boom aufkam, konnte Bio-Kleidung nur in speziellen Geschäften gekauft werden, die sich auf Öko-Babykleidung spezialisiert hatten. Hinzugekommen sind in der Zwischenzeit Online-Shops, die bei ihrer Ware auf Naturmode und Nachhaltigkeit setzen. Aber auch große, internationale Modeketten führen mittlerweile Kinderlinien, die sich Bio Cotton oder Organic Cotton nennen.

Die Umwelt dankt der Öko-Babykleidung

Die Nutzung von Pestiziden und Herbiziden in der Landwirtschaft vernichten nicht nur Schädlinge, sondern schädigt auch die Fruchtbarkeit des Bodens und andere wichtige Lebewesen die zur Fruchtbarkeit des Bodens beitragen. Die Giftstoffe gelangen durch den Boden ins Grundwasser und von dort in Flüsse und Seen – so tauchen sie in der Nähe von Anbaugebieten wieder im Trinkwasser und in Lebensmitteln auf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft einige der benutzten Gifte als mäßig bis extrem hoch gefährlich ein. Zudem entsteht durch künstliche Bewässerung eine Versalzung des Bodens und dadurch eine Verschlechterung, die bis zu einer wüstenähnlichen Veränderung führen kann.

Biosiegel geben Sicherheit für Bio-Babykleidung

Folgende Biosiegel sichern die Nutzung von verschiedenen Bio-Textilien:

GOTS – Global Organic Textile Standard: Das Siegel steht für umweltverträglich hergestellte Kleidung und umfasst alle Schritte von Anbau, über Verarbeitung, bis hin zum Handel. Das Siegel beinhaltet das Label "organic" (95% Biofasern) sowie das Label "made with organic" (70% Biofasern).

Naturtextil & Naturleder: Das Siegel des Internationalen Verbandes für Naturtextilwirtschaft umfasst die Kette von Produktion bis zur Entsorgung. Nur Textilien, die zu 100% aus biologischem Anbau stammen, erhalten das Siegel. Für Naturleder wird dies nur vergeben, wenn das Leder von Tieren stammt, die für Nahrungszwecke gehalten werden.

OE – Organic Exchange: Dieses Siegel gibt es in drei Ausprägungen. „Organic-in-conversion“ erhalten Firmen, die ihre Produktion gerade zu Bio umstellen. „Blended standard“ muss einen Bio-Anteile von mindestens 5% beinhalten. „100 Standard“ wird nur für Kleidung vergeben, die 100% Bio-Baumwolle verwenden.

FAIRTRADE:
Der Schwerpunkt liegt hier bei der Verbesserung der ökonomischen, sozialen Lebens- und Arbeitsbedingungen, sowie umweltverträglichen Produktionsweisen und ökologischem Anbau.

OEKO-TEX: Das OEKO-TEX Siegel bezieht bei der Vergabe auf Material-, Wasser- und Energieverbrauch, sowie Abwasser- und Abfallbehandlung. Außerdem wird darauf geachtet, dass keine krebserregenden, verbotenen und gesundheitlich bedenklichen Stoffe verwendet werden.

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Meinung aus den Foren:
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