Kleidung

Ökologische Babykleidung


Expertentalk mit Verena Kuhnert von hessnatur


Gesunde Kleidung für die ganze Familie, die Spaß macht und die Umwelt, schont kommt von hess natur. Im hessnatur Babyshop gibt es Textilien fürs Baby genauso wie für die werdende und stillende Mama.

Verena Kuhnert von hess hatur erklärt im Expertentalk, warum es sich lohnt, beim Einkauf auf ökologisch hergestellte Kleidung zu achten.

Welche Vorteile bietet Kleidung, die nach ökologischen Richtlinien produziert worden ist, für das Neugeborene?

Sie bietet die verlässliche Sicherheit, hautfreundlich und gesundheitlich absolut unbedenklich zu sein. Denn Kleidung, die nach ökologischen Richtlinien produziert wird, verzichtet während des gesamten Herstellungsprozesses auf den Einsatz schädlicher Chemikalien. Hier kommen die Baumwoll- oder Wollfasern auf ihrem langen Weg vom Anbau bzw. der Tierhaltung bis hin zum fertigen Kleidungsstück mit keinerlei Schadstoffen in Berührung und bieten somit der sensiblen Babyhaut den bestmöglichen und verlässlichsten Schutz vor gefährlichen Reizstoffen in der Kleidung. Weiterhin sorgen reine Naturtextilien für ein optimales Hautklima: Da keine Chemikalien eingesetzt werden, die auf den Fasern zurückbleiben könnten, besteht auch kein Risiko, dass die Luftdurchlässigkeit und das Wärmevermögen des jeweiligen Kleidungsstücks dadurch negativ beeinflusst werden. Gerade für Babys, die einen Großteil ihrer Sauerstoffaufnahme über die Haut tätigen und deren körpereigene Wärmeregulierung noch nicht bzw. nur unzureichend funktioniert, sind solche Eigenschaften von Textilien wichtige Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung.

Welche Textilien eignen sich besonders gut für Babys Haut?

Wir empfehlen in erster Linie Textilien aus naturbelassener Wolle, Baumwolle und Seide. Die unbehandelten Fasern weisen eine Vielzahl positiver Eigenschaften auf, die für Babys Geborgenheit und Wohlbefinden sorgen. Während Wolle schön warm hält und viel Feuchtigkeit aufsaugt, kühlt Seide im Sommer sehr angenehm. Eine Kombination aus beidem ist die ideale Materialmischung für temperaturempfindliche Babys – sie werden gewärmt, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten. Für besonders heiße Tage und auch im täglichen Gebrauch ist zudem Kleidung aus reiner Baumwolle bestens geeignet: Weich, anschmiegsam und atmungsaktiv wird die sehr pflegeleichte Faser selbst von überempfindlicher Babyhaut gut vertragen. Hier bieten sich zudem Textilien aus reiner Bouretteseide an. Der Anteil am sogenannten Seidenleim, den die Fasern im naturbelassenen Zustand enthalten, übt eine hautberuhigende Wirkung aus. Windeleinlagen aus diesem Material verhindern beispielsweise eine der häufigsten Ursachen für das Wundwerden sensibler Babyhaut – die Bildung von Ammoniak.

Babys richtig anziehen – welche Empfehlung können Sie Eltern in puncto Sonnenschutz mit auf den Weg geben?

Babys und Kleinkinder sind sehr sonnenempfindlich. Ihre Haut kann noch nicht richtig bräunen und auch keine schützende Hornhaut bilden. Daher ist es besonders wichtig, auch bei der Kleidung auf optimalen Sonnenschutz zu achten. Ihr Wirkungsgrad hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel der Webdichte des Stoffes, der Farbe, der Passform etc. Je dunkler die Farbtöne, desto intensiver der Schutz vor gefährlicher UV-Strahlung. Zudem sollten Sie möglichst dicht gewebte Stoffe auswählen und diese vor dem ersten Gebrauch einmal durchwaschen. Dadurch werden die Maschen noch zusätzlich verdichtet. Ein letzter Tipp: Achten Sie darauf, dass die Kleidung nicht zu knapp geschnitten ist und nicht spannt, denn durch die Dehnung wird die Schutzwirkung erheblich reduziert. Wenn Sie jetzt noch die Haut Ihres Kindes mit einer milden Sonnencreme, am besten auf Basis mineralischer Pigmente, einreiben, steht dem Ausflug ins Grüne nichts mehr im Wege. Und denken Sie daran, dass Kinder im ersten Lebensjahr generell keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden sollten.

Worauf sollten Eltern bei Kuscheltieren und Spielzeug achten?

In den ersten Monaten nach der Geburt beginnt das Neugeborene, die Welt besonders intensiv zu erkunden: Werden anfangs Farben und Kontraste bestaunt und Geräusche neugierig wahrgenommen, so kommt nach zwei bis drei Monaten das Bedürfnis hinzu, die Dinge in näherer Umgebung anzufassen und festzuhalten. Alles, was die kleinen Erdenbürger jetzt in die Finger bekommen, wird genauestens betrachtet, angenuckelt und durch die Gegend geworfen. Ideal ist daher anfangs Spielzeug einfach nur zum Anschauen und Hinhören, das in einiger Entfernung des Babys hängt und es beispielsweise liebevoll betrachtet – denn Gesichter und Augen sprechen jetzt besonders an. Danach sind Gegenstände in verschiedenen Formen, Farben und Materialien empfehlenswert, die sich gut greifen und vielseitig verbiegen lassen – das fördert den Entdeckertrieb. Wenn die „Spielgefährten“ später noch klingeln, rasseln oder scheppern, ist Baby rundum glücklich.

Bei der Auswahl entsprechender Schmusetiere sollten Eltern vor allem auf die Materialien achten, aus denen ihr Pelz geschneidert wurde. Viele sind aus Polyester gefertigt und mit Schaumstoff gefüllt. Sie bergen somit neben der Gefahr, sich beim Streicheln elektrostatisch aufzuladen, auch das Risiko, Chemikalien und bedenkliche Farbstoffe zu enthalten. Da die Kleinen ihre pelzigen Freunde immer so richtig zum Fressen gern haben, wird häufig auch an ihnen geknabbert oder genuckelt. Das Risiko, dass sich dabei bedenkliche Stoffe ablösen könnten, sollte man von vornherein ausschließen können. Eine denkbare Alternative sind Kuscheltiere mit „Bio-Fell“, also aus naturbelassenen und kontrollierten Materialien. Hier werden nur schwermetallfreie und gesundheitlich unbedenkliche Farbstoffe verwendet, auf den Einsatz von Ausrüstungschemikalien wird grundsätzlich verzichtet. Zudem sind die Spielgefährten aus Naturfasern nicht so staubanfällig wie ihre Artgenossen aus Kunstfasern und heutzutage in der Regel problemlos waschbar – somit also auch durchaus empfehlenswert für Kinder mit Hausstauballergie.

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