Hurra, das Baby ist da!
Wie Kinder auf neue Geschwisterchen reagieren
Wie Ihr Kind auf die Ankunft seines neuen Geschwisterchens reagiert, hängt davon ab, wie alt es ist.
Kinder zwischen 1 und 3 Jahren:
Stressig für die Eltern, aber toll für die Kinder! Mit zwei Kleinkindern kommt auf die Eltern zwar eine Menge Arbeit zu. Kinder mit einem geringem Altersunterschied können aber intensiv mit einander aufwachsen und finden ideale Spiel- und Weggefährten fürs Leben. Da sie täglich etwas Neues entdecken, werden sie sich schnell an das neue Familienmitglied gewöhnen. Eifersucht ist am Anfang meist kein Problem. Gegen später pendelt sich vielmehr ein Wettbewerbsverhalten ein, da sich die Leistungen fast gleichaltriger Kinder miteinander vergleichen lassen. Ein bisschen Streit gehört da natürlich dazu. Bleiben Sie als Eltern dabei fair und gerecht.
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Kinder zwischen 3 und 6 Jahren:
In dieser Altersstufe kann es problematisch werden. Ihr Kind war jahrelang der Dreh- und Angelpunkt der Familie. Nun muss es sich im Kindergarten behaupten und seinen Platz in der Familie neu definieren.
Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Sie Zeit für das Baby brauchen, weil es auf Ihre Hilfe angewiesen ist und noch nicht die Dinge beherrscht, die Ihr Kind schon kann. Vertrauen Sie Ihrem Kind auch kleine Aufgaben an, es darf z. B. beim Wickeln oder Füttern zur Hand gehen. Suchen Sie sich Spiele heraus, bei denen beide Kinder mitmachen können, singen Sie das Kleine gemeinsam in den Schlaf oder lesen Sie eine Geschichte vor. Gerade jetzt sollten sich auch Väter oder andere Familienmitglieder intensiv um das größere Kind kümmern.
In diesem Alter hinterfragen Kinder die Zusammenhänge des Lebens. „Warum“ ist eines der häufigsten Wörter, die Sie zu hören bekommen. Da taucht natürlich auch die Frage nach der Herkunft von Babys auf, vor der sich viele Eltern fürchten. Versuchen Sie möglichst unbefangen mit diesem Thema umzugehen und Fragen ohne Ausflüchte wie den „Klapperstorch“ zu beantworten. Dabei brauchen Sie nicht in Detail einzugehen. Zunächst genügt es, den Unterschied zwischen Mann und Frau zu erläutern. (siehe auch Kinder ab 7 Jahren).
Ab 7 Jahre:
Kinder, die älter als 7 Jahre alt sind, machen in der Regel kaum Probleme. Weil Sie sich bereits in einer anderen Lebensphase befinden, sehen Sie in dem Geschwisterchen keine Konkurrenz. Meist sind sie stolz auf ihre Rolle als großer Bruder bzw. große Schwester und beobachten neugierig die Entwicklungen während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensmonaten.
Da mittlerweile in der Grundschule Aufklärungsunterricht stattfindet, können Sie ganz locker mit diesem Thema umgehen. Kinder, die die Grundschule abgeschlossen haben, wissen in der Regel über alle Bereiche Bescheid.
Ihr Kind ist nun der/die „Große“, braucht aber selbstverständlich genauso viel Zuwendung und darf sich nicht zurückgesetzt fühlen. Drängen Sie es nicht in die Rolle des „Babysitters“.
Außerdem: Kinder, zwischen denen ein Altersunterschied von mindestens 7 Jahren liegt, werden von Psychologen als „Einzelkinder“ eingestuft. Sie befinden sich in jeweils anderen Lebensabschnitten (Baby/Kindergartenkind, Schulkind, Pubertät) und werden sich bezüglich gemeinsamer Interessen erst später einander annähern.
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