Waldkindergarten
Waldkindergarten: Mutter Natur pur!
So ungewohnt es sich zunächst auch anhören mag, seit den 70ern gibt es Kindergärten ohne ein festes Haus, denn die Kinder sind bei Wind und Wetter draußen. Das ist gar nicht abwegig, wie auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung befindet: Jedes Kind drängt es nach draußen, ob es nun regnet, schneit oder die Sonne scheint.
Im Waldkindergarten hat man immer etwas zu tun, in Pfützen planschen, im Sand buddeln, eine Schlitterbahn anlegen, durch das Gebüsch pirschen oder einen Staudamm am Fluss legen. Toben im Freien verhindert Haltungsschäden und reguliert den Appetit und den Schlaf. Nur für extreme Witterung wie Sturm oder Gewitter stehen Hütten oder Bauwagen als Unterschlupf bereit.
Der Wald bietet als Lebensraum faszinierende pädagogische Möglichkeiten. Durch die Beziehung zur Natur finden die Kinder unzählig viele Anregungen. Vor diesem Hintergrund findet eine kindorientierte, ganzheitliche und individuelle Förderung, Erziehung und Betreuung der Kinder statt. Darin eingeschlossen sind religiöse Erziehung, Kreativitätserziehung, Bewegungserziehung sowie Sozial- und Sprecherziehung. Das ist verständlich, denn die Beschäftigung mit Naturmaterialien fördert Fantasie und Kreativität. Gespielt, gebaut und gebastelt wird mit allem, was der Wald hergibt. Die Vielfältigkeit des Waldes stellt außerdem Bewegungsherausforderungen an die Kleinen, deren Kondition und Feinmotorik dadurch gefördert werden.
Einige andere Kindergärten haben das Vorbild des Waldkindergartens aufgegriffen und bieten sogenannte Wandergruppen an. Je nach Waldkindergarten wird eine ganztägige oder eine halbtägige Betreuung angeboten.
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Die neuesten Kommentare zu diesem Thema:
Am 11.11.2011 um 21:07 schrieb Lipippi:
.. es gibt sehr wohl auch Waldkindergärten die ganztags arbeiten..
(ganzen Beitrag anzeigen)
