Fahrradanhänger und Kinderfahrradsitz
Sobald euer Kind sicher aufrecht sitzen kann, könnt ihr es mit auf Fahrradausflüge nehmen. Und ihr werdet merken: Die meisten Kinder lieben es, wenn sie vom Fahrradsitz aus die Umwelt erkunden und den Wind im Gesicht spüren können. Damit der Fahrradtrip nicht nur ein lustiges, sondern auch ein sicheres Vergnügen wird, ist ein guter Fahrradanhänger oder Kindersitz unumgänglich. Sicher radeln: Fahrradanhänger und Kinderfahrradsitz fürs Baby
Klassisch: Kinderfahrradsitz
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Kinder im Sitz auf dem Fahrrad mitzunehmen: Entweder wird der Sitz vorne am Rad, also vor dem Lenker befestigt oder hinten auf dem Gepäckträger. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile:
- Fahrradsitze, die hinten montiert werden, verfügen über eine stabilere Rücken- und Kopfstütze und sind daher für längere Ausflüge besser geeignet. Bei einem eventuellen Sturz ist das Kind besser gesichert, auch aufgrund der Tatsache, dass der Fahrer meist nicht nach hinten, sondern nach vorne oder auf die Seite fällt.
- Allerdings besteht bei Hecksitzen die Gefahr, dass bei höherem Fahrttempo der Rahmen des Rades „flattert“ und so die Fahrtsicherheit eingeschränkt ist. Zudem ist die Sicht der Kleinen eingeschränkt.
- Übrigens: Nur Kinder bis maximal 15 Kilogramm dürfen vorne transportiert werden. Ab dann heißt es sowieso: Ab nach hinten!
Einkaufstipps für den Kinderfahrradsitz
Achten Sie beim Kauf auf Folgendes:
- Unabdingbar sind gute Stützen im Rücken- und Kopfbereich sowie an den Beinchen.
- Die Füße müssen so gesichert sein, dass sie auf keinen Fall während der Fahrt ins Rad geklemmt werden. Der TÜV Süd weist darauf hin, dass nicht alle gängigen Fußarretierungen diese Anforderung erfüllen und empfiehlt entweder Beinschutzschilde oder eine zusätzliche Speichenabdeckung, die für die nötige Sicherheit sorgen.
- Zudem ist bei den Fußstützen darauf zu achten, dass sie größenverstellbar sind, über eine rutschhemmende Fußauflage verfügen und natürlich möglichst einfach zu bedienen sind.
- Angurten ist im Kindersitz Pflicht. Ein Gurt darf sich während der Fahrt nicht lockern und ihr Kind nicht einschnüren und sollte rutschsichere Verstellelemente aufweisen. Bitte auch darauf achten, dass der Gurt nicht selbstständig von Kindern geöffnet werden kann.
- Wenn Ihr Fahhrrad am Sattel über frei liegende Sattelfedern verfügt, sollten Sie unbedingt auch einen so genannten „Federschutz“ kaufen, denn sonst klemmen sich hinten sitzende Kinder leicht die Fingerchen ein.
Die Alternative: Fahrradanhänger
Immer wieder taucht die Frage auf: Was ist sicherer – Fahrradsitz oder Fahrradanhänger? Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Es gibt Situationen, in denen ist ein Kindersitz besser, in anderen Fällen wäre ein Fahrradanhänger sinnvoller.
Prinzipiell gilt: Wenn ein Unfall passiert, fallen Kinder aus einem Anhänger nicht so weit nach unten, zudem besteht bei einem Kindersitz die Gefahr, dass der Erwachsene auf das Kind fällt. Der größte Vorteil eines Fahrradanhängers liegt mit Sicherheit darin, dass problemlos bis zu zwei Kinder und kleineres Gepäck transportiert werden können. Ein Anhänger ist auch weithin sichtbar, so dass Autofahrer oft automatisch vorsichtiger fahren, wenn sie einen solchen sehen. Zudem ist das Fahrverhalten des Erwachsenen auf dem Fahrrad nicht so stark eingeschränkt wie mit Kindersitz. Für Kinder ist das Fahren – gerade wenn sie nicht alleine im Anhänger sitzen – oft lustiger und unterhaltsamer als hinter dem Rücken eines Erwachsenen, wo die Sicht eingeschränkt ist. Sie können darin Bücher ansehen, spielen, schlafen…
Allerdings sind Anhänger im Vergleich zu Kindersitzen teurer und benötigen zusätzliche Stellfläche in Keller oder Garage. Werden die Anhänger im Straßenverkehr genutzt, sind die Kinder genau auf Augenhöhe mit Auspuffen und Abgasen.
Einkaufstipps für Fahrradanhänger
Achten Sie beim Kauf auf Folgendes:
- Stabilität ist das A und O bei einem Fahrradanhänger. Erste Wahl sind daher Modelle mit einem Gestell und Bodenplatte aus Aluminium.
- Ein stabiler Überrollbügel (am Besten ebenfalls aus Alu) sorgt für zusätzliche Sicherheit
- Überprüfen Sie das Gurtsystem. Nur wenn die Kids sicher angeschnallt sind, fahren sie sicher. Am besten sind Fünfpunktgurtsysteme, die mit einer Kombination aus Hosenträger- und Beckengurt das Kind optimal schützen. Dennoch sollten die Gurte das Kind nicht einschnüren. - Wie auch beim Fahrradsitz gilt: Bitte darauf achten, dass das Kind den Gurt nicht selbstständig öffnen kann.
- Eine verstellbare Rückenlehne ermöglicht ein Anpassen an wachsende Kinderrücken – das ist besonders hilfreich für Kinder, die gerne und häufig im Anhänger schlafen.
- Ein Radschutz ist sinnvoll, damit die Kleinen während der Fahrt nicht in die Speichen fassen können.
- Üben Sie vor der ersten Fahrt mit Kind einmal das Fahren mit dem beladenen Anhänger, aber ohne Kind.
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Erfahrungen mit Fahrradanhängern
- Hallo, immer nur zu Fuß mit dem Kleinen unterwegs sein, ist irgendwann ziemlich öde ... mit dem Fahrrad wird der Radius ein bisschen größer. Bevor ich mi...
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Die neuesten Kommentare zu diesem Thema:
Am 28.01.2010 um 15:25 schrieb quiqui:
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit des Kindertransportes auf dem Fahrrad: vorne, "unten".
In den Niederlanden und Dänemark findet man schon viele solcher Transporträder, z. T....
(ganzen Beitrag anzeigen)
